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	<description>Zirkuslektionen und Clickertraining mit Pferden</description>
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		<title>In Demut und Ehrfurcht vor dem Pferd</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/umgang-und-verhalten/20120205/in-demut-und-ehrfurcht-vor-dem-pferd</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 14:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Heute wird es erst mal ein wenig emotionaler und nachdenklicher. Weniger ein fachlicher Beitrag als ein Verfassen und Niederschreiben meiner zusammengewürfelten Gedankengänge. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt online stelle, denn das ist natürlich alles höchst subjektiv verfasst und eigentlich verfolge ich mit meinen Beiträgen immer auch ein Ziel … Diesmal ist es vielmehr das <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/umgang-und-verhalten/20120205/in-demut-und-ehrfurcht-vor-dem-pferd">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
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</a>
Heute wird es erst mal ein wenig emotionaler und nachdenklicher. Weniger ein fachlicher Beitrag als ein Verfassen und Niederschreiben meiner zusammengewürfelten Gedankengänge. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt online stelle, denn das ist natürlich alles höchst subjektiv verfasst und eigentlich verfolge ich mit meinen Beiträgen immer auch ein Ziel … Diesmal ist es vielmehr das Ziel, meine Gedanken zu Papier zu bringen. Entschlossen habe ich mich dann doch dazu, weil es vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken anregt und in gewisser Weise eine Besinnung auf bestimmte, ethische Werte mit sich bringt. Ein wenig Erdung kann nie schaden!</p>
<p>Viel Inspiration zum Schreiben und Nachdenken erhalte ich in der Diskussion oder in Gesprächen mit anderen Pferdefreunden, aber auch beim bloßen Lesen von z. B. Statusmeldungen und Kommentaren auf Facebook. So war auch heute Facebook die Quelle meiner Inspiration.</p>
<p>Ich habe die letzte Stunde damit verbracht, mir eine Reportage anzusehen. Es ging um Pferde, natürlich. Um Pferde in ihrem natürlichen Lebensraum, um das Herdenverhalten und um die Domestizierung des Pferdes. Und auch um das, was der Mensch im Laufe der Zeit so mit Pferden &#8220;angestellt&#8221; hat &#8230;</p>
<p>Als Resonanz auf den eingestellten Link schrieb jemand, dass er nach dem Sehen des Films wieder weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist. Diese Aussage richtete sich dabei insbesondere an Leute mit Bezug zu Natural Horsemanship und galt als Fürsprache für diese Trainingsmethode. Auch ich fühle mich durchaus im Bereich Horsemanship angesiedelt, denn natürlich möchte ich mit meinem Pferd so artgerecht wie möglich arbeiten.</p>
<p>Nachdem ich den Film gesehen hatte und auch schon währenddessen, wurde ich jedoch zunehmend betroffener. Auf einmal blieb von der Bedeutung des Wortes &#8220;natural&#8221; nicht mehr viel übrig und mich erfüllte ein Gefühl von Ehrfurcht und tiefer Demut vor dem Wesen Pferd. Wir nehmen den Pferden nahezu alles, um Ihnen dann ein Stück davon zurück zugeben. Und dann besitzen wir noch die Anmaßung zu sagen, all das wäre natürlich? Es ist klar, dass wir die natürlichen Bedürfnisse der Pferde in der heutigen Zeit und im Rahmen der Domestizierung nur annähernd nachstellen, aber selten vollständig erfüllen können. Doch abgesehen von der Haltung, die wir in der Tat so natürlich wie möglich gestalten können, ist nahezu nichts von dem, was wir tun, natürlich. Das Pferd ist nicht erschaffen worden, um dem Menschen zu dienen, es benötigt auch keine durch uns begründete Daseinsberechtigung.</p>
<p>
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</a>
Wir aber nehmen uns das Recht heraus, uns das Pferd, überspitzt gesagt, zum Untertan zu machen. Dabei finde ich es in letzter Konsequenz auch nicht wichtig, mit welcher Trainingsmethode dieses geschieht. Sicher gibt es hier Wege, die für das Pferd angenehm oder weniger angenehm sind, aber am Ende steht dann doch eine Erwartungshaltung, die wir an das Pferd stellen. Es fühlt sich an, als sei die Erhaltung des Pferdes nur durch den Egoismus des Menschen begründet. Es begann damit, das Pferd als Nutztier zu entdecken. Das Pferd diente einem wirtschaftlichen Zweck, ganz egal ob bei der Arbeit auf dem Feld, im Krieg, auf Reisen oder zum Austragen von Waren und Post. Was wäre der Mensch ohne das Pferd? Und all das wäre gar nicht möglich gewesen, wäre das Pferd nicht so unglaublich tolerant, genügsam und gutmütig wie kaum ein weiteres im Tierreich.</p>
<p>Heute braucht das Pferd keinen Job mehr machen, außer unsere Freizeit mit Freude zu erfüllen. Und auch hier steht zumeist an erster Stelle unsere eigene Erwartungshaltung. Unser eigener Anspruch, wie das Zusammensein mit unserem Pferd zu sein hat. Wir alle zahlen jeden Monat, jeden Tag eine nicht unerhebliche Summe für diesen Spaß und, es ist irgendwie menschlich, dass man dies im wahrsten Sinne des Wortes nicht „umsonst“ macht, sondern auch eine „Gegenleistung“ dafür erwartet. Für mich ist dies ein ständiger Zwiespalt. Um es mit den Worten des jüngst verstorbenen Hans Heinrich Isenbart zu sagen „Aber vergessen Sie die Pferde nicht!&#8221;</p>
<p>Manchmal denke ich mir, ob das alles überhaupt sein muss; muss ich reiten? Muss ich Zirkuslektionen oder Horsemanship machen? Muss ich Kutsche fahren? Wie würde es meinem Pferd wohl gehen, ohne all diese Dinge? An solchen Tagen frage ich mich, ob ich ein schlechter Mensch bin, weil hinter meinen Motiven letztlich nun doch materielle Werte stehen. Ich frage mich auch, manchmal schlechten Gewissens, warum ich mich nicht einfach daran erfreuen kann, mit meinem Pferd zu sein, ganz ohne jeglichen Anspruch und dabei meine ich wirklich, ohne jeglichen Anspruch. Auch das Training mit positiver Bestärkung dient trotz aller Freiwilligkeit zumindest teilweise einem Zweck, dem erarbeiten von Abläufen, Signalen oder Lektionen. Und auch wer das Training positiv gestaltet, gestaltet das Training!<br />
Eine wirkliche Lösung habe ich an solchen Tagen für mich nicht. Aber helfen tut mir der Wunsch, dass ich die Arbeit mit meinem Pferd in einer Art gestalten kann, in der schon das Training so von Freude und Spaß erfüllt wird, dass es für beide Seiten ein unterhaltsames Zusammensein ist. Weg von Lektionen zum Selbstzweck, hin zur Ganzheitlichkeit für Körper und Geist – meinem und den des Pferdes. Ich möchte Reiten? Dann muss ich dafür sorgen, dass mein Pferd diesem Anspruch nicht nur körperlich gerecht werden kann, sondern auch hier die Motivation eine übergeordnete Rolle spielt. Unter Berücksichtigung der Biomechanik, soweit man von einem nicht für das Tragen ausgelegten Tier überhaupt von Biomechanik sprechen kann und unter Berücksichtigung natürlicher Lernprinzipien, habe ich eine ganze Menge Möglichkeiten, diesem Anspruch gerecht zu werden.</p>
<p>Dies gilt natürlich stellvertretend auch für alle anderen Beschäftigungen mit dem Pferd. Wir müssen eine gemeinsame Sprache finden und können dem Pferd so eine Sicherheit gewähren, die ihm die Herde in ähnlicher Weise bieten kann. Diese Kommunikation ist frei von Abfolgen und Signalen die fest definiert sind, sie ist etwas sehr individuelles und persönliches zwischen Pferd und Mensch, einzig eine gewisse Zweckmäßigkeit ist von Vorteil. Das natürliche am Natural Horsemanship ist für mich somit nicht etwa die Sprache, die am Ende steht, sondern vor allem der Weg dorthin. Denn dieser begründet sich in respektvoller Art und Weise anhand des natürlichen Lernverhaltens des Pferdes und dem Bestreben nach möglichst freiwilliger Mitarbeit und beiderseitigem Einverständnis.</p>
<p>Dies zu berücksichtigen ist im Eigentlichen nicht schwer, aber schwer ist es, seine eigenen Vorstellungen hinten anzustellen und einfach loszulassen.<br />
Beschämend ist es häufig zu sehen, was der Mensch dem Pferd antut und wie sehr er seine Gutmütigkeit ausnutzt und das Pferd für seine Zwecke benutzt und manchmal nahezu missbraucht. Wie sehr er die natürlichen Grenzen und seine Persönlichkeit missachtet. Aber was erwartet man, wo doch Moral und Wertvorstellung heutzutage kaum noch eine Bedeutung zu haben scheinen und Ethik erst im Duden nachgeschlagen werden muss. Man kann dem Einzelnen wohl kaum einen Vorwurf für die Entwicklung der Gesellschaft machen. Auch Selberdenken muss gelernt werden, wo doch Eigenverantwortung ebenfalls nur noch geringfügig gefragt ist.</p>
<p>Dem Pferd mit Ehrfurcht, Demut und Respekt zu begegnen ist sicherlich nicht der bequemste Weg, denn er verlangt uns eine ganze Menge ab. Früher, als ich noch nicht so viel darüber nachgedacht habe, als ich weniger wusste, war ich oft ähnlich glücklich wie heute. 
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Damals konnte ich aber auch nicht beurteilen, wie es meinem Pferd dabei geht. Heute denke ich mehr nach, manchmal zu viel, und habe auch ein größeres Wissen, aus dem ich schöpfen kann. Ich schätze Momente wie diesen, denn Sie bringen mich zurück auf den Boden der Tatsachen und dazu, manchmal ganz zurück zum Anfang zu gehen und alles in Frage zu stellen – und sei es nur, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass es sich richtig anfühlt, was ich tue. Mein Tun zu beurteilen liegt dabei in letzter Konsequenz nicht bei mir, es ist auch nicht wichtig, was andere über mich denken, der einzige, der sich wirklich ein Urteil über mich und meine Fähigkeiten erlauben kann, ist mein Pferd! Und wenn ich ihm in die Augen sehe, sehe, wie selbstsicher und voller Freude er sich in der Arbeit mit mir gibt, dann glaube ich, seine Antwort zu kennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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Heute wird es erst mal ein wenig emotionaler und nachdenklicher. Weniger ein fachlicher Beitrag als ein Verfassen und Niederschreiben meiner zusammengewürfelten Gedankengänge. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt online [...]</itunes:subtitle>
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Heute wird es erst mal ein wenig emotionaler und nachdenklicher. Weniger ein fachlicher Beitrag als ein Verfassen und Niederschreiben meiner zusammengewürfelten Gedankengänge. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt online stelle, denn das ist natürlich alles höchst subjektiv verfasst und eigentlich verfolge ich mit meinen Beiträgen immer auch ein Ziel … Diesmal ist es vielmehr das Ziel, meine Gedanken zu Papier zu bringen. Entschlossen habe ich mich dann doch dazu, weil es vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken anregt und in gewisser Weise eine Besinnung auf bestimmte, ethische Werte mit sich bringt. Ein wenig Erdung kann nie schaden!
Viel Inspiration zum Schreiben und Nachdenken erhalte ich in der Diskussion oder in Gesprächen mit anderen Pferdefreunden, aber auch beim bloßen Lesen von z. B. Statusmeldungen und Kommentaren auf Facebook. So war auch heute Facebook die Quelle meiner Inspiration.
Ich habe die letzte Stunde damit verbracht, mir eine Reportage anzusehen. Es ging um Pferde, natürlich. Um Pferde in ihrem natürlichen Lebensraum, um das Herdenverhalten und um die Domestizierung des Pferdes. Und auch um das, was der Mensch im Laufe der Zeit so mit Pferden &#8220;angestellt&#8221; hat &#8230;
Als Resonanz auf den eingestellten Link schrieb jemand, dass er nach dem Sehen des Films wieder weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist. Diese Aussage richtete sich dabei insbesondere an Leute mit Bezug zu Natural Horsemanship und galt als Fürsprache für diese Trainingsmethode. Auch ich fühle mich durchaus im Bereich Horsemanship angesiedelt, denn natürlich möchte ich mit meinem Pferd so artgerecht wie möglich arbeiten.
Nachdem ich den Film gesehen hatte und auch schon währenddessen, wurde ich jedoch zunehmend betroffener. Auf einmal blieb von der Bedeutung des Wortes &#8220;natural&#8221; nicht mehr viel übrig und mich erfüllte ein Gefühl von Ehrfurcht und tiefer Demut vor dem Wesen Pferd. Wir nehmen den Pferden nahezu alles, um Ihnen dann ein Stück davon zurück zugeben. Und dann besitzen wir noch die Anmaßung zu sagen, all das wäre natürlich? Es ist klar, dass wir die natürlichen Bedürfnisse der Pferde in der heutigen Zeit und im Rahmen der Domestizierung nur annähernd nachstellen, aber selten vollständig erfüllen können. Doch abgesehen von der Haltung, die wir in der Tat so natürlich wie möglich gestalten können, ist nahezu nichts von dem, was wir tun, natürlich. Das Pferd ist nicht erschaffen worden, um dem Menschen zu dienen, es benötigt auch keine durch uns begründete Daseinsberechtigung.


	

Wir aber nehmen uns das Recht heraus, uns das Pferd, überspitzt gesagt, zum Untertan zu machen. Dabei finde ich es in letzter Konsequenz auch nicht wichtig, mit welcher Trainingsmethode dieses geschieht. Sicher gibt es hier Wege, die für das Pferd angenehm oder weniger angenehm sind, aber am Ende steht dann doch eine Erwartungshaltung, die wir an das Pferd stellen. Es fühlt sich an, als sei die Erhaltung des Pferdes nur durch den Egoismus des Menschen begründet. Es begann damit, das Pferd als Nutztier zu entdecken. Das Pferd diente einem wirtschaftlichen Zweck, ganz egal ob bei der Arbeit auf dem Feld, im Krieg, auf Reisen oder zum Austragen von Waren und Post. Was wäre der Mensch ohne das Pferd? Und all das wäre gar nicht möglich gewesen, wäre das Pferd nicht so unglaublich tolerant, genügsam und gutmütig wie kaum ein weiteres im Tierreich.
Heute braucht das Pferd keinen Job mehr machen, außer unsere Freizeit mit Freude zu erfüllen. Und auch hier steht zumeist an erster Stelle unsere eigene Erwartungshaltung. Unser eigener Anspruch, wie das Zusammensein mit unserem Pferd zu sein hat. Wir alle zahlen jeden Monat, jeden Tag eine nicht unerhebliche Summe für diesen Spaß und, es ist irgendwie menschlich, dass man dies im wahrsten Sinne des Wortes nicht „umsonst“ macht, sondern auch eine „Gegenleistung“ dafür erwartet. Für mich ist dies ein ständiger Zwiespalt. Um es mit den Worten des jüngst vers[...]</itunes:summary>
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		<title>Kritikfähigkeit und Selbstreflexion</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/aktuelles/20120202/kritikfahigkeit-und-selbstreflexion</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 21:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Wer mit seinem Pferd erfolgreich sein möchte (und damit meine ich jetzt nicht in erster Linie auf sportlicher Ebene) und ein harmonisches, partnerschaftliches Miteinander anstrebt, hat sich ein ehrenwertes Ziel gesetzt, welches vor allem die persönliche Weiterentwicklung voraussetzt. Es bedarf nicht nur der richtigen Anwendung von Fachwissen in der Praxis, sondern vor allem auch sozialer Kompetenzen.</p> <p>Wer sich <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/aktuelles/20120202/kritikfahigkeit-und-selbstreflexion">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
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</a>
Wer mit seinem Pferd erfolgreich sein möchte (und damit meine ich jetzt nicht in erster Linie auf sportlicher Ebene) und ein harmonisches, partnerschaftliches Miteinander anstrebt, hat sich ein ehrenwertes Ziel gesetzt, welches vor allem die persönliche Weiterentwicklung voraussetzt. Es bedarf nicht nur der richtigen Anwendung von Fachwissen in der Praxis, sondern vor allem auch sozialer Kompetenzen.</p>
<p>Wer sich ernsthaft mit dem Thema Horsemanship auseinandersetzt, wird schnell feststellen, dass er hier mit bloßer Technik nicht sonderlich weit kommt. Auf der Liste der Eigenschaften, die unsere Entwicklung fördern, steht ganz weit oben die Fähigkeit, Kritik anzunehmen und sein Verhalten zu reflektieren. Kritik ist etwas, was uns sehr häufig begegnet, insbesondere wenn wir uns im Umgang mit dem Pferd mit alternativen Trainingsmethoden beschäftigen. Sie begegnet uns entweder in der offenen Konfrontation mit unseren Mitmenschen, oder wir nehmen sie unbewusst wahr, während sie in Gesprächen oder der Gestik anderer untergebracht ist.</p>
<p>Oftmals wird Kritik von uns als negativ empfunden und wir fühlen uns angegriffen. Natürlich stellt Kritik in gewisser Weise das Hinterfragen unseres Tuns dar, aber nicht immer geht es darum, uns auch von der Gegenseite zu überzeugen. Häufig bekundet Kritik auch das Interesse an dem was wir tun und stellt so für uns nicht nur eine Chance zur Selbstreflexion dar, sondern auch eine Möglichkeit, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und unserem Gegenüber zu mehr Verständnis zu verhelfen.</p>
<p>Dies erfordert jedoch, dass wir hiermit sachlich umgehen und nicht persönlich getroffen und in die Ecke gedrängt reagieren. Der Versuch einer Rechtfertigung aus der Verteidigungsposition heraus kommt oft unnötig aggressiv und persönlich an und zeugt von wenig Verständnis für unseren Diskussionspartner. Verständnis und Akzeptanz sind jedoch wichtig, wenn man Informationen auf der sachlichen Ebene austauschen möchte. So führt dies oft bei unserem Gesprächspartner ebenfalls zu Konfrontation und im schlimmsten Falle sogar zu Ablehnung.</p>
<p>
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</a>
Wer sich Kritik gegenüber sieht, sollte zunächst einmal Zuhören und sich die Argumente und Bedenken der Gegenseite anhören. Was möchte unser Gegenüber uns damit sagen und welche Erwartungen hat es? Hier sollte man ruhig genauer nachfragen. Das bekundet Interesse an der Auseinandersetzung und bringt einen in eine argumentativ bessere Position. Manchmal hilft es auch zu erfragen, welche Alternative der Fragende anführen würde. Außerdem gewinnen wir so wertvolle Zeit, die uns hilft, über unser Verhalten nachzudenken, bevor wir dann unserem Gesprächspartner Rede und Antwort stehen. Ausreden lassen und vor dem Antworten Durchatmen kann ebenfalls eine große Hilfe sein.</p>
<p>Für uns kann es außerdem wichtig sein, welchen fachlichen Hintergrund der in Frage stellende hat. Eine respektvolle, selbstreflektierte Antwort und eine sachliche Erklärung beeindruckt mehr als eine laute Argumentation! Zu wissen was man warum tut, hilft selbstsicher zu erklären. Auch muss eine subjektive Ansicht nicht zwangsweise eine fachlich objektive Meinung darstellen.</p>
<p>Man muss also nicht alles argumentieren oder rechtfertigen, manchmal ist es auch angebracht zu sagen &#8220;Vielen Dank für deine Meinung. Ich werde da mal in Ruhe drüber nachdenken. Vielleicht unterhalten wir uns dann später noch einmal darüber!&#8221; Oder in der Art &#8220;Vielen Dank für deine Meinung, aber ich teile diese nicht&#8221;. Hierüber lässt sich deutlich machen, dass man den anderen zwar respektiert (ganz egal, ob man nun dessen Handlungsweise gut findet oder nicht), aber an dieser Stelle anderer Ansicht ist. Das zeugt von Stärke und Selbstbewusstsein und sieht ganz und gar nicht nach &#8220;Flucht nach vorn&#8221; aus. Die Bildung eines &#8220;Stuhlkreises&#8221; bringt einen eben nicht immer weiter.</p>
<p>Auch ist der eigene Weg ganz sicher nicht für jeden der richtige. Es ist in Ordnung eine andere Meinung zu haben, solange sie sich gut und richtig anfühlt. Und nur weil es jemand anders macht als man selbst, heißt es nicht, dass dies grundsätzlich auch schlechter sein muss. Selbst wenn es so sein sollte, hilft es in der Regel nicht, dies dem Gegenüber vorzuwerfen. Wer nicht bereit dazu ist, umzudenken und sich auf neue Pfade zu begeben, wird seine Meinung auch nicht ändern, wenn man ihm den Spiegel vorhält.</p>
<p>Vielleicht hätte man aber auch tatsächlich anders reagieren können, vielleicht hat man sogar einen Fehler begangen? Auch diese Möglichkeit sollte man stets in Betracht ziehen. Das ist menschlich und sicher verzeihlich und auch zu seinen Fehlern zu stehen, lässt einen nicht weniger kompetent erscheinen. Im Gegenteil, seine Fehler anzuerkennen hilft zu vermeiden, dass sie wiederholt werden.</p>
<p>
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Wird unser Gegenüber jedoch unsachlich, dann darf dem durchaus auch eine Grenze gesetzt werden. Es hilft hier kurz aber prägnant auf die Regeln des sachlichen Umgangs miteinander hinzuweisen und ansonsten nicht weiter darauf einzugehen. Diese Art von Kritik hat nicht den Sinn, konstruktiv eine Veränderung herbeizuführen, sie bekundet auch kein Interesse, sie dient lediglich dem Zweck den anderen zu treffen. In dieser unschönen Situation war sicher jeder von uns schon einmal und groß ist die Versuchung, sich hier für sein Handeln zu rechtfertigen oder sogar zu entschuldigen. Man tut besser daran, einer solche Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, da der Beweggrund kein ehrenwerter und schon gar keine Grundlage für eine Diskussion ist. Dies ist meiner Meinung nach nur verschenkte Lebenszeit und hilft keinem weiter.</p>
<p>Neben der Diskussion mit Zweiten oder Dritten, hilft es auch, den Dialog im Zwiegespräch mit sich selbst zu suchen. Das eigene Tun ständig zu hinterfragen hilft, Fehlerquellen aufzudecken und die eigene Situation sachlich und vor einem objektiven Hintergrund isoliert zu beurteilen. Je mehr wir wissen, je mehr Erfahrung wir dabei haben, desto objektiver kann die Beurteilung ausfallen. Dies hilft nicht nur bei der fachlichen Weiterentwicklung, es hilft auch, sich Kritik nicht so zu Herzen zu nehmen, sondern darüber nachzudenken.</p>
<p>Mit ist es sehr wichtig, die Weiterentwicklung auf der Persönlichkeitsebene meiner Schüler und die Fähigkeit, Kritik sinnvoll für sich zu nutzen bzw. sein Verhalten selbstkritisch zu hinterfragen, zu fördern und zu schulen. Insbesondere sein eigenes Verhalten isoliert zu betrachten und zu reflektieren erfordert sehr viel Arbeit an sich selbst und auch Zugeständnisse sich selbst gegenüber, sowie eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Mir liegt nicht daran, meine Schüler zu entmündigen indem ich ihnen meinen Weg als einzig wahren erkläre. Vielmehr freut es mich, wenn sie selbständig und &#8220;flügge&#8221; werden und auch mein Handeln bei Unklarheiten hinterfragen. Es zeigt mir, dass sie mitdenken und sich mit dem Gelernten auseinandersetzen. Und letztlich bin auch ich selbstverständlich nicht ohne Fehler und schon gar nicht allwissend. Wer mit mir arbeiten möchte, sollte nicht Perfektion in jeder Lebenslage erwarten. Auch mir hilft Kritik zur Weiterentwicklung.</p>
<p>Kompetenz und Überzeugung hilft auch bei der Beurteilung anderer Trainer, Lehrer und Mitstreiter, sei es nun in der praktischen Arbeit oder in der Perspektive des stillen Beobachters. Nur so ist es möglich, zu einer eigenen Meinung zu finden und sich sachlich und objektiv, aber voller Überzeugung für den richtigen Weg zu entscheiden. Wer dies umsetzen kann, kann von nahezu jeder Begegnung profitieren, da er in der Lage ist, passendes herauszufiltern und unpassendes auszublenden (Fairness und Verständnis des Trainers vorausgesetzt). Er ist in der Lage aus jedweder Situationen zu lernen.</p>
<p>Natürlich freue ich mich auch über eine gewisse Vorbildfunktion, aber ich möchte ermutigen, nicht einfach nur nachzumachen, sondern vor allem nachzudenken. Inspiration kann so viel mehr in Bewegung setzen als bloßes Nachahmen. Es erreicht nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen. Ich sehe mich viel mehr als lehrenden Wegbegleiter und -bereiter, doch den Weg gehen muss jeder für sich alleine.</p>
<p>Und weil auch ich hin und wieder ein wenig Motivation gebrauchen kann, freue ich mich, wenn ihr meine Artikel fleißig kommentiert und eure Meinung da lasst. Schickt ihn an eure Freunde oder teilt ihn auf Facebook, und Twitter, damit wir gemeinsam noch viel mehr Leute erreichen können. Bis zum nächsten Mal, eure Sady</p>
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Wer mit seinem Pferd erfolgreich sein möchte (und damit meine ich jetzt nicht in erster Linie auf sportlicher Ebene) und ein harmonisches, partnerschaftliches Miteinander anstrebt, hat sich ein ehrenwertes Ziel gesetzt, welches vor allem di[...]</itunes:subtitle>
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Wer mit seinem Pferd erfolgreich sein möchte (und damit meine ich jetzt nicht in erster Linie auf sportlicher Ebene) und ein harmonisches, partnerschaftliches Miteinander anstrebt, hat sich ein ehrenwertes Ziel gesetzt, welches vor allem die persönliche Weiterentwicklung voraussetzt. Es bedarf nicht nur der richtigen Anwendung von Fachwissen in der Praxis, sondern vor allem auch sozialer Kompetenzen.
Wer sich ernsthaft mit dem Thema Horsemanship auseinandersetzt, wird schnell feststellen, dass er hier mit bloßer Technik nicht sonderlich weit kommt. Auf der Liste der Eigenschaften, die unsere Entwicklung fördern, steht ganz weit oben die Fähigkeit, Kritik anzunehmen und sein Verhalten zu reflektieren. Kritik ist etwas, was uns sehr häufig begegnet, insbesondere wenn wir uns im Umgang mit dem Pferd mit alternativen Trainingsmethoden beschäftigen. Sie begegnet uns entweder in der offenen Konfrontation mit unseren Mitmenschen, oder wir nehmen sie unbewusst wahr, während sie in Gesprächen oder der Gestik anderer untergebracht ist.
Oftmals wird Kritik von uns als negativ empfunden und wir fühlen uns angegriffen. Natürlich stellt Kritik in gewisser Weise das Hinterfragen unseres Tuns dar, aber nicht immer geht es darum, uns auch von der Gegenseite zu überzeugen. Häufig bekundet Kritik auch das Interesse an dem was wir tun und stellt so für uns nicht nur eine Chance zur Selbstreflexion dar, sondern auch eine Möglichkeit, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und unserem Gegenüber zu mehr Verständnis zu verhelfen.
Dies erfordert jedoch, dass wir hiermit sachlich umgehen und nicht persönlich getroffen und in die Ecke gedrängt reagieren. Der Versuch einer Rechtfertigung aus der Verteidigungsposition heraus kommt oft unnötig aggressiv und persönlich an und zeugt von wenig Verständnis für unseren Diskussionspartner. Verständnis und Akzeptanz sind jedoch wichtig, wenn man Informationen auf der sachlichen Ebene austauschen möchte. So führt dies oft bei unserem Gesprächspartner ebenfalls zu Konfrontation und im schlimmsten Falle sogar zu Ablehnung.


	

Wer sich Kritik gegenüber sieht, sollte zunächst einmal Zuhören und sich die Argumente und Bedenken der Gegenseite anhören. Was möchte unser Gegenüber uns damit sagen und welche Erwartungen hat es? Hier sollte man ruhig genauer nachfragen. Das bekundet Interesse an der Auseinandersetzung und bringt einen in eine argumentativ bessere Position. Manchmal hilft es auch zu erfragen, welche Alternative der Fragende anführen würde. Außerdem gewinnen wir so wertvolle Zeit, die uns hilft, über unser Verhalten nachzudenken, bevor wir dann unserem Gesprächspartner Rede und Antwort stehen. Ausreden lassen und vor dem Antworten Durchatmen kann ebenfalls eine große Hilfe sein.
Für uns kann es außerdem wichtig sein, welchen fachlichen Hintergrund der in Frage stellende hat. Eine respektvolle, selbstreflektierte Antwort und eine sachliche Erklärung beeindruckt mehr als eine laute Argumentation! Zu wissen was man warum tut, hilft selbstsicher zu erklären. Auch muss eine subjektive Ansicht nicht zwangsweise eine fachlich objektive Meinung darstellen.
Man muss also nicht alles argumentieren oder rechtfertigen, manchmal ist es auch angebracht zu sagen &#8220;Vielen Dank für deine Meinung. Ich werde da mal in Ruhe drüber nachdenken. Vielleicht unterhalten wir uns dann später noch einmal darüber!&#8221; Oder in der Art &#8220;Vielen Dank für deine Meinung, aber ich teile diese nicht&#8221;. Hierüber lässt sich deutlich machen, dass man den anderen zwar respektiert (ganz egal, ob man nun dessen Handlungsweise gut findet oder nicht), aber an dieser Stelle anderer Ansicht ist. Das zeugt von Stärke und Selbstbewusstsein und sieht ganz und gar nicht nach &#8220;Flucht nach vorn&#8221; aus. Die Bildung eines &#8220;Stuhlkreises&#8221; bringt einen eben nicht immer weiter.
Auch ist der eigene Weg ganz sicher nicht für jeden der richtige. Es ist in Ordnung eine andere Meinung zu haben, solange sie sich gut und[...]</itunes:summary>
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		<title>Dominanz und Zirkuslektionen?</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 00:11:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zirkuslektionen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Immer wieder wird in Verbindung mit Zirkuslektionen, insbesondere bei den Übungen zu Boden, von Dominanz gesprochen. Die Lektionen würden helfen, die Rangordnung zwischen Mensch und Pferd zu klären bzw. die Rangfolge weiter unterstreichen. Diese These, vor allem auch in Verbindung mit Hilfsmitteln zum Erlernen von Zirkuslektionen wie z. B. der Beinlonge (der Einsatz der Fußlonge kann sinnvoll sein, <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/bodenarbeit/20120131/1391">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
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	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1251__320x240_liegen3.jpg" alt="Vertrauensvolles Liegen" title="Vertrauensvolles Liegen" />
</a>
Immer wieder wird in Verbindung mit Zirkuslektionen, insbesondere bei den Übungen zu Boden, von Dominanz gesprochen. Die Lektionen würden helfen, die Rangordnung zwischen Mensch und Pferd zu klären bzw. die Rangfolge weiter unterstreichen. Diese These, vor allem auch in Verbindung mit Hilfsmitteln zum Erlernen von Zirkuslektionen wie z. B. der Beinlonge (der Einsatz der Fußlonge kann sinnvoll sein, dies ist keine Kritik an der Fußlonge an sich), führt leider regelmäßig zu unschönen Szenarien bei der Arbeit. Doch nicht nur körperliche Auseinandersetzungen (und dazu gehört bei den Zirkuslektionen generell auch die Ausübung von Zwang) können hierbei zu einem falschen Verständnis führen, vor allem das dem Sinn der Zirkuslektionen völlig konträre Gedankengut vermittelt ein ganz falsches Bild von der Zusammenarbeit mit dem Partner Pferd. Der Mißbrauch des Vertrauens durch falsch verstandene Trainingsmethoden führt eher zu einem gestörten Verhältnis zum Menschen, anstatt die Beziehung zu ihm zu vertiefen. So kann selbst die enge Zusammenarbeit zwei Partner noch weiter auseinanderbringen.</p>
<p>Zirkuslektionen fördern das Verständnis zwischen Pferd und Mensch und richtig angewendet sind sie eine hervorragende Beziehungsarbeit. Sie können sogar Therapie sein, wenn Pferde sich schwer tun, dem Menschen zu vertrauen oder erst wieder lernen müssen, zu lernen. Dies setzt allerdings voraus, dass sich auch der Mensch zunächst von Erfolgswunsch und Zeitdruck verabschiedet und sich für neue Ansätze im Pferdetraining frei macht.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/gemischtes_1/kompliment.jpg" title="Das Kompliment steht zu Beginn der zirzensischen Ausbildungsskala" class="thickbox" rel="singlepic1250" >
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</a>
Auf Basis des natürlichen Lernverhaltens können mit viel Lob, welches systematisch! eingesetzt wird, und Verständnis für das Verhalten des Pferdes ganz neue Wege gegangen werden. Neben vielen weiteren, positiven Aspekten der Zirkusarbeit fördert diese die Freude am Lernen und Miteinander.</p>
<p>Dominanz und Rangordnungsklärung haben meiner Ansicht nach in der Zirkusarbeit keinen Platz. Einem Pferd über die zirzensische Arbeit seinen Platz an der Seite des Menschen zu erklären, wird nicht zu einer harmonischen Mitarbeit führen. Bei diesen meiner Meinung nach falschen Motiven, werden hier selbst unter &#8220;fachkundiger&#8221; Leitung nur zweifelhafte Ergebnisse erzielt werden. Aber auch die Arbeit mit Futter kann hier schnell brenzlig werden, wenn das Pferd den Menschen nicht als Partner anerkennt. Die Zirkusklektionen dienen hier dann lediglich dem Selbstzweck, da bei Gegenwehr des Pferdes kaum von einem gymnastischen Teilerfolg gesprochen werden kann; die Muskulatur arbeitet hier oft gegenläufig.</p>
<p>Aus diesem Grund ist eine solide Basis am Boden und die grundsätzliche Klärung von Respekt und Kommunikation vor dem Beginn der zirzensischen Arbeit unverzichtbar. Nur dann können Zirkuslektionen Ihrem eigentlichen Sinn dienlich sein.</p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		<title>Clickertraining trifft Natural Horsemanship</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120123/clickertraining-versus-natural-horsemanship</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 16:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>
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		<description><![CDATA[<p> Ich möchte euch schon mal vorwarnen, heute wird es lang – sehr lang. Lest den Artikel wenn ihr grade Zeit und Lust habt, euch auch mit dem Thema zu beschäftigen. Ich weiß, ich war noch nie ein Kind weniger Worte, aber eine Anschauung, eine Trainingsphilosophie, lässt sich leider nicht in wenigen Sätzen erklären. Sie lässt sich auch selten <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120123/clickertraining-versus-natural-horsemanship">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
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	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1366__320x240_06.jpg" alt="Tarek und Sady" title="Tarek und Sady" />
</a>
Ich möchte euch schon mal vorwarnen, heute wird es lang – sehr lang. Lest den Artikel wenn ihr grade Zeit und Lust habt, euch auch mit dem Thema zu beschäftigen. Ich weiß, ich war noch nie ein Kind weniger Worte, aber eine Anschauung, eine Trainingsphilosophie, lässt sich leider nicht in wenigen Sätzen erklären. Sie lässt sich auch selten „ausdiskutieren“ und überhaupt nur schwer diskutiere. Manchmal lässt sie sich auch nur sehr schwer erklären, da sie etwas sehr persönliches und individuelles ist, die jeder mit sich selbst vereinbaren muss. Das hat sicher auch damit zutun, dass ich  Ich möchte heute über das Thema Natural Horsemanship und Clickertraining schreiben. Ein Thema, auf das ich oft angesprochen werde, da ich schon seit vielen Jahren, meiner Meinung nach recht erfolgreich, in beiden Lagern unterwegs bin. Ich stehe gewissermaßen schon immer zwischen den Stühlen und das hat es mir nicht immer leicht gemacht, da man sehr schnell in Schubladen gesteckt wird – auch wenn man in keine eindeutige Schublade passt. Oftmals wird dies als unstet aufgefasst und natürlich buße ich oft auf beiden Seiten „Kompetenz“ ein, denn gedanklich sind beide Arbeitsweisen für viele sehr weit entfernt und überhaupt nicht miteinander zu vereinbaren. Dabei finde ich persönlich, dass eine Methode bzw. Arbeitsweise, die einen Anspruch auf alleinige Allgemeingültigkeit erhebt (&#8220;Es geht nur so!&#8221;), sich in gewisser weise sogar selbst disqualifiziert, weshalb ich mich auch aus Prinzip auf kein System festlegen werde. Während „die Clickerer“ sagen ich zwinge mein Pferd zur Leistung, sagen die Verfechter des Natural Horsemanship oftmals, ich besteche es und beide sagen &#8220;Du, du, du, das macht man nicht &#8230;&#8221; <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Glücklicherweise versuche ich in erster Linie meinem Pferd die Entscheidung zu überlassen, ob man etwas macht oder besser sein lässt. Ich schreibe also heute mal sehr umfassend meine Gedanken zu diesem Thema auf und freue mich, wenn ihr diesen Text lest und auf euch wirken lasst. Den Anspruch auf Vollständigkeit, Allgemeingültigkeit und Richtigkeit erhebe ich dabei ausdrücklich nicht!</p>
<p>Die Idee des Clickern ist, das Training auf einer freiwilligen Basis zu gestalten, keinerlei Druck anzuwenden und Verhalten möglichst nur auf positiver Bestärkung herauszuformen. Das ist eine tolle Sache, denn schließlich lernen wir alle am besten, wenn wir etwas selbst erarbeiten und für das Ergebnis und die Zwischenergebnisse möglichst viel belohnt werden und zwar mit etwas, was wir wirklich gern tun! Und natürlich arbeiten wir Menschen, weil wir das Geld zum Überleben brauchen. Für uns ist das weitestgehend &#8220;natürlich&#8221;. Es ersetzt im weitesten Sinne unsere Ambitionen, nach etwas essbarem zu suchen, was wir zum Leben benötigen, so ist unsere &#8220;Evolution&#8221;. Haben wir Geld, haben wir oftmals weniger Sorgen, unser Leben zu gestalten. Geld ist in unseren Breitengraden &#8220;Komfort&#8221;. Selbstverständlich freue ich mich auch über nette Worte oder eine nette Geste, aber diese hilft mir letztlich nicht, zu überleben &#8211; ohne kann ich aber auch nicht <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Bei Kindern ist es weniger materialistisch, für diese hat Lob in Form von Gesten und verbaler Bestätigung einen viel höheren Stellenwert, sie müssen sich noch nicht ums Überleben sorgen.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/03.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1363" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1363__320x240_03.jpg" alt="Tarek und Sady" title="Tarek und Sady" />
</a>
Ganz ähnlich ist das bei den Pferden. Die Suche nach Futter ist so ziemlich das natürlichste, was im Leben eines Pferdes passiert. Die meiste Zeit verbringt das Pferd damit, nach Futter zu suchen. Die Belohnung dafür, ist das Finden von Futter. Das ist eine ganz subtile Rechnung. Anders funktionieren Verhaltensmuster nicht, denn so funktioniert Lernen. Es ist eine Konditionierung, genauso wie das junge Pferd Verhaltensweisen und Gesten einzuschätzen lernt durch Erfahrung.</p>
<p>Was liegt also näher als das Pferd mit etwas zu belohnen, was es wirklich braucht &#8211; Futter. Futter ist ein primärer Bestärker, da das Pferd nicht lernen muss, dass Futter eine Bestärkung darstellt, eine Belohnung, während Handlob und Stimmlob in der Regel konditioniert wurden, in dem im Moment des Lobens kein Druck ausgeübt wird und das Pferd Ruhe erhält oder ggf. sogar der Druck nachlässt. Futter suchen und Futter finden und damit Bestätigung erhalten erfolgt nun in einem stetigen Wechseln, hier ist der Zeitpunkt der Belohnung nicht wichtig. Möchten wir aber in unserer täglichen Arbeit mit Futter belohnen, dann spielt der Zeitpunkt eine sehr große Rolle. Hier geht es manchmal um Zehntelsekunden. Das Lob muss in genau dem Moment kommen, in dem das Verhalten richtig ist. Nur mit Futter ist uns das nicht möglich, deshalb ist es wichtig, dass wir eine Möglichkeit schaffen, den richtigen Moment zu markieren. Dies können wir mittels des Clickers, oder aber auch mittels eines anderen Markersignals wie Lobwort oder Zungenclick schaffen. Etabliert wird dies, indem wir wiederholt den Clicker als Marker einsetzen in Kombination mit einer leichten Lernaufgabe, wie z. B. dem Berühren eines Gegenstandes. Man nennt das auch den Clicker laden. Im Hundetraining wird das oft über die bloße Wiederholt von Click und Belohnung gemacht, das lehne ich aber ab. Ich möchte nicht nur, dass mein Pferd weiß, dass der Click die Belohnung ankündigt, sondern ich möchte vor allem auch dass das Pferd lernt, dass nur richtiges Verhalten zu Click und Click zu Belohnung führt, keine Belohnung ohne Leistung. Daher ist die Konditionierung für mich eine fortlaufende Erfahrung und die Wirkung verstärkt sich im Laufe des Trainings über einen längeren Zeitraum. Deshalb fangen Pferde, insbesondere welche, die vorher nicht mit Futter gearbeitet worden sind, auch anfangs an zu betteln, bis sie das Prinzip verstanden haben. Dem kann man außerdem entgegenwirken, in dem man gezielt Übungen zur Futterdisziplin (wichtig) mit aufnimmt.</p>
<p>Der Clicker wird mittels klassischer Konditionierung etabliert. Vielleicht kennen einige von euch Iwan Pawlow, der als einer der ersten über Konditionierung schrieb. Mittels klassischer Konditionierung wird ein unbedingtes, also nicht willentlich beeinflussbares Verhalten mit einem Signal verknüpft, so dass das Signal später das Verhalten hervorruft. Pawlow beobachtete dies, als er vor der Fütterung seiner Hunde ein Glockensignal erklingen ließ und später das Signal ausreichte, um den Speichelfluss der Hunde anzuregen. Der Glockenklang weckte eine Erwartungshaltung beim Hund. Bei Pferden kann man das zum Beispiel gleichsetzen mit dem Futterwagen, der morgens hörbar ist, bevor es Futter gibt.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/02.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1362" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1362__320x240_02.jpg" alt="Tarek und Sady" title="Tarek und Sady" />
</a>
Die Verknüpfung des Clickers mit dem Futter löst also eine Erwartungshaltung beim Pferd aus, führt sogar dazu, dass das Clicken im ersten Moment gleichwertig ist mit der Belohnung, die darauf folgt. Das Pferd fühlt sich in dem Moment bestärkt, in dem der Click (oder Lobwort etc.) ertönt, weil es weiß, dass auf das Clicken eine Belohnung erfolgt.  Wir können uns also ein wenig mehr Zeit lassen, das Pferd zu füttern. Ein großer Vorteil. Ohne eine akustische Ankündigung des Lobes oder einer verbalen Bestätigung müsste das Futter möglichst exakt in dem Moment kommen, wo das Verhalten richtig ist. Die theoretischen 2 bis 3 Sekunden, die das Pferd das Futter noch mit &#8220;richtig&#8221; in Verbindung bringt funktionieren nur, wenn das Pferd gedanklich noch bei der gleichen Sache ist wie wir. Für den Clicker spricht hier übrigens die absolute Einzigartigkeit dieses Signals, was sich eigentlich immer von anderen akustischen Reizen abhebt, während die Stimme oftmals viel zu unbedacht eingesetzt wird. Es erfordert deutlich mehr Konsequenz und Selbstbeherrschung mit Lobwort zu arbeiten, ist aber dennoch unkomplizierter als mit Clicker.</p>
<p>Im Hundesport wird der Clicker nur hin und wieder geladen und ansonsten die Belohnung durch den Click ersetzt. Ich lehne das ab. Erstens funktioniert dies ohnehin nur eine Weile und zweites, sinkt für das Pferd die Zuverlässigkeit des Clickersignals. Es ist ungefähr so, als würde euer Chef zu euch sagen &#8220;Wenn ihr euren Job richtig gut macht, bekommt ihr am Ende des Monats vielleicht! euer Gehalt. Das hört sich von vorneherein schon mal nicht so gut an wie &#8220;Mach deinen Job und ich bezahle dir deine Leistung gut!&#8221;. Wir alle wissen, dass in unserer Gesellschaft die Zahlungsfähigkeit immer weiter eingeschränkt ist. Spätestens, wenn wir unser Gehalt einmal nicht bekommen, obwohl wir uns wirklich so sehr angestrengt haben, sinkt die Motivation. Bei Pferden ist dies genauso. Das zuverlässige Versprechen, dass auf das Click Lob erfolgt, ist maßgeblich für die hochgradige Motivation des Pferdes und auch für die Höflichkeit, also das Nicht-Betteln, verantwortlich.</p>
<p>Ein weiterer Grundgedanke des Clickertrainings ist, die Anforderungen stets so niedrig zu halten, dass das Pferd diese auf jeden Fall erfüllen kann, das finden des &#8220;Kleinsten, gemeinsamen Nenners&#8221;. Berücksichtigt man dies, so kann man wirklich sehr viel mit positiver Verstärkung arbeiten, also wirklich nur Verhalten aufgreifen, die das Pferd anbietet und daraus das richtige, gewünschte Verhalten herausformen &#8211; Schritt für Schritt. Für jede Idee in die richtige Richtung wird das Pferd belohnt, so lange, bis das Pferd diese Gedanken weiterverfolgt. Clickt man in hoher Frequenz zuverlässig das richtige Verhalten und zögert den Click dann hinaus, wird das Pferd angeregt, nach einer anderen Lösung zu suchen, so dass man hier in der Regel einen Fortschritt erwarten kann, sofern dieser nicht ohnehin schon vorhanden war. Verhalten, welches auf diese Art und Weise erarbeitet wurde, wird sehr zuverlässig gezeigt bis hin zu einer hundertprozentigen Erfolgsquote, sofern das Tier auch ansonsten ausschließlich positiv bestärkt wird. Auf diese Weise bildet man zum Beispiel &#8220;Minensuchratten&#8221; aus, da diese leicht genug sind, die Minen aufzuspüren, ohne dass diese auslösen. Würde man ein solches Tier ausbilden über negative Verstärkung oder/und Druck, bestünde immer das Risiko, dass das Tier das Verhalten verweigert oder zumindest zögert. Ein Tier, welches aber gelernt hat, dass das richtige Verhalten belohnt wird, hat keinen Grund, dieses Verhalten zu verweigern, denn nur so erhält es eine für sich erstrebenswerte Belohnung.</p>
<p>
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	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1367__320x240_free.jpg" alt="Tarek und Sady" title="Tarek und Sady" />
</a>
Lernen dient immer der Optimierung des eigenen Zustandes. Ein Pferd tut Dinge immer nur aus zwei Gründen: weil es etwas Positives erwartet oder weil es etwas Negatives vermeiden möchte. In beiden Fällen wird das Pferd für sein Verhalten bestärkt werden. Die Frage, um die sich die Diskussion um Horsemanship oder Clickertraining dreht ist also nur, welche der beiden Varianten ist pferdegerechter bzw. natürlicher &#8211; vermeintlich. Im Falle der positiven Bestärkung wird das Pferd belohnt, in dem es etwas für sich erstrebenswerteres (Futter) erhält. Im Falle der negativen Verstärkung lernt das Pferd, in dem es etwas für sich Unangenehmes vermeidet (Diskomfort oder Druck).</p>
<p>Nun ist die Frage für mich, ist das Wegnehmen von aufgebrachtem Druck wirklich eine Belohnung für das Pferd? Ist das Herstellen einer selbstverständlichen Situation (kein Aufkommen von Stress, Ruhe, Komfort, Harmonie) wirklich eine für das Pferd erstrebenswerte Belohnung oder setzen wir das Pferd nicht nur unnötig unter Druck? Denn wir sind uns ja einig, dass wir alle möchten, dass unser Pferd uns gern hat und wir so wenig Druck wie möglich ausüben möchten. Selbstverständlich möchte das Pferd Druck und Stress vermeiden, genau dies tut es in der Herde auch, deshalb funktioniert das Zusammenspiel innerhalb der Herde so gut. In der Herde hat das Pferd jedoch immer auch die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie viel Druck es sich aussetzt, während es in der Arbeit mit uns diese Entscheidung uns überlassen muss. Wir stellen also eine künstliche, von uns geschaffene Situation her und setzten das Pferd einem von uns gemachtem Druck aus um eine richtige Reaktion des Pferdes mit dem Entfernen von Druck zu bestätigen. Dies ist sehr punktgenau, da die Bestätigung durch das Wegnehmen des Druckes in exakt dem Moment erfolgen kann, in dem das Pferd richtig reagiert. Das richtige Verhalten wird auch hier markiert &#8211; in diesem Fall durch die Änderung unseres Verhaltens selbst. Das funktioniert prima, denn das Pferd kennt diese Arbeit ohne Frage aus der Herde. Das Grundprinzip des Natural Horsemanship oder der negativen Verstärkung als Teil der operanten Konditionierung.</p>
<p>Der Vorteil der Arbeit mit negativer Bestärkung, dass diese für den Menschen vielfach leichter zu erlernen ist, da sie uns alltäglicher ist, es ist für den Menschen auf jeden Fall &#8211; meiner Meinung nach &#8211; oft der einfachere Weg, auch, weil er kein so großes Umdenken erfordert. Ich weiß, damit mache ich mir nicht in jedem Fall Freunde und ich möchte, dass dies bitte keiner persönlich nimmt. Es ist völlig in Ordnung eine eigene Ansicht der Dinge zu haben. Der Grundgedanke beider Methoden ist durchaus konträr, aber es gibt Wege, hier parallelen zu schaffen, in der sich beide Arbeitsweisen hervorragend ergänzen. Dieser Weg ist oftmals weder von der einen Partei, noch von der anderen Partei zu verstehen, weil es beiden Seiten schwer fällt, Kompromisse einzugehen. Das ist für mich sehr verständlich, denn in beiden Fällen sind die Motive wirklich ehrenhaft und damit ein Stück weit unanfechtbar. Während Natural Horsemanship für sich beansprucht, das Leben für das Pferd so natürlich wie möglich zu gestalten, lehnt das Clickertraining jegliche Form von Druck ab &#8211; einen Mittelweg kann es also nur geben, wenn man die eigene Definition in Frage stellt bzw. diese überdenkt.</p>
<p>
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	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1370__320x240_liegen.jpg" alt="Tarek und Sady" title="Tarek und Sady" />
</a>
Ich stimme grundsätzlich überein, dass das Pferd lernen muss, mit uns zusammenzuarbeiten, dass wir also um das Herstellen dieser künstlichen Herdenzusammenstellung mit oftmals (von uns) gewünschter, linearer Hierarchie nicht herumkommen. Ich bin auch der Ansicht, dass nicht jedes Verhalten mit positiver Verstärkung erarbeitet werden kann bzw. muss und das es tolerabel ist, ein Pferd mit negativer Verstärkung auszubilden und dabei auch zeitweise ein gewisses Stresslevel bei der Arbeit zu tolerieren. Wichtig ist mir jedoch, den Grundgedanken in der positiven Grundstimmung zu sehen, die wir mit dem Pferd haben. Es muss also eine gewisse Ausgewogenheit bestehen zwischen der Arbeit mit positiver und negativer Bestärkung. Das Pferd sollte immer eine faire Chance haben richtig zu reagieren, bevor wir auch nur daran denken, tatsächlich Druck auszuüben.</p>
<p>Ich kann den Druck sehr niedrig halten und warten, bis das Pferd richtig reagiert um das richtige Verhalten dann zu bestärken. Im übertragenen Sinne kann ich zum Beispiel das Hinterhandweichen erarbeiten, in dem ich einen durchaus unangenehmen, aber nicht schmerzhaften Reiz ausübe und dieses sehr niedrige Niveau aufrecht erhalte, bis das Pferd weicht. Auch das wäre eine negative Verstärkung, da hier (wenig) Druck die Vorstufe von viel Druck ist und ohne Zweifel der Gedanke, Druck auszuüben die Grundidee ist. Arbeite ich mit dem Clicker, kann ich hier ansetzen und in genau dem Moment zusätzlich bestärken, in dem das Pferd richtig reagiert. Ich clicke in dem Moment, in dem das Pferd richtig reagiert und ich den Druck wegnehme und bestärke das Verhalten danach zusätzlich mit Futter. Das macht aus der negativen Bestärkung keine positive Bestärkung, aber mit Sicherheit eine positive Erfahrung für das Pferd. Ganz deutlich muss man hier darauf hinweisen, dass diese Vorgehensweise dem Grundprinzip des Clickertrainings, die Arbeit mit Druck auszuschließen, wiederspricht, weshalb es von einigen Clickerern als Missbrauch des Clickers angesehen wird. Ich möchte auch nicht abstreiten, dass der Clicker damit vielleicht einen anderen Stellenwert in den Augen des Pferdes bekommt, da er nicht mehr ausschließlich positiv konditioniert wird. Meine Erfahrung hat aber gezeigt, dass es dennoch hervorragend funktioniert &#8211; allerdings nur, wenn die Grundhaltung ist, sowenig Druck wie möglich auszuüben und dennoch auch Dinge mit positiver Verstärkung zu erarbeiten. Erhöht man den Druck erzeugt dies Stress beim Pferd und es schüttet Adrenalin aus. Diese Ausschüttung von Stress verhindert die Ausschüttung von Dopamin, dem Glückshormon, welches bei der Arbeit mit Clicker und Futter unter anderem einer der Erfolgsgaranten ist. Würde man den Clicker also nur mit negativer Verstärkung nutzen und hierbei hohen Druck ausüben oder sogar Strafen, weil das Pferd die Übrung nicht ausführt, würde man nicht nur den Sinn in Frage stellen, sondern auch nicht von den sehr positiven Eigenschaften und der herausragenden Motivation des Clickertrainings profitieren können. Die Dopaminroduktion wird sozusagen mit der Produktion von Adrenalin überschrieben. Insofern ist dies schon aus wissenschaftlicher Sicht nicht sinnvoll.</p>
<p>
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</a>
Auch im Natural Horsemanship sollte unser Bestreben darin liegen, dem Pferd &#8220;die Regeln&#8221; unseres Zusammenseins zu erklären, im Detail sprechen wir hier von der Rangordnung, ich spreche gerne von Autorität. Autorität bedeutet auch Verlässlichkeit, Aufschauen, (freiwilliger) Anschluss, Vertrauen und gegenseitiger Respekt, Akzeptanz &#8211; die Synergie einer Herde, unserer Herde. Qualitäten, die die Beziehung auch beiderseits beeinflussen und sowohl seitens des Pferdes, als auch des Menschen, gleichermaßen erstrebenswert sind. Und auch Qualitäten einer guten Führungskraft, keines Herrschers. Wir kennen unsere Welt besser als unsere Pferde und bei entsprechender Beziehung wird das Pferd im Zweifel erst einmal nachfragen, ob alles ok ist oder ob es jetzt Zeit ist zu flüchten. Hier macht es schon Sinn dem Pferd erklären zu können, zu unserer Sicherheit ggf. auch mal mit etwas Nachdruck, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt zum Flüchten ist, sondern dass wir aufpassen können, dass es sich uns anvertrauen kann. Welch Instabilität der Beziehung, die außerhalb der Weide nun einmal vorrangig dadurch bestimmt ist, dass wir den Weg bestimmen, wenn wir in einem solchen Moment sagen &#8220;sorry, keine Ahnung ob der Säbelzahntiger da hinten gefährlich ist, was denkst du? Vielleicht solltest du selbst entscheiden, ob du flüchtest oder bei mir bleibst, aber ich komm schon klar ohne dich, also lauf ruhig!&#8221;</p>
<p>Meine Erfahrung zeigt, dass dies nicht von heute auf morgen geschieht, sondern eine Entwicklung ist, die vor allem auch damit zu tun hat, wie wir uns selbst entwickeln &#8211; dazu zählen vor allem auch unsere Erfahrungen darin, wie wir Pferde lehren und durch die zunehmenden Erfolgserlebnisse souveräner im Umgang werden. Wir konditionieren das Pferd, wir lehren unser Pferd darin, wie es sich mit uns zu verhalten hat und welche Verhaltensweisen gewünscht sind. Angefangen zum Beispiel damit, dass wir dem Pferd die Bedeutung von Halfter, Strick und Geführtwerden erklären &#8211; dazu gehört auch unsere Position zum Pferd. Dies alles geschieht anhand von Versuch und Irrtum. Versuch und Irrtum kann man nun sehr weitreichend auslegen und schon wieder könnten wir hier eine Grundsatzdiskussion beginnen. Ich kann dem Pferd erklären, dass ein Verhalten richtig ist in dem ich das richtige Verhalten lobe und es dazu bringe, dieses Verhalten wiederholt zu zeigen. Ich kann aber auch einem Pferd den richtigen Weg erklären, in dem ich Druck ausübe und diesen in dem Moment unterlasse, in dem das Pferd das richtige Verhalten zeigt. Wende ich den Druck zielführend an und hat das Pferd eine entsprechende Ausbildung, wird das Pferd sehr schnell verstehen, was gewünscht ist, so dass es immer weniger Druck braucht, bis es das richtige Verhalten zeigt. Im schlimmsten Fall könnte ich das Pferd sogar Strafen, wenn es sich falsch verhält &#8211; dann müsste ich aber darauf hoffen, dass das Pferd das richtige Verhalten selbst errät, denn Strafe erklärt dem Pferd leider nicht, welches Verhalten gewünscht ist (Ich denke nicht, dass diese Methode ernsthaft in Erwägung gezogen wird &#8230;).</p>
<p>
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	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1365__320x240_05.jpg" alt="Tarek und Sady" title="Tarek und Sady" />
</a>
Die Grenzen zwischen positiver und negativer Verstärkung sind so gering, dass sie teilweise verschwimmen. Auch aus einem negativ verstärkten Verhalten kann man ein gewünschtes Verhalten formen. Wenn man dies richtig macht, erhält man im besten Fall ein neutrales Signal, welches vom Pferd nicht (mehr) mit Druck assoziiert wird. Es wird kein Druck benötigt, um das Verhalten abzurufen, es reicht ein Signal zur Ausführung und das richtige Verhalten kann man auch hier wunderbar durch Click und Belohnung bestärken und Erhalten. Was spricht auch dagegen dem Pferd mit bestimmter Höflichkeit zu sagen, bitte Abstand zu halten und hier das richtige Verhalten zu loben? Es ist wie der Unterschied zwischen &#8220;Kannst du bitte zur Seite gehen&#8221; und &#8220;Verschwinde, ich will durch&#8221; eine Frage des eigenen Verständnisses von Fairness und Höflichkeit und in gewisser Weise auch Demut und Achtung vor dem Wesen Pferd.</p>
<p>Fairness heißt aber auch, bereit sein, umzudenken und den Blick über den Tellerrand zu wagen. Ich freue mich, dass die Toleranz auf beiden &#8220;Lagern&#8221; stetig wächst und dazu führt, dass gute Arbeit mit dem Pferd nicht mehr nur durch Definitionen bewertet wird. Einen guten Horseman macht nicht aus, ob er einen Clicker in der Hand hat oder nicht, ob er mit Stick oder Gerte arbeitet, sondern ob er gedanklich in der Lage und so flexibel ist, nicht aufgrund seiner eigenen Ideale zu entscheiden, sondern auf das Pferd zu hören und in Rücksprache mit ihm nach der richtigen Idee zu suchen.</p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Entstehung des Clickertrainings</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 21:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Den Grundstein der Ausbildung von Tieren über Konditionierung legte 1938 der amerikanische Forscher B.F. Skinner. In der sogenannten Skinner-Box untersuchte er zusammen mit seinen Schülern das Lernverhalten von Tieren. Dies geschah mit Hilfe von Futterautomaten, wie die Tiere auf die regelmäßige Gabe von Futter reagierten. Als eines der Futtermagazine klemmte, stellte man fest, dass die Tiere sich verhielten, als <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120117/die-entstehung-des-clickertrainings">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Grundstein der Ausbildung von Tieren über Konditionierung legte 1938 der amerikanische Forscher B.F. Skinner. In der sogenannten Skinner-Box untersuchte er zusammen mit seinen Schülern das Lernverhalten von Tieren. Dies geschah mit Hilfe von Futterautomaten, wie die Tiere auf die regelmäßige Gabe von Futter reagierten. Als eines der Futtermagazine klemmte, stellte man fest, dass die Tiere sich verhielten, als hätten sie Futter bekommen. Das &#8220;Click&#8221; des Automaten war klassisch konditioniert worden und zumindest für einige Zeit quasi gleichbedeutend mit der Gabe des Futters.<br />
Die ersten praktischen Anwendungen fanden bereits in den frühen 40er Jahren statt. Einen Beleg dafür liefert zum Beispiel der Film &#8220;Patient like the Chipmunks&#8221;, in dem ein Hund offensichtlich mit einem Clicker trainiert wurde. 1943 gründeten ehemalige Schüler von B.F. Skinner die Firma &#8220;Animal Behavior Enterprise&#8221;, in der Tiere für Film und Fernsehen ausgebildet wurden.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/dolphin.jpg" title="Delfintraining mit positiver Verstärkung" class="thickbox" rel="singlepic1361" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1361__320x240_dolphin.jpg" alt="Delfintraining mit positiver Verstärkung" title="Delfintraining mit positiver Verstärkung" />
</a>
In den 60er Jahren hielt das Clickertraining Einzug in den Ozeanarien, wobei es in erster Linie um das Training von Delphinen ging. Hier versuchte man diese Tiere zu dressieren und ihnen Kunststücke beizubringen, was anfangs auch über die herkömmlichen Methoden der Zirkustrainer gelang. Allmählich wurde es jedoch anspruchsvoller und schwieriger, die Tiere zu trainieren. Wenn sie genug hatten, schwammen sie einfach weg. Wie also trainiert man Tiere, die sich ganz einfach unserem Einfluss entziehen können? Man versuchte einiges, bis man sich dann auf Verhaltensforschung bezog und begann, die Tiere mittels operanter Konditionierung zu trainieren. Karen Pryor verband die positive Bestärkung mit einem Markersignal (sich beziehend auf die Versuche von B.F. Skinner) und erzielte bahnbrechende Erfolge. Die Tiere lernten ein Signal, welches immer dann ertönte, wenn sie etwas richtig machten und sie darauf hinwies, dass es jetzt eine Belohnung geben würde. Man hatte eine Möglichkeit gefunden, die Tiere über eine Distanz hinweg zu bestärken und schlussendlich zu belohnen, so dass sie ihr Verhalten mit etwas positivem in Verbindung brachten. Sie lernten, das Lernen Spaß macht und hatten so keinen Grund mehr, sich der Einwirkung der Trainer zu entziehen, sie blieben freiwillig.</p>
<p>Zwischen 1950 und 1980 folgten einige Veröffentlichungen zum Thema Tierausbildung, insbesondere auch Hundeausbildung, richtig populär wurde das Clickertraining jedoch erst, als Karen Pryor ihre Erfahrungen mit der operanten Konditionierung (und auch mit dem Clicker) in einem Buch niederschrieb. Ihr Buch &#8220;Dont&#8217;t shoot the dog&#8221; wurde ein Bestseller und gilt noch heute als Referenzwerk für das Training von Tieren. Sie trug im Wesentlichen dazu bei, dass das Clickertraining auch bei anderen Tierarten eingesetzt wurde, zuerst bei Hunden und nun in den letzten Jahren, schätzen auch immer mehr Pferdetrainer das Training mit dem Clicker.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weitere Artikel dieser Reihe:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Zwangloses Pferdetraining mit dem Clicker" href="http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120117/zwangloses-pferdetraining-mit-dem-clicker"><strong>Zwangloses Pferdetraining mit dem Clicker &#8211; Was ist eigentlich Clickertraining?</strong></a></li>
</ul>
<p><em><strong>Achtung: Dies ist nur ein Teil einer Reihe von Artikeln, nämlich der erste davon <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Der Rest folgt in den nächsten Tagen &#8230;</strong></em></p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zwangloses Pferdetraining mit dem Clicker</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120117/zwangloses-pferdetraining-mit-dem-clicker</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 14:16:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Immer mehr Menschen interessieren sich für Alternativen zur konventionellen Ausbildung von Pferden. Der partnerschaftliche und faire Umgang mit dem Pferd steht heute für viele an erster Stelle. Es bewegt sich was in der Pferdeszene. Während früher oft nur die Leistung und der Erfolg des Pferdes oberste Priorität hatten, steht heute für viele die Freundschaft und die Freude mit <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120117/zwangloses-pferdetraining-mit-dem-clicker">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/img_7118.jpg" title="Harmonisches, partnerschaftliches Miteinander" class="thickbox" rel="singlepic1360" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1360__320x240_img_7118.jpg" alt="Harmonisches, partnerschaftliches Miteinander" title="Harmonisches, partnerschaftliches Miteinander" />
</a>
Immer mehr Menschen interessieren sich für Alternativen zur konventionellen Ausbildung von Pferden. Der partnerschaftliche und faire Umgang mit dem Pferd steht heute für viele an erster Stelle. Es bewegt sich was in der Pferdeszene. Während früher oft nur die Leistung und der Erfolg des Pferdes oberste Priorität hatten, steht heute für viele die Freundschaft und die Freude mit dem Pferd im Vordergrund. Partnerschaft und Vertrauen zwischen Pferd und Ausbilder müssen sich jedoch entwickeln und lassen sich nicht erzwingen.</strong></p>
<p>Mit dem Wissen über das Lernverhalten der Pferde, machen sich nun immer mehr Leute Gedanken darüber, wie sie ihr Pferd möglichst artgerecht, stressfrei und zwanglos trainieren können, so dass auch das Pferd Spaß an der Arbeit hat. Der Schlüssel zu einem zufriedenen und motiviertem Pferd liegt in der Kenntnis dessen Verhaltensweise und Lernverhalten und darin, dieses Wissen auch in der Praxis anzuwenden.</p>
<p>Das Clickertraining bedient sich diesem Wissen und ist so das ideale Mittel, sich mit dem Pferd auf zwanglose und natürliche Art und Weise zu Verständigen und sich so einen partnerschaftlichen und vertrauensvollen Umgang zu erarbeiten.</p>
<h3>Aber was ist denn nun eigentlich Clickertraining?</h3>
<p>Kurz gesagt, ist Clickertraining eine Trainingsmethode mit positiver Bestärkung, also Belohnung, die auf lerntheoretischen Grundlagen beruht. Clickertraining ist also keinesfalls neu, denn die Lerngesetze bestehen schon, seit es Leben gibt. Für mich kommt es auch nicht zwingend darauf an, ob der Lehrende nun einen Clicker in der Hand hat oder nicht. Ich glaube, viele potentiell Interessierte schrecken davor zurück, weil Sie denken, Ihr Umgang mit dem Pferd würde fortan durch eine kleine Plastikbox dirigiert werden. Das kann ich gut verstehen, vor vielen Jahren ging es mir ganz ähnlich. Dabei ist der Clicker selbst nur ein Marker, der sich bei Bedarf durchaus auch ersetzen lässt. Fast genauso gut lässt sich Verhalten mit einem Lobwort oder einem Clickgeräusch mit der Zunge bestärken. Clickertraining ist nichts anderes, als in der Praxis angewandte Lerntheorie – und diese sollte für jeden gelten, unabhängig davon, ob er einen kleinen Plastikkasten in der Hand hält oder nicht.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/clicker01.jpg" title="Der Clicker als Marker &quot;Das, was du getan hast als ich geklickt habe war richtig und dafür werde ich dich belohnen&quot;" class="thickbox" rel="singlepic1358" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1358__320x240_clicker01.jpg" alt="Der Clicker als Marker " title="Der Clicker als Marker " />
</a>
Clickertraining appelliert an die Freiwilligkeit des Pferdes. Das Pferd bietet ein Verhalten an, wir markieren dieses mit dem Clicker in dem Moment, in dem das richtige Verhalten geschieht und belohnen es anschließend. Das Pferd lernt hierüber, dass sich das Verhalten lohnt und wird dieses Verhalten wieder anbieten. Das klassische Beispiel von Motivation.</p>
<p>Häufig ist Pferdeausbildung davon geprägt, dem Pferd zu sagen, was es nicht tun soll. Dies geschieht im schlimmsten Falle über Strafe, die in dem Moment Anwendung findet, in dem das Pferd sich unserer Ansicht nach falsch verhält. Das Pferd hat also keine reelle, faire Chance, hierfür eine richtige Lösung zu finden. Aber auch die Training ausschließlich über (falsch angewandte,) negative Verstärkung, die oftmals mit viel zu viel Druck aufwartet, kann Pferde sauer machen und dazu führen, dass das Pferd aussteigt und sich jeglicher Mitarbeit verweigert. Wir alle kennen solche Situationen aus unserem Leben. Sind wir es nicht selber Leid, dass unser Leben geprägt wird von „Tu dies nicht! Lass das sein! Du machst dieses oder jenes falsch!“? Dass wir in unserem Leben, zum Beispiel in Job und Schule, auch vieles richtig machen, wird selten anerkannt, da wir alle in dieser Gesellschaft dem allgemeinen Tonus von Verboten, Zwang und Druck unterliegen. Schließlich kämpfen wir jeden Tag um unser Bestehen und können uns nicht frei machen vom leistungsorientierten Denken. Dennoch, würden wir mit mehr Lob, Anerkennung und Anleitung den Alltag bewältigen, würde dieser vielleicht nicht in allen Lebenslagen weniger anstrengend sein, in jedem Fall hätten wir aber mehr Spaß an dem, was wir tun!</p>
<p>Clickertraining ist also eine gute Möglichkeit, positive Aspekte in den Vordergrund zu stellen. Es erfordert jedoch vom Trainer, sich von klassischen Ansprüchen erzwungener Leistungen frei zu machen und dem Pferd genügend Zeit zu geben, die Lektionen und Übungen zu verstehen und in individuellem Lerntempo voranzuschreiten. Ihr werdet überrascht sein, dass dies oftmals weniger Zeit in Anspruch nimmt, als wenn man mit herkömmlichen Trainingsmethoden arbeitet. Auch das kennen wir von uns selbst: Themen, die uns interessieren, an denen wir Spaß haben motivieren uns und spornen uns an, uns weiter zu entwickeln. Der Lernstoff ist nicht immer leicht, aber je mehr wir uns damit beschäftigen, desto leichter fällt es uns, desto tiefer sind wir in der Materie und desto größer wird das Verständnis für „die Sache“. Wir haben gelernt, zu lernen!</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/img_7376.jpg" title="Eine Kreativitätspause und forderungsfreie Zeit verbringen kann die Beziehung verbessern!" class="thickbox" rel="singlepic1348" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1348__320x240_img_7376.jpg" alt="Undemanding Time" title="Undemanding Time" />
</a>
Eines ist Clickertraining jedoch zumindest anfänglich nicht: einfach! Clickertraining macht man nicht „einfach mal eben“ und auch nicht nebenbei. Clickertraining heißt zu verstehen, wie Lernen funktioniert und dieses in der Praxis umsetzen zu können. Dies bedeutet also, dass man sich mit dem Wesen Pferd und den funktionellen, lerntheoretischen Grundlagen auseinander setzen muss. Auch die anfängliche Konditionierung auf den Clicker oder Marker erfordert etwas Zeit und ist häufig nichts, was man sich „für nächstes Wochenende“ vornimmt. Es ist eine Entwicklung für beide Seiten, gerade, wenn man vorher ausschließlich konventionelle Trainingsmethoden angewandt hat.</p>
<p>Clickertraining heißt aber auch Spaß am Lernen zu haben und das Wohlgefühl des Lernenden vor die eigenen Ziele zu stellen. Nicht jeder ist bereit dazu, sich selbst zu hinterfragen und sein Verhalten ausreichend zu reflektieren.  Es wäre auch falsch, dies von jedem zu erwarten. Ich kann jeden verstehen, der sagt „der Umgang mit der Plastikbox schreckt mich ab“. Aber wie ich schon sagte, darum geht es an sich auch gar nicht. Wer sich jedoch auf diese Art von Pferdeverständnis und Training einlässt, dem kann ich versprechen, dass er die Beziehung zu seinem Pferd neu erleben wird und vieles, nicht nur im Umgang mit dem Pferd, aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet. Clickertraining ist in jedem Fall eine Bereicherung für Mensch und Pferd.</p>
<p><em><strong>Achtung: Dies ist nur ein Teil einer Reihe von Artikeln, nämlich der erste davon <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Der Rest folgt in den nächsten Tagen &#8230;</strong></em></p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kompromissbereitschaft im Alltag und der Anspruch an die eigene Perfektion</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/umgang-und-verhalten/20120113/kompromissbereitschaft-im-alltag-und-der-anspruch-an-die-eigene-perfektion</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 22:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Wer kennt eine solche Situation nicht? Man ist total inspiriert, man füllt noch mal die letzten Wissenslücken und nimmt sich vor, diese Lektion genau heute auszuprobieren, zu verbessern oder einfach daran zu feilen. Voller Enthusiasmus und Motivation fährt man also in den Stall und spielt in Gedanken noch ein letztes Mal das Szenario durch. Angekommen im Stall putzt <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/umgang-und-verhalten/20120113/kompromissbereitschaft-im-alltag-und-der-anspruch-an-die-eigene-perfektion">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/andersgeplant1.jpg" title="Tarek hatte definitiv einen anderen Plan als ich!" class="thickbox" rel="singlepic1355" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1355__320x240_andersgeplant1.jpg" alt="Tarek hatte definitiv einen anderen Plan als ich!" title="Tarek hatte definitiv einen anderen Plan als ich!" />
</a>
<em><strong>Wer kennt eine solche Situation nicht? Man ist total inspiriert, man füllt noch mal die letzten Wissenslücken und nimmt sich vor, diese Lektion genau heute auszuprobieren, zu verbessern oder einfach daran zu feilen. Voller Enthusiasmus und Motivation fährt man also in den Stall und spielt in Gedanken noch ein letztes Mal das Szenario durch. Angekommen im Stall putzt und sattelt man, führt das Pferd in die Halle, steigt auf und legt los und stellt fest: irgendwas stimmt nicht, irgendwas ist anders.</strong></em></p>
<p>Sorgfältig bereitet man die Lektion vor und merkt schnell, dass das Pferd dazu heute eigentlich gar keine Lust hat oder man es selbst einfach nicht &#8220;gebacken&#8221; kriegt. Ganz offenbar scheint heute nicht der richtige Zeitpunkt für diese Aufgabe zu sein. Dabei wollte man doch heute unbedingt am Schulterherein (oder einer beliebigen anderen Übung <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> ) arbeiten. Und dann versucht man es noch mal und nochmal und vielleicht auch noch mal mit immer dem gleichen Ergebnis, es funktioniert nicht. Dabei hat man doch seiner Meinung nach alles für ein gutes Gelingen getan.</p>
<p>Nun haben wir zwei Möglichkeiten: weiter machen, bis es klappt (und möglicherweise dann doch abbrechen, weil man zu keinem befriedigendem Ergebnis kommt) oder es gleich sein lassen und frustriert abbrechen und ebenso frustriert nach Hause fahren. Aber haben wir wirklich nur die beiden Möglichkeiten? Ich gebe zu, es gab mal eine Zeit, in der ich tatsächlich nur an diese beiden Möglichkeiten gedacht habe und ich könnte wetten, dass es da draußen noch mehr Leute, denen es genauso geht.</p>
<p>Heute nenne ich solche Tage &#8220;Kompromisstage&#8221;. Das Leben läuft selten nach Plan X ab. Oftmals ist es die klügste Entscheidung, einen Kompromiss einzugehen, statt auf die Vollendung zu bestehen. In Kompromissbereitschaft zeigt sich nicht nur die Persönlichkeit einer Führungskraft, sondern auch der gegenseitige Respekt und das Verständnis füreinander, welche in einer Freundschaft ein wichtiges Gut sind. Die Möglichkeiten, sich mit seinem Pferd zu beschäftigen sind so vielseitig und jedes Pferd hat Lektionen, in denen es strahlt und glänzt, ganz ohne dass wir es hier zu besonders hohen Leistungen anspornen müssen. In solchen Momenten der Frustration ist es wichtig, einfach mal durchzuatmen und loszulassen von eigenen Wünschen und Vorstellungen. Ich bin mir sicher, euch werden Dinge einfallen, die genau jetzt genau richtig sind um die Stimmung zu heben. Und dann heißt es, genügsam sein und die Bereitschaft des Pferdes nicht zu sehr herausfordern &#8211; ganz egal, an wem es nun liegt. Für das Miteinander spielt dies ohnehin keine Rolle. Wie immer, Aufhören, wenn man ein für jetzige Verhältnisse gutes Ergebnis bekommt und in beideseitigem Einvernehmen Zufriedenheit vorherrscht.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/andersgeplant3.jpg" title="Die Chance zur Weiterentwicklung nutzen, statt frustriert aufzugeben" class="thickbox" rel="singlepic1357" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1357__320x240_andersgeplant3.jpg" alt="Die Chance zur Weiterentwicklung nutzen, statt frustriert aufzugeben" title="Die Chance zur Weiterentwicklung nutzen, statt frustriert aufzugeben" />
</a>
Die Stunde abzubrechen mit einem schlechten Gefühl auf beiden Seiten trägt nicht zur Verbesserung der Beziehung bei &#8211; und genau das sollte einer unserer Prioritäten im Umgang mit unserem Pferd sein. Die Beziehung zu unserem Freund und Partner Pferd mit jeder Begegnung ein bisschen besser zu machen. Statt frustriert aufzugeben, sollte man also diese Chance zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen.</p>
<p>Natürlich ist es grundsätzlich nicht verkehrt, einen Plan im Kopf zu haben. Aber da wir eben nicht immer gleich funktionieren, genauso wie auch unsere Pferde mal einen &#8220;ganz -andere-Wünsche-Tag&#8221; haben, sollten wir stets bereit und offen dafür sein, die Strategie zu ändern, wenn es nicht nach Plan läuft. Eine wichtige Entscheidung und selten eine Schlechte! Ansonsten gilt: Morgen ist auch noch ein Tag. Und wenn es Morgen auch noch nicht klappt, dann vielleicht nächste Woche, vielleicht auch in einem Moment, den man gerade nicht verplant hat.</p>
<p>Es muss nicht immer alles perfekt laufen und auch bei mir sieht es nicht immer alles schön aus. Auch ich bin manchmal frustriert und schaffe es, zugegeben, auch nicht immer, diese vollständig abzulegen. Daher ist es mir ein Bedürfnis euch zu sagen, dass schlechte Tage völlig in Ordnung sind. Entscheidend ist, wie man mit der Situation umgeht, darin zeichnet sich echtes Horsemanship und tiefes Verständnis aus. Man sollte sich nicht an diesen in unseren Augen nicht perfekten Ergebnissen festhalten, sich deshalb schlecht fühlen oder sich gar rechtfertigen wollen. Man sollte sie akzeptieren, als das was sie sind: eine Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung. Das Leben ist eine Entwicklung im Streben nach der eigenen Perfektion. Wirklich? Klare Ziele und Sinnbilder sind wichtig, aber wer will schon immer und vollständig perfekt sein (müssen)? Ich jedenfalls nicht, obwohl ich mir das hin und wieder auch vor Augen führen muss. Denn wer perfekt ist hat keinen Grund, sich weiter zu entwickeln.</p>
<p>Also, denkt daran, wenn mal wieder etwas nicht so läuft, wie ihr euch das vorgestellt habt!</p>
<p>Eure Sady</p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wissen ist Macht! &#8211; Macht nichts wissen auch nichts?</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/aktuelles/20111227/wissen-ist-macht-macht-nichts-wissen-auch-nichts</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 19:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> In den letzten Tagen hatte ich mal wieder etwas Zeit um mich alten Gewohnheiten zu widmen, dem Lesen von Foren und Anschauen von Fotos und Videos, sowie auch dem „Vergnügen“ beim Lesen der Kommentare darauf zum Beispiel. Das hatte ich schon lange nicht mehr so intensiv getan. Da ich ein sehr empathischer und gefühlvoller Mensch bin, gab mir <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/aktuelles/20111227/wissen-ist-macht-macht-nichts-wissen-auch-nichts">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/wissen-ist-macht-5.jpg" title="&lt;center&gt;Glauben versetzt Berge, Wissen schützt sie davor. &lt;br&gt;(Michael Richter)&lt;/center&gt;" class="thickbox" rel="singlepic1354" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1354__330x240_wissen-ist-macht-5.jpg" alt="Glauben versetzt Berge, Wissen schützt sie davor. (Michael Richter)" title="Glauben versetzt Berge, Wissen schützt sie davor. (Michael Richter)" />
</a>
In den  letzten Tagen hatte ich mal wieder etwas Zeit um mich alten Gewohnheiten  zu widmen, dem Lesen von Foren und Anschauen von Fotos und Videos,  sowie auch dem „Vergnügen“ beim Lesen der Kommentare darauf zum  Beispiel. Das hatte ich schon lange nicht mehr so intensiv getan. Da ich  ein sehr empathischer und gefühlvoller Mensch bin, gab mir das sehr zu  denken, teilweise muss ich sogar gestehen, machte es mich sogar traurig  und wütend.</p>
<p>Ich bewege mich nun schon eine ganze Zeit lang im Internet. Vor weit  über 10 Jahren habe ich mich in meinem ersten &#8220;Forum&#8221; angemeldet, damals  hieß das Ganze noch Newsgroup und war weit entfernt von dem, was sich  heute Forum nennt. Man fand dennoch regen Austausch mit Leuten, die sich  für das Thema interessierten. Inzwischen ist viel Zeit vergangen und  nie war Wissen so leicht zugänglich wie heute &#8211; allerdings auch noch nie  so viel Unwissen. Wer sucht, der findet auch die benötigte Information,  ob diese dann allerdings richtig ist, kann dem Leser jedoch nicht  versichert werden. DASS diese Meinung jedoch die einzig wahre ist, das  wird ihm erst mal suggeriert. Kritisch wird es, wenn der Leser aufgrund  mangelnder Erfahrung und Hintergrundwissen nicht in der Lage ist, die  Informationen auch auszuwerten, anzuwenden und vor allem, auf die  Sinnhaftigkeit zu prüfen. Man erhält so recht schnell ein riesengroßes  &#8220;Stille-Post-Netzwerk&#8221; aus Informationen, von denen man sich manchmal  fragt, wer sich so einen &#8211; entschuldigt bitte &#8211; Blödsinn ausdenkt.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/wissen-ist-macht-3.jpg" title="&lt;center&gt;Die Kenntnisse sind Mittel, um weise zu werden, aber auch, &lt;br&gt; um töricht zu werden, und durch sie wird der innere Mensch &lt;br&gt; entweder geöffnet oder verschlossen und so das Vernünftige &lt;br&gt; entweder ausgebildet oder zerstört. (Emanuel Swedenborg)&lt;/center&gt;" class="thickbox" rel="singlepic1352" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1352__360x270_wissen-ist-macht-3.jpg" alt="Die Kenntnisse sind Mittel, um weise zu werden, aber auch, um töricht zu werden, und durch sie wird der innere Mensch entweder geöffnet oder verschlossen und so das Vernünftige entweder ausgebildet oder zerstört. (Emanuel Swedenborg)" title="Die Kenntnisse sind Mittel, um weise zu werden, aber auch, um töricht zu werden, und durch sie wird der innere Mensch entweder geöffnet oder verschlossen und so das Vernünftige entweder ausgebildet oder zerstört. (Emanuel Swedenborg)" />
</a>
Was man  im Netz so zu sehen bekommt, ist manchmal wirklich schon hart an der  Grenze des Erträglichen, wenn man sich mit der pferdegerechten  Ausbildung, der Physiologie und Psychologie des Pferdes auseinander  setzt.</p>
<p>Insbesondere in der Reiterei stelle ich immer wieder fest, dass  gerade jüngere Reitsportinteressierte sehr auf die immer wieder  aufkommenden &#8211; für mich sehr unschönen &#8211; Bilder aus dem Dressursport  geprägt sind. Voller Überzeugung teilen Sie Ihre Meinung mit und finden  z. B. Pferde, die bewusst und konstant hinter der Senkrechten geritten  werden wirklich und authentisch &#8220;ästhetisch&#8221; und völlig normal &#8230; Man  kann ihnen gar keinen Vorwurf machen, denn die &#8220;großen Vorbilder&#8221; leben  es ihnen vor. Und die Macht der Bücher und Lehrer weicht zunehmend der  Flut von Bildern, Videos und der Meinung der breiten Masse. Lesen,  Lernen und Selberdenken ist schon lange &#8220;Out&#8221;! Wer das nicht glaubt, der  braucht sich nur mal das ein oder andere populäre Video bei YouTube  ansehen oder mal einen Blick in diverse Foren werfen, je nachdem,  welches Forum man denn so erwischt und wie gut dieses von erfahrenen  Leuten moderiert wird.</p>
<p>Ob und was man zu den ins Internet gestellten &#8220;Produkten&#8221; &#8211; ganz egal  ob Video, Foto oder Text -schreibt, ist für mich jedes Mal ein großer  Gewissenskonflikt, das gebe ich gern zu. In der Regel kann ich mich  allerdings in Selbstbeherrschung üben, gelassen lächeln und warten, bis  man mich um meine Meinung bittet – oder eben auch nicht.Denn die immer  weniger werdende Freizeit, die mein Beruf so mit sich bringt, ist mir  lieb und teuer und möchte gut, sinnvoll und nachhaltig genutzt werden,  so dass ich mir Kommentare ohnehin oft spare, wenn ich das Gefühl habe,  mein Gegenüber ist dafür nicht empfänglich.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/wissen-ist-macht-2.jpg" title="&lt;center&gt;Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; &lt;br&gt; es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun. (Goethe)&lt;/center&gt;" class="thickbox" rel="singlepic1351" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1351__360h=270x_wissen-ist-macht-2.jpg" alt="Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun. (Goethe)" title="Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun. (Goethe)" />
</a>
Wenn ich  allerdings das Gefühl habe, ich könnte etwas bewirken – und dazu zählt  auch schon die Möglichkeit, dass mein Gegenüber sein Handeln einmal  reflektierter betrachtet, dann kann es dennoch sein, dass ich dazu etwas  schreibe, obwohl ich gerade nicht gefragt wurde. Das muss ich mir  jedoch vorher gut überlegen, denn gerade dann trifft es mich manchmal  mehr als mir lieb ist, wenn die Rückantwort zeigt, dass das in meinen  Augen offensichtliche Fehlverhalten (weil es z. B. ein nicht  wegzudiskutierendes Risiko für das Pferd darstellt oder das Pferd ganz  offensichtlich Schmerz dabei empfindet) einfach dementiert wird oder man  sogar noch angegriffen wird, weil man seine Meinung sagt.</p>
<p>Eine böse Absicht unterstelle ich grundsätzlich niemandem, denn oft  ist es schlicht Unwissenheit die hier die Harmonie des  Pferd-Mensch-Paars stört. Deshalb denke ich schon, dass der ein oder  andere vielleicht Dankbar für einen Tipp in die Richtung könnte &#8211; könnte  er denn beurteilen, ob er richtig ist. Das ganze kann aber auch ganz  schön daneben gehen, denn man darf nicht davon ausgehen, dass, wer seine  Künste ins Internet stellt, diese auch beurteilt haben möchte. Der  überwiegende Teil sucht in erster Linie nach Bestätigung, das ist auch  OK, niemand muss sich etwas ansehen, was er nicht sehen möchte. WER  allerdings seine Künste ins Internet trägt, der muss auch damit rechnen,  das andere Leute ihre Meinung dazu sagen &#8211; und die kann einen manchmal  durchaus auch treffen. Insbesondere dann, wenn das Gegenüber anderer  Meinung ist &#8211; und man nicht beurteilen kann, ob er nun Recht hat oder  nicht. Ihr seht, wir drehen uns im Kreis&#8230;</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/wissen-ist-macht-4.jpg" title="&lt;center&gt;Alles Wissen ist vergeblich ohne &lt;br&gt;die Arbeit. Und alle Arbeit ist &lt;br&gt;sinnlos ohne die Liebe. (Khalil Gibran)&lt;/center&gt;" class="thickbox" rel="singlepic1353" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1353__240x360_wissen-ist-macht-4.jpg" alt="Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit. Und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe." title="Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit. Und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe." />
</a>
Eigentlich! ist der Ausweg gar nicht so schwer. Wer  viel weiß und wer vor allem weiß, warum er etwas so macht, wie er es  macht, der kann für sich selbst auch beurteilen, ob dies richtig ist.  Wer darüber hinaus auch noch den richtigen Lehrer gefunden hat, der hat  schon eine zweite Meinung, die hoffentlich ähnlich der eigenen ist, um  sein Handeln bestätigt zu wissen. Wenn man jetzt auch noch auf einen  Freundeskreis zurückgreifen kann, der ebenfalls mit einem im selben Boot  ist &#8211; dann bekommt man, was man wirklich braucht: Selbstbewusstsein und  Stärke um mit voller Überzeugung zu dem zu stehen, was man tut!</p>
<p>Wer dann immer noch nicht weiß, ob er es richtig macht, der sollte  einfach mal sein Pferd fragen. Stellvertretend gibt es jede Menge  Literatur darüber, wie so ein Pferd &#8220;tickt&#8221; und wie es gebaut ist und  Fakten, die kann einem keiner streitig machen &#8230; man muss nur die  richtigen Bücher finden *seufz*</p>
<p>Natürlich gibt es auch positive Beispiele. Enthusiastische Vorbilder,  die es verdient haben, also solche anerkannt zu werden und die viel  Zeit darin investieren, ihr Wissen weiter zu geben und die einen großen  Anteil an der Entwicklung und der Veränderung, der „neuen“ Einstellung  zum Pferd hatten und haben. Leute, denen man das, was Sie tun „abkauft“,  weil jede Ihrer Handlungen die sichtbare Liebe zum Pferd  wiederspiegelt!</p>
<p>Letztlich besteht der einzige Weg die Menschen im Herzen zu berühren  darin, selbst stets zu versuchen ein gutes Vorbild zu sein und damit  immer wieder zur Selbstreflektion beizutragen, welche ein unglaublich  wichtiger Punkt ist um, Erfahrungen sinnvoll zu nutzen. Nur wer Lernen  will, wer die Notwendigkeit darin sieht, sich zu verbessern und  empfänglicher für das Wohl seines Pferdes zu werden um ihm immer besser  gerecht zu werden, ist auch bereit, Wissen anzunehmen. Ausgelernt hat  man nie und an jeder Herausforderung wächst man heran für neue Aufgaben  auf dem Weg zu neuen Zielen.</p>
<p>Sady</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		<title>Goodbye 2011 &#8211; Danke und guten Rutsch</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 17:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Liebe Freunde, liebe Schüler,</p> <p>auch ich möchte so kurz vor Weihnachten und Jahresende noch einmal meinen Dank an Euch alle aussprechen und mit einem kurzen Rückblick das Jahr abschließen. Ich blicke zurück auf ein für mich persönlich sehr erfolgreiches Jahr, ein Jahr voller Veränderungen. In diesem Jahr habe ich einen großen Traum verwirklichen können &#8211; die selbständige Arbeit mit <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/aktuelles/20111222/goodbye-2011-danksagung-frohe-weihnachten-und-guten-rutsch">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-1217" title="tarek2" src="http://www.motionclick.de/wp-content/uploads/tarek2-242x300.jpg" alt="" width="242" height="300" /><strong>Liebe Freunde, liebe Schüler,</strong></p>
<p>auch ich möchte so kurz vor Weihnachten und Jahresende noch einmal meinen Dank an Euch alle aussprechen und mit einem kurzen Rückblick das Jahr abschließen. Ich blicke zurück auf ein für mich persönlich sehr erfolgreiches Jahr, ein Jahr voller Veränderungen. In diesem Jahr habe ich einen großen Traum verwirklichen können &#8211; die selbständige Arbeit mit Pferden.</p>
<p>Im März ist nach über einjähriger Arbeit daran mein erstes Buch &#8220;It&#8217;s Showtime&#8221; erschienen, auch das war ein schon sehr lang gehegter Traum, der sich dann doch verhältnismäßig schnell realisiert hatte. Umso schöner ist es für mich, dass das Buch bei euch so großen Anklang findet. In ein paar Tagen müsste ich die Verkaufszahlen kriegen und ich bin schon sooo gespannt. Danke an das Cadmos Team für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Ich hoffe, es gibt noch ein zweites Buch&#8230;</p>
<p>Noch bevor das Buch erschienen war, begann mit meiner Facebook-Aktivität auch das Interesse an Kursen mit mir. Hierfür bin ich euch sehr dankbar. Ich hatte so viele schöne Kurse im vergangenen Jahr und jeder für sich war nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für mich eine lehrreiche Erfahrung. Wie oft sind wir als Fremde aufeinander getroffen und als Freunde gegangen. Schön, wenn ich den einen oder anderen von euch im nächsten Jahr erneut begrüßen darf!</p>
<p>Vielen Dank an das Horsemanship Showteam von Kirstin Reese, mit denen wir einiges an Auftrittsroutine gewinnen konnten, auch wenn sich unsere Wege schon früh wieder trennten, weil die Zusammenarbeit nicht das ergab, was man sich davon versprach.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-1219 alignleft" title="tobi1" src="http://www.motionclick.de/wp-content/uploads/tobi1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" />Danke auch an Fiona Steenbuck mit ihrem Pony Simba und Hannoveraner Welcome, die mich bei Shows und Messen so tatkräftig unterstützt haben und die inzwischen aus dem &#8220;Motionclick Team&#8221; gar nicht mehr wegzudenken sind. Also, einen dank an die beste Freundin der Welt, ich hab dich soooo lieb <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich freue mich schon jetzt so sehr auf das neue Jahr und die vielen anstehenden Kurse und Termine. Im ersten Halbjahr 2012 habe ich schon jetzt nur noch ganz wenige Termine verfügbar. Grandios.</p>
<p>Überhaupt bin ich offenbar irgendwie zu bodenständig, um dass alles zu realisieren, was im letzten Jahr so abging. Wenn ich heute Mails bekomme oder Meldungen lese, in denen über mich geschrieben wird und das möglicherweise auch noch voller Bewunderung, dann finde ich das immer noch sehr komisch und unwirklich. Auch und gerade wenn mich Leute ansprechen, die ich nicht kenne, z. B. auf Veranstaltungen. Aber es macht mich stolz auf das, was ich und Tarek erreicht haben bis heute! Denn ohne ihn, wäre ich heute ganz sicher nicht da, wo ich bin. Und ohne euch natürlich auch nicht! Der Glaube daran, in der Pferdewelt etwas zu bewegen ist einer meiner großen Leitbilder. Ich freue mich, wenn unsere Arbeit für den ein oder anderen ein Vorbild ist oder sie auch nur einen Anstoß zur Selbstreflektion bietet. Was ich mache, ist kein Hexenwerk, jeder kann es lernen, wenn er gewillt ist, sich Gedanken zu machen und an sich zu arbeiten!</p>
<p>Das nächste Jahr wird ganz sicher mindestens genauso spannend und lehrreich für mich! Ich habe noch viel vor und einiges schon geplant. Ich arbeite zum Beispiel gerade ein Konzept zum Fernunterricht aus, was besonders für Kursteilnehmer interessant sein wird, die die Zeit zwischen den Kursen überbrücken möchten. Ich habe außerdem geplant, eine Möglichkeit zu finden, euch öfters mit Videotipps zu beglücken und regelmäßiger Artikel zu veröffentlichen. Viel zutun&#8230;</p>
<p>Ach und ganz wichtig, mit dem kleinen Shetty Tobakko alias Tobi hat meine kleine Pferdefamilie neuen Zuwachs bekommen. Ich bin gespannt, was wir mit ihm noch so erleben!</p>
<p>Also, einen herzlichen Dank an alle, die an mich geglaubt und mich unterstützt haben. An all die, die dieses Jahr so erfolgreich gemacht haben. Auch und besonders an meine Freunde, ohne die ich das sicher nicht alles so einfach gewuppt hätte <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Brigitte, Fiona, Patrick, Ronja, Lars, Silke, Thomas, Sabine und Michelle vom Wüstenkate-Team und alle, die ich jetzt nicht aufgezählt habe. Ihr wart und seid eine Bereicherung. Danke!</p>
<p>Auf diesem Wege wünsche ich euch und euren Pferden ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund und munter und vor allem euch selber treu! Glaubt an das was ihr tut und seid!</p>
<p>Sady, Tarek und Tobi</p>
<p><a href="http://www.motionclick.de/wp-content/uploads/tarek1.jpg"><img class="size-full wp-image-1220 aligncenter" title="tarek1" src="http://www.motionclick.de/wp-content/uploads/tarek1.jpg" alt="" width="490" height="654" /></a></p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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		<title>Verantwortung für junge Pferde</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 11:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Zirkuslektionen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Immer mehr Freizeitreiter denken nicht nur über den Kauf eines Fohlens nach, sondern verwirklichen diesen auch. Das mag viele Gründe haben. Einerseits erscheint die Anschaffung eines Pferdekindes natürlich im ersten Moment günstig und angesichts der wachsenden Zahlen an Schlachtfohlen auch ehrenvoll (Versteht mich nicht falsch, ich glaube, das ist wirklich häufig ein Motiv), andererseits birgt der Gedanke, ein Pferd <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/zirkuslektionen/20111222/verantwortung-fur-junge-pferde">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Immer mehr Freizeitreiter denken nicht nur über den Kauf eines Fohlens nach, sondern verwirklichen diesen auch. Das mag viele Gründe haben. Einerseits erscheint die Anschaffung eines Pferdekindes natürlich im ersten Moment günstig und angesichts der wachsenden Zahlen an Schlachtfohlen auch ehrenvoll (Versteht mich nicht falsch, ich glaube, das ist wirklich häufig ein Motiv), andererseits birgt der Gedanke, ein Pferd selbst auszubilden und aufwachsen zu sehen natürliche eine große Faszination. Natürlich macht man sich am Anfang eine Menge Gedanken darüber, wie man das zukünftige Leben des neuen Familienmitglieds gestalten möchte. </strong><img class="alignright size-medium wp-image-1206" title="Tricks" src="http://www.motionclick.de/wp-content/uploads/Pferd-Kunststueck00028-300x188.jpg" alt="Tricks können eine altersgerechte Beschäftigung sein, wenn man das Lernen in Maßen hält" width="300" height="188" /></p>
<p>Natürlich weiß man auch, dass es eine lange Zeit zu überbrücken gibt, in der so ein Fohlen in erster Linie Pferdekind sein sollte und in der man sich in vornehmer Zurückhaltung üben muss. Aber ich wage zu bezweifeln, dass die meisten wirklich einschätzen können, wie lang die Zeit wirklich ist, bis man mit einem Jungpferd tatsächlich an regelmässiges Training denken kann. Ich glaube, dass hier so mancher in Punkto Selbstbeherrschung schon an seine persönlichen Grenzen gestossen ist. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich immer öfter wirklich junge Pferde sehen, die ganz offensichtlich schon in ernstem Training stehen. Ich sehe Fohlen, die im Galopp um Ihre Besitzer (oder Trainer!) zirkeln, ich sehe Jährlinge, die schon die ersten Zirkuslektionen auf Abruf können und natürlich sehe ich &#8211; fast schon Normalität &#8211; Dreijährige, die ihre Ihre runden eifrig täglich in der Reitbahn oder im Gelände gehen. Sicher, an sich nichts Neues. Bisher beschränkten sich diese frühe Ausbildung jedoch eher auf sportlich orientierte Sparten, inzwischen kann man diese Beobachtung zunehmends auch bei Freizeitreitern sehen mit vergleichsweise geringen sportlichen Ambitionen.</p>
<p>Ich bekomme auch immer mehr Mails von Leuten, die mich fragen, wann Sie mit Ihren Pferden beginnen können, Zirkuslektionen zu lernen. Ich möchte hier auch nicht ermahnen, fragt mich ruhig weiter, ich finde es gut, dass ihr fragt, aber wie viele fragen denn wirklich? Die Grauziffer ist sicher deutlich höher. Für die Zirkuslektionen gilt ganz klar, sie erfordern regelmässiges Training mit einer gewissen Ernsthafigkeit, sie erfordern vor allem Konzentration und Muskelarbeit, wenn man sie mit Sinn und Verstand verfolgen möchte. Ein junges Pferd ist hierzu noch nicht in der Lage. Je nach Pferd halte ich ein Alter von 2,5 bis 3 Jahren mindestens als angebracht, nur in wenigen Fällen früher. Das gilt nicht nur für Zirkuslektionen, sondern für jede Art körperlicher Beschäftigung, der Sehnen, Bänder, Gelenke und Knochen in dem Wachstumsstadium einfach noch nicht gewachsen sind.</p>
<p>Nicht immer steht Ungeduld oder das eigene Ego dahinter, ganz oft hört man als Begründung &#8220;Aber das hat er doch von alleine angeboten &#8230;&#8221;, wenn das junge Pferd schon Dinge beherrscht, die es eigentlich noch gar nicht können bräuchte oder sogar sollte. Ich <img class="size-medium wp-image-1211 alignleft" title="Pferd-Kunststueck00025" src="http://www.motionclick.de/wp-content/uploads/Pferd-Kunststueck00025-300x190.jpg" alt="" width="300" height="190" />finde, die Freiwilligkeit des Pferdes ist ein Geschenk an uns. Unser Geschenk an das Pferd sollte es sein, dieses zu würdigen, in dem wir uns überlegen, ob diese Art der Arbeit altersgerecht ist. Ganz egal ob das Pferd diese ohnehin in der freien Natur zeigen würde, es besteht ein Unterschied! Manchmal muss man als &#8220;Pferdemutter&#8221; einfach mal sagen &#8220;Hierfür ist es noch nicht Zeit!&#8221;. Man übernimmt Verantwortung und diese sollte so weit reichen, dass wir uns auch über den Sinn und die Altersgerechtheit der Lektionen Gedanken machen und ggf. einfach unsere eigenen Ziele hintenanstellen &#8211; auch wenn es noch so schön wäre <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Natürlich gibt es auch Dinge, die man mit sehr jungen Pferden bzw. Fohlen schon machen kann. Clickertraining ist eine tolle Sache für junge Pferde, weil sie so zwanglos die Spielregeln des Pferdelebens unter Menschen lernen können. Das Führen von der Weide zum Putzplatz, das Stehen, Angebundensein, Hufe geben &#8211; das Fohlen ABC. Der Umgang ist das einzige, was in jungen Jahren gewährleistet sein sollte und das Pferd lernen muss, für alles andere ist später noch genug Zeit. Wer es nicht abwarten kann, kann seinem Pferd vielleicht den ein oder anderen Trick lehren, ein bisschen Gewöhnungstraining machen oder Spazierengehen, leichtes Führtraining. Vielleicht auch ein bisschen mit Köpfchen eingesetztes Horsemanship. Für ein Pferd kann es durchaus auch Sinn machen, das ein oder andere frühzeitig zu lernen, wie z. B. sich überall berühren zu lassen und wie auch generell mit dem angeborenen Oppositionsreflex (Druck erzeugt Gegendruck) analog der ersten drei Spiele nach Parelli umzugehen. Aber auch das nur kurz und in Maßen und das natürlich ohne drastische Druckverstärkung physischer oder mentaler Natur. Das kann man sehr gut ebenfalls mit dem Clicker verbinden. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Pferd hier für sein Leben lernt und sicher nicht vergisst! Schließlich soll es uns positiv erleben!</p>
<p>Clickertraining lehrt das Pferd, zu lernen und lehrt uns, zu Lehren, deshalb ist es auch eine sehr mächtige Methode, Pferden etwas beizubringen. Das gleiche gilt auch für die Arbeit mit Lobwort und Futterlob, welches im Prinzip genauso funktioniert. Man bekommt selbst <img class="alignright size-medium wp-image-1208" title="Pferd-Kunststueck00024" src="http://www.motionclick.de/wp-content/uploads/Pferd-Kunststueck00024-267x300.jpg" alt="" width="267" height="300" />sehr viel Input und sieht alles mit anderen Augen. Man sieht etwas und denkt &#8220;toll, das nehme ich mit&#8221; und beginnt, dieses zu bestärken, was dazu führt, dass das Pferd es bald darauf auch wieder anbietet. Eine heikle Gewissensfrage&#8230; Annehmen oder nicht? Wenn es sich hierbei um Tricks handelt, die dem Pferd keinen hohen Körperlichen Einsatz abverlangen, warum nicht. Wenn es aber um Dinge geht, die einen gewissen körperlichen Anspruch bedeuten, dann rate ich, diese zu vertagen und nicht gezielt zu trainieren. Glücklicherweise sind Dinge, die das Pferd von sich anbietet, auch nicht verloren. Es werden wieder Gelegenheiten kommen, diese zu bestärken &#8211; &#8220;Es gibt hier kein Nein, es gibt nur ein später&#8221; (Zitat: Corinna Scholz)</p>
<p>Ich kann hier sicherlich nur meine persönliche Meinung nach Außen tragen und sicherlich kann ich mich, wie so viele an dem ein oder anderen Punkt auch an die eigene Nase fassen. Jeder muß für sich selbst entscheiden, was und wieviel richtig und notwendig ist. Ich möchte auch nicht ermahnend den Zeigefinger heben und auf die Zeigen, die es anders machen. Ich möchte nur ein wenig zum Nachdenken anregen&#8230;</p>
<p><strong>Eure Sady</strong></p>
<div class='wb_fb_bottom'><div style="float:right;"></div></div>]]></content:encoded>
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