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	<description>Zirkuslektionen und Clickertraining mit Pferden</description>
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		<title>Genügsam und bescheiden zu mehr Zufriedenheit</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/aktuelles/20120515/genugsam-und-bescheiden-zu-mehr-zufriedenheit</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Ich weiß, ich weiß, schon der Titel hört sich etwas abgehoben an und man würde ihn eher auf einem Blog für Lebenshilfe erwarten. Doch auch im Umgang mit Pferden ist Genügsamkeit eine Tugend, die uns zu mehr Zufriedenheit im Umgang mit dem Pferd verhelfen kann, weshalb ich gern die Möglichkeit wahrnehme, darüber zu schreiben.</p> <p>Ein Punkt, an den <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/aktuelles/20120515/genugsam-und-bescheiden-zu-mehr-zufriedenheit">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/liegen_0.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1383" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1383__320x240_liegen_0.jpg" alt="Genügsam sein heißt, den Moment zu genießen" title="Genügsam sein heißt, den Moment zu genießen" />
</a>
Ich weiß, ich weiß, schon der Titel hört sich etwas abgehoben an und man würde ihn eher auf einem Blog für Lebenshilfe erwarten. Doch auch im Umgang mit Pferden ist Genügsamkeit eine Tugend, die uns zu mehr Zufriedenheit im Umgang mit dem Pferd verhelfen kann, weshalb ich gern die Möglichkeit wahrnehme, darüber zu schreiben.</strong></em></p>
<p>Ein Punkt, an den ich in meinen Kursen und meinem Unterricht immer und immer wieder gern erinnere, ist das Thema Genügsamkeit. Und ich gebe zu, auch ich muss mich hin und wieder an die eigene Nase fassen und mich daran erinnern, bescheiden und genügsam zu sein und mich mit scheinbar "weniger" zufrieden zu geben. Dabei fällt mir schon beim Schreiben auf, dass "wenig" eigentlich eine sehr schwer zu beurteilende Einheit ist, da eigentlich der Lernende, also in dem Fall das Pferd, beurteilen müsste, wann wenig genug ist. Würde man stets vom geringsten Ansatz des Erfolges schon ausgehen, so wäre man auf der sicheren Seite. Doch genau das ist es, was uns ach so schwer fällt.</p>
<p>Jeder von uns kennt doch die Situation, dass er im falschen Moment gerne noch ein Quäntchen mehr Erfolg hätte, vielleicht noch ein bisschen besser oder noch ein bisschen weiter. Manchmal klappt das auch, doch häufig bricht das gerade Gelernte sogar in sich zusammen wie ein Kartenhaus und wirft einen im schlimmsten Fall sogar zurück. Man hat verpasst, die Bemühung des Pferdes, die zweifellos wirklich gut war, zu loben und dem Pferd die Chance verwehrt, aus dem richtigen Verhalten zu lernen. Wenn uns dies auffällt, weil wir auf kleine Schritte sensibilisiert sind, dann können wir solche Situationen als Anlass nehmen, uns an Bescheidenheit und Genügsamkeit zu erinnern und diesen Fehler das nächste Mal vermeiden. Wenn uns der Fehler jedoch nicht bewusst ist, entsteht auf beiden Seiten Frust: beim Pferd, weil es sich so offensichtlich bemüht hat und mit seinen Bemühungen dennoch keinen Erfolg hatte und bei uns, weil auch wir in diesem Moment "versagt" haben, oder die Bemühung des Pferdes nicht erkannt haben und denken, dass Pferd habe uns nicht verstanden oder sogar den Dienst verweigert. Im konventionellen Pferdetraining entstehen genau in solchen Momenten Missverständnisse, die die weitere Zusammenarbeit prägen, wenn sie sich immer und immer wieder wiederholen. Schon ein kleines bisschen mehr Bescheidenheit hätte hier zu einem Erfolgserlebnis für beide Partner geführt.</p>
<p>Genau diesem "kleinen bisschen mehr Bescheidenheit" schenken wir meist viel zu wenig Beachtung. Dabei sollte einem klar sein, dass dies in der Regel nicht willentlich geschieht. In dieser von Konsum und Überfluss geprägten Gesellschaft ist es schwer, sich auf Werte wie Genügsamkeit und Bescheidenheit zu besinnen, denn häufig wird der Konsum mit persönlichem Erfolg und Glück gleichgestellt. Doch nicht der materielle Konsum ist es letztlich, der uns Zufriedenheit bringt, sondern der immaterielle Erfolg, der uns im Herzen anspricht. Doch auch dieser kommt häufig zu kurz.</p>
<p>Was können wir nun tun, um diesem Kreislauf entgegen zu wirken und mehr Freude und Zufriedenheit im Umgang mit dem Pferd zu erlangen? Zuerst einmal, sich dessen bewusst werden und sich frei machen, von Erfolgs- und Zeitdruck. Natürlich soll und darf man Ziele haben, doch stressfrei und fröhlich können diese nur erreicht werden, wenn der Weg als Ziel erkannt wird und die gemeinsame Zeit und nicht ein möglicher Erfolg im Vordergrund steht.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/tobi1.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1384" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1384__320x240_tobi1.jpg" alt="Dankbarkeit für das, was man gemeinsam hat" title="Dankbarkeit für das, was man gemeinsam hat" />
</a>
Als nächstes kann es sinnvoll sein, seine Trainingsstrategie zu überdenken und diese vor allem auch im Training bewusster wahrzunehmen. Ein Punkt, der uns hierbei unterstützt ist die richtige Anwendung von Lob. Überhaupt ist genau dieser Punkt entscheidend für den Lernerfolg. Gerade in der Arbeit mit negativer Verstärkung, also der Belohnung durch Nachlassen von Druck, passiert es leicht, dass man den richtigen Moment zu Loben verpasst, weil man doch gerne noch ein bisschen mehr hiervon oder davon gehabt hätte oder schon den Ansatz richtigen Verhaltens nicht bewusst wahrnimmt. Oft kommt man zunächst trotzdem voran, denn Pferde lernen durchaus auch durch Druck, doch wie viele Gelegenheiten sich zu freuen verpasst man allein hierdurch? Dies ist in der Tat eine der größten „Gefahren“ der negativen Bestärkung, weil sich die Frustration langsam breit macht und man erst viel zu spät bemerkt, welch Motivationskiller eine mögliche Unachtsamkeit sein kann. Genügsam zu sein, heißt nicht unbedingt zu Verzichten, sondern im Idealfall bekommen Sie sogar etwas dafür. Es ist an Ihnen zu bestimmen, welchen Werten Sie folgen möchten und ob Zufriedenheit und Glücksgefühl für Sie ein erstrebenswertes Ziel sind <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Verstehen Sie mich nicht falsch, das soll nicht bedeuten, dass sie ab heute nicht mehr mit negativer Verstärkung arbeiten dürfen. Ich möchte Sie nur sensibilisieren darüber nachzudenken und zu beobachten, ob es nicht effektiver ist, in noch kleineren Schritten vorzugehen damit Sie mehr Möglichkeiten haben, sich mit Lob bei Ihrem Pferd zu bedanken und sich am gemeinsamen Erfolg zu freuen. Wenn ich auf meine Anfänge im Training zurückdenke, dann stelle ich fest, dass mehr Druck für mich häufig eine (unangebrachte) Rechtfertigung für zu wenig Zeit war und mir das Vertrauen darin fehlte, dass man auch mit weniger oder gar keinem Druck zu einem gleichwertigen Ergebnis kommen kann.</p>
<p>Wer mit seinem Pferd mittels positiver Bestärkung und/oder Clicker voranschreitet, der kommt in diese Bredouille häufig gar nicht erst, denn für ihn entscheidend sind die genaue Beobachtung und das Vertrauen darin, dass das Pferd das richtige Verhalten zeigt. Belohnt man nicht richtig, verpasst man den richtigen Moment, ist das Timing schlecht, erhält man schlicht und ergreifend nicht das richtige Verhalten. Man kann sich also selbst dazu motivieren, kleine Schritte zu belohnen und wird schnell feststellen, dass diese Art von Arbeit beiden Partnern viel Freude und Spaß schenkt und das gesamte Zusammensein mit dem Pferd prägt. Durch das punktgenaue Loben fällt es einem viel leichter, den richtigen Moment zu erfassen und in der Kommunikation deutlicher zu werden. Denn der Click oder das Lob sind sehr prägnant und stehen selbst für den Moment, der unwiderruflich richtig ist <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und nicht zuletzt, nehmen Sie auch etwas für sich selbst mit, seien Sie doch selbst im Alltag mal etwas genügsamer. Sagen Sie doch häufiger selbst mal "Danke" zu dem, was Sie haben oder bekommen, ohne daran zu denken, was Ihnen fehlt oder was Sie stattdessen bekommen könnten. Genügsam sein heißt auch dankbar sein zu können. <strong>Wer genügsam ist, der braucht nicht mehr, um glücklich zu sein, sondern er ist zufrieden mit dem was er hat und kann sich daran erfreuen!</strong></p>
<p>Ich freue mich über eure Gedanken zum Thema!</p>
<div class='wp_fbl_bottom' style='text-align:'></div><div class='wb_fb_comment'><br/></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das richtige Belohnungsfutter</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/bodenarbeit/20120513/das-richtige-belohnungsfutter</link>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 13:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Zirkuslektionen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Das Belohnen mit Futter ist im Clickertraining eine Selbstverständlichkeit. Auch im konventionellen Pferdetraining weiß man die Vorzüge des Futterlobs immer mehr zu schätzen. Belohnt man nur hin und wieder die ein oder andere gute Leistung, lassen sich relativ unbedenklich herkömmliche Leckerlis verwenden. Doch je mehr man mit Futter belohnt, desto wichtiger ist die Frage, "Was nehme ich zum <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/bodenarbeit/20120513/das-richtige-belohnungsfutter">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/futter.jpg" title="Zum  verantwortungsvollen Umgang gehört auch die Auswahl des richtigen Belohnungsfutters" class="thickbox" rel="singlepic1381" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1381__320x240_futter.jpg" alt="Belohnungsfutter" title="Belohnungsfutter" />
</a>
Das Belohnen mit Futter ist im Clickertraining eine Selbstverständlichkeit. Auch im konventionellen Pferdetraining weiß man die Vorzüge des Futterlobs immer mehr zu schätzen. Belohnt man nur hin und wieder die ein oder andere gute Leistung, lassen sich relativ unbedenklich herkömmliche Leckerlis verwenden. Doch je mehr man mit Futter belohnt, desto wichtiger ist die Frage, "Was nehme ich zum Belohnen?" Gerade beim Clickern verwendet man bei bestimmten Lektionen schon mal größere Mengen an Belohnungen.</p>
<p>Grundsätzlich bietet sich in größeren Mengen alles an, was ernährungstechnisch vertretbar ist. Das heißt, das Leckerlis aufgrund der zu fütternden Menge als Standartbelohung ausscheiden, da diese häufig zusätzlich mit Vitaminen angereichert sind und auch eine gewisse Menge Zucker enthalten. So richtig weiß man eigentlich nie, was in welcher Zusammensetzung nun enthalten ist. Man kommt hier sehr schnell zu einer eventuell bedenklichen Menge und wirft die gesamte Fütterungsplanung über den Haufen, abgesehen davon, dass eine Überversorgung grundsätzlich nicht gut für das Tier ist.</p>
<p>Für die herkömmliche Belohnung einer guten Leistung eignet sich vor allem eher nährstoffarmes Futter. Natürlich muss man hierbei die Vorlieben des Pferdes berücksichtigen, denn natürlich soll das Futter gerne gefressen werden und es sich für das Pferd lohnen, etwas zu tun. Wer sich ein bisschen umguckt, hat dennoch eine gute und gesunde Auswahl. Hervorragend geeignet sind Möhren, die zu Scheiben geschnitten werden. Je nach Pferdegröße können sie in kleinere oder größere Scheiben geschnitten werden. Gefressen werden Sie von den meisten Pferden gern. Allerdings kostet es immer etwas Zeit, die Möhren zu schneiden und zu bestimmten Jahreszeiten und Temperaturen gestaltet sich die Lagerung schwierig. Und wehe dem, der die Möhren nach dem Futter in eine der Taschen vergisst ... Gleiches gilt für Äpfel, die jedoch aufgrund des höheren Fruchtzuckergehalts auch eher in Maßen zu genießen sind. Eine weitere gesunde Alternative sind getrocknete Hagebutten, die eine handliche Größe besitzen und zudem recht preisgünstig sind. Hagebutten bieten sich unter anderem auch für EMS und Rehepferde an. Leider ist es ein Glücksspiel, ob das Pferd nun Hagebutten mag oder nicht.</p>
<p>Eine sehr praktische, günstige und handliche Alternative ist herkömmliches Futter, welches sich entsprechend der Vorlieben und gesundheitlichen Bedürfnisse des Pferdes anschaffen lässt. Allerdings lässt dieses sich schwerer zu dosieren. Vereinzelt findet man jedoch auch größer pelletiertes Futter, welches "sauber", gut zu dosieren, günstig und haltbar ist <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Obendrei auch durchaus in einer vertretbaren Nährstoffzusammenstellung. An dieser Stelle möchte ich gern einmal etwas Schleichwerbung machen, damit ihr euch die lange Suche sparen könnt. Vielfach im Einsatz ist von Eggersmann "Horse &amp; Pony Vollkorn Pellets" oder "Kombi Pellets" die es als 10mm Pellets gibt. Mit einem 25 Kilo Sack kommt man sehr lange hin und es ist zudem eine sehr günstige Alternative.</p>
<p>Ich finde die Anforderungen an die Größe der Leckerlis nicht unerheblich. Meine Erfahrung zeigt, dass sehr kleine Leckerlis von großen Pferden manchmal quasi einfach "inhaliert" werden und das Pferd die Belohnung dann gar nicht richtig wahrnimmt. Es ist aber auch eine Frage des Trainings, wie das Pferd das Futter aus der Hand nimmt. Ich übe daher das "Futter nehmen" gerade mit solchen Pferden indem ich das Futter auf der flachen Hand und kurz vor dem Mauk anbiete, so dass das Pferd lernt, die Leckerlis vorsichtig mit den Lippen zu nehmen und nicht "die halbe Hand" im Mund verschwindet, auch in der Hoffnung, dass das Pferd die Belohnung besser "verarbeitet" und so auch weniger Füttern zu können.</p>
<p>Eine neue Entdeckung habe ich auch bei Loesdau gemacht, die nun sogar spezielle "Clicker Leckerlis" anbieten. Für 3,95 EUR erhält man ein Kilo der wirklich kleinen und leichten Leckerlis. Die Größe ist tatsächlich ziemlich perfekt, als Inhaltsstoffe sind lediglich Mais und Palmfett angegeben. Eine gewisse Sorgfalt schadet dennoch nicht.</p>
<p>Für eine besonders gute Leistung sollte man sich auch eine besonders hochwertige Belohnung einfallen lassen. Denn durch die Qualität der Belohnung, lässt sich durchaus ein zusätzlicher Motivationsschub erreichen. Es macht Sinn, die Qualität der Belohnung der Qualität der Leistung in gewisser Weise anzupassen. Hier bietet sich alles an, was das Pferd als ebensolche anerkennt. In diesen Maßen lassen sich ohne weiteres herkämmliche Leckerlis zu verwenden. Ich verwende gerne Kanne Energiebarren, weil ich diese von den Inhaltsstoffen angemessen finde und mein Pferd sie gern frisst. Alles stehn und liegen lassen Tarek und Tobi jedoch für "Lobs" von St. Hippolyt, die den unschlagbaren Vorteil haben, dass sie sich perfekt auch noch einmal durchbrechen lassen. Für mich ein nicht unwichtiges Kriterium für den Einsatz beim Clickern. Aber gerade bei der Auswahl von "Jackpot-Belohnungen" sollte zunächst die Vorliebe des Pferdes entscheiden, denn dieser sollte einen besonders hohen Anreiz für das Pferd darstellen.</p>
<p>Die richtige Auswahl des Belohnungsfutter ist also auch ein Apell an die Verantwortlichkeit des Pferdebesitzers und -trainers, die Art und Menge der unterschiedlichen Belohnungsvarianten angemessen auszuwählen und nicht eine sorgfältig abgestimmte Fütterung so "versehentlich" über den Haufen zu werfen. Ein genauer Blick auf die angegebenen Inhaltsstoffe sollte auch für uns zum Grundrepertoire gehören <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Und was meint ihr dazu?</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class='wp_fbl_bottom' style='text-align:'></div><div class='wb_fb_comment'><br/></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kompliment – mit oder ohne Fußlonge?</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/bodenarbeit/20120502/komplimment-mit-oder-ohne-fusslonge</link>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 17:19:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zirkuslektionen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Wer mit seinem Pferd Zirkuslektionen erlernen möchte, der steht bereits ganz am Anfang, wenn er mit dem Kompliment beginnen möchte, vor einer der Grundsatzfragen: mit oder ohne Fußlonge? Auch auf meinen Zirkuskursen und im Unterricht ist das eines der Themen, mit denen man sich eingangs beschäftigt. </p> <p>Die Erfahrungen und Meinungen der Teilnehmer spiegeln deutlich wieder, wie sehr <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/bodenarbeit/20120502/komplimment-mit-oder-ohne-fusslonge">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/molly-kompliment1.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1378" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1378__320x240_molly-kompliment1.jpg" alt="Silja (7) mit Pony " title="Silja (7) mit Pony " />
</a>
<em><strong>Wer mit seinem Pferd Zirkuslektionen erlernen möchte, der steht bereits ganz am Anfang, wenn er mit dem Kompliment beginnen möchte, vor einer der Grundsatzfragen: mit oder ohne Fußlonge? Auch auf meinen Zirkuskursen und im Unterricht ist das eines der Themen, mit denen man sich eingangs beschäftigt.<br />
</strong></em></p>
<p>Die Erfahrungen und Meinungen der Teilnehmer spiegeln deutlich wieder, wie sehr die Fußlonge in Verruf geraten ist. Viele teilen mit, dass Sie bereits schlechte Erfahrungen mit der Fußlonge gemacht haben oder gesehen haben, wie die Fußlonge zum Zwangsmittel wurde. Oft wundere ich mich sogar, dass die Leute sich dennoch für Zirkuslektionen interessieren, wenn Sie vorher schon so schlechte Erfahrungen gemacht haben. Wiederum freut es mich, dass Sie ein solches Vertrauen in mich setzen und dann zu mir kommen <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Leider habe auch ich schon sehr viel Unschönes mit der Fußlonge sehen müssen und kann die Argumente daher gut nachvollziehen. Aber wie bei so ziemlich allen, bestimmt auch hier Hand des Trainers über Zwang oder Hilfe und der Pferdebesitzer kann selbst entscheiden – sofern er über die nötige Fachkenntnis verfügt – ob die Anwendung des Hilfsmittels in pferdeschonender Art und Weise geschieht oder im Zweifel das Training abbrechen. Ein hoher Bekanntheitsgrad und ein „guter Name“ sind leider ebenfalls keine Qualitätssiegel für einen fairen Umgang, daher appelliere ich hier an die Eigenverantwortung. Niemand muss seinem Pferd und sich etwas zumuten, mit dem er nicht einverstanden ist.</p>
<p>In meinen Kursen arbeite ich inzwischen nahezu ohne Fußlonge, obwohl ich es nach wie vor für eine sehr gute und effektive Methode halte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zwei Tage nicht ausreichen, um allen Teilnehmern die nötige Sicherheit für die Praxis ohne Trainer zu vermitteln. Nicht immer hat man es mit ausreichend vorbereiteten Pferd-Mensch-Paaren zutun oder aber mit Paaren, die in Ihrer persönlichen Entwicklung noch recht am Anfang stehen und für Alternativen in der Ausbildung interessieren. Insbesondere hier erfordert das Arbeiten mit der Fußlonge eine längere Einführungs- und Gewöhnungsphase daran, so dass für die eigentliche Praxis am Kompliment nur wenig Zeit bleibt. Die Fußlonge erfordert eine sehr sorgfältige Vorbereitung, die in der Regel mehr Zeit in Anspruch nimmt als die Vorbereitung der Arbeit ohne Fußlonge. Generell fühlten sich viele Teilnehmer auch mit ausführlicher Vorbereitung noch sehr unsicher. Vor allem aber die mentale Haltung gegenüber der Fußlonge lässt ein entspanntes, selbstsicheres Arbeit nicht zu. Bereits in der Theorie stellte sich regelmäßig die Grundsatzfrage, ob mit oder ohne Fußlonge gearbeitet werden soll und es kamen allerhand Vorurteile zum Vorschein, die die Teilnehmer über lange Zeit in Ihrer ablehnenden Haltung bestärkt haben. Natürlich konnten wir mit diesen Vorurteilen aufräumen, doch diese Diskussion hinterlässt häufig dennoch ein ungutes Gefühl, da Sie zeigt wie schmal der Grat zwischen Missbrauch und Hilfsmittel ist. Dieses ungute, tiefsitzende Gefühl, sein Pferd "zu zwingen" wenn Teilnehmer bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben, kann ich dennoch oft an einem Wochenende nicht ausmerzen.</p>
<p>Mit dem Konzept ohne Fußlonge kommt die absolute Mehrheit der Teilnehmer auf Anhieb gut zurecht und auch ich kann meinen moralischen Grundsätzen treu bleiben und entlasse die Teilnehmer aus dem Kurs mit einem guten Gewissen, ohne dazu beigetragen zu haben, dass aufgrund unzureichender Praxiserfahrung Anwendungsfehler passieren und die Vorurteile gegenüber der Fußlonge noch weiter geschürt werden. Denn selbst wenn innerhalb des Kurses korrekt gearbeitet wird, heißt dies nicht, dass alle Teilnehmer dieses komprimierte Wissen an einem Wochenende gleich gut umsetzen und aufnehmen. 2 Tage sind nicht viel Zeit um ein solides Fundament zu legen und ich lege viel Wert darauf, meine Teilnehmer in dieser Zeit so gut wie möglich für die kommende Praxis vorzubereiten, ihnen Sicherheit zu geben und sie zu motivieren, alleine zuhause weiter zu üben. Ich freue mich, dass ich mit dem derzeitigen Konzept dazu die Gelegenheit finden und den Teilnehmern den Spaß und den Nutzen von Zirkuslektionen vermitteln kann.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/fusslonge.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1380" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1380__320x240_fusslonge.jpg" alt="fusslonge" title="fusslonge" />
</a>
 In der Praxis haben beide Methoden, das Kompliment mit Fußlonge und das gelockte Kompliment, ihre Berechtigung und es ist zuletzt auch eine Frage der eigenen Vorliebe, welche Variante man wählt. Die Fußlonge bietet bei der Erarbeitung des Kompliments eine sehr gute Balancestütze und die Möglichkeit, von Beginn an eine korrekte Haltung zu etablieren. Die Lastaufnahme über die Hinterhand und ein korrektes Stützen ist von vorneherein gesichert, auch dadurch, dass der Longenführer die Haltung viel besser selbst einschätzen kann, als wenn er "am Boden rumkraxelt". Sie ermöglicht durch Ihre Stützfunktion außerdem ein langsames Hinab und eine stetige und kontrollierte Steigerung der Abwärtsbewegung bei erhobenem Kopf. Gerade bei Pferden mit Fehlstellungen oder wenn zum Beispiel die Vorderbeine eng stehen und daher das Gleichgewicht im Hinab ohnehin schon problematisch werden kann, sind hierfür prädestiniert. Ein solches Pferd neigt mit dem Kopf zwischen den Beinen schnell dazu, aus dem Gleichgewicht zu kommen, wenn man nicht auf die Grundaufstellung achtet.</p>
<p>Was das Erlernen angeht, so finde ich, wenn man einen verständnisvollen und gesicherten Umgang mit dem Pferd hat, eine gute Basis am Boden und das Kompliment sorgfältig vorbereitet, dann kann man es durchaus mit der Fußlonge versuchen. Am Anfang sollte man auf jeden Fall einen zweiten „Mann“ dabei haben, allein schon aus Sicherheitsgründen. Denn das Handling der Fußlonge ist am Anfang nicht so unkompliziert, man hat viel zu koordinieren. Dafür finde ich das Arbeiten mit der Fußlonge für "Einsteiger" in der Bodenarbeit grenzwertig, man sollte sein Pferd dafür gut kennen und gut vorbereiten durch entsprechende Bodenarbeit und Training. Hier sollte dann auf jeden Fall ein „Fachmann“ vor Ort hinzugezogen werden.</p>
<p>Das Kompliment ohne Fußlonge ist in der Regel deutlich einfacher zu erarbeiten, allein schon dadurch, dass die Leute etwas offener und "mutiger" sind. Außerdem sind die Pferde natürlich durch das Futterlob motiviert, sich zu Boden zu lassen. Bei Pferden die das Futterlob nicht kennen, kann dies vorübergehend natürlich etwas „anstrengend“ sein, aber auch dies ist ein Problem welches man lieber „bearbeiten“ sollte, statt es zu vermeiden.</p>
<p>Ein Argument, welches häufig bei der Befürwortung der Fußlonge genannt wird ist, dass das Pferd hierbei schrittweise muskulär an die neue Aufgabe herangeführt wird. Das ist grundsätzlich richtig, doch auch ohne Fußlonge kann ich einiges hierfür tun, die Muskulatur zu unterstützen. Ich dehne die Pferde ausreichend vor und zeige meinen Schülern verschiedene Dehnübungen, die das Pferd genau darauf vorbereiten und die Muskulatur ausreichend aufwärmen, auch um das Verletzungsrisiko zu minimieren, falls das Pferd doch mal das Gleichgewicht verliert und auch, weil diese Zielführend sind. So lernt das Pferd z. B. der Futterhand höflich zu folgen, den Hals zu beugen und dabei die Vorhand stehen zu lassen. Die Verbeugung bereitet das Pferd, richtig ausgeführt, optimal auf das Kompliment vor. Mit der richtigen Vorbereitung finden die meisten Pferde häufig deutlich schneller zu einem ordentlichen Kompliment.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/pferd-kunststueck00033.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1379" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1379__320x240_pferd-kunststueck00033.jpg" alt="Bild der Frau" title="Bild der Frau" />
</a>
Wenn man darauf achtet, das das Pferd die richtige Grundposition hat (sorgfältige Vorbereitung!), also die Vorderbeine deutlich nach vorne heraus, Hinterhand stabil und generell im Gleichgewicht, das Bein nur begleitet und nicht nach hinten zieht und die Futterposition relativ weit oben wählt und an der Bauchnaht nach hinten führt (variiert je nach Pferd), dann macht das Pferd auch keinen Kopfstand und man kann meist nach ein, zwei Versuchen schon vorn füttern, so dass das Pferd den Kopf trägt. Selbst, wenn die ersten Versuche noch unbeholfen und oft nicht in einer optimalen Position enden, so kann man nahezu alle „Fehlstellungen“ binnen kürzester Zeit beheben.</p>
<p>Der Weg zu einem selbständigen Kompliment, ohne Hilfe des Menschen ist meiner Erfahrung nach bei vielen Pferden ohne Fußlonge deutlich kürzer. Auch hier spielen die Vorbereitung und der richtige Ablauf eine große Rolle. Zuerst lernt das Pferd von Anfang an das Bein selbständig anzuheben, wenn ich das Röhrbein mit der Gerte touchiere. Das Bein wird baldmöglichst nicht mehr mit der Hand aufgenommen sondern immer vom Pferd "in die Hand gelegt". Von vorneherein achte ich darauf, dass mit Gerte gearbeitet wird und das Bein so wenig wie möglich unterstützt wird beim Heruntergehen. Das Pferd wird also zur Selbstständigkeit erzogen. Es ist gar nicht so selten, dass die Pferde so bereits im ersten Kurs schon gute Ansätze zum freien Kompliment zeigen.</p>
<p>Ein Punkt, den ich ganz wichtig finde, ist das häufig angesprochene Verletzungsrisiko bei der Arbeit am Kompliment ohne Fußlonge. Meiner Einschätzung nach ist dieses nicht höher, als bei der Arbeit mit Fußlonge – natürlich immer vorausgesetzt, man macht es richtig. Häufig wird der richtigen Aufstellung des Pferdes zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ich betone das immer und immer wieder in den Kursen und es fällt mir stets auf, dass hierauf viel zu wenig Wert gelegt wird. Ich versuche den Blick dafür zu schulen, wie das Pferd stehen soll (das z. B. das Streckbein anfangs nach vorne gestellt werden muss) und die Teilnehmer verstehen und sehen das auch, aber denken häufig dennoch offenbar "passt schon" wenn ich mal nicht gucke <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Wie wichtig das ist, zeigt sich spätestens, wenn das Pferd dann doch mal aus dem Gleichgewicht kommt oder nicht die angestrebte Haltung einnimmt. Denn hat das Pferd noch nicht gelernt, sich selbständig richtig aufzustellen und mit der Hinterhand hinten heraus zu treten, kann es sich nicht korrekt über die Hinterhand absenken und steckt einfach den Kopf zwischen die Beinen. Wenn Mensch dann auch noch zu tief füttert, dann sind Gleichgewichtsprobleme vorprogrammiert. Das Pferd knickt oft im Streckbein ein, kippt im schlimmsten Fall über die Zehe weg und gerät ins Schwanken. Gerade Pferde mit einem hohen Körperschwerpunkt können dies nur schlecht kompensieren.</p>
<p>Eine letzte Anmerkung darf ebenfalls nicht vergessen werden – die Arbeit mit Kindern! Natürlich sollte insbesondere anfangs immer eine Aufsichtsperson anwesend sein, aber Zirkuslektionen sind eine großartige Möglichkeit, genauso wie Natural Horsemanship an sich, Kinder und Ponies miteinander vertraut zu machen und den Kindern die Grundlagen der positiven Arbeit mit dem Pferd nahezubringen. Man kann in dieser wichtigen Phase so viele Grundlagen für die weitere Entwicklung legen, dass es schade wäre, würde man nicht auch Kinder hier heranführen. Aber Kinder und Fußlongen passen für mich ganz grundsätzlich nicht zusammen, so dass hier ohnehin – für mich – nur die Variante ohne Fußlonge bleibt. Wer schon mal gesehen hat, wie Kinderaugen voller Stolz und Freude leuchten, wenn das Pony das erste Mal das Kompliment macht, weiß, was ich meine <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Abschließend kann ich sagen, ich für mich halte den Weg ohne Fußlonge als den für das Selbststudium deutlich besser geeigneten. Vor allem auch in den Kursen hat sich diese Variante bewährt, gerade vor dem Hintergrund, dass die Teilnehmer nach dem Kurs auf sich allein gestellt sind und selten einen Helfer zur Verfügung haben. Vielen Menschen würde die Arbeit mit Zirkuslektionen so von vorneherein verschlossen bleiben. Darüber hinaus lassen sich nahezu alle Vorteile der Arbeit mit der Fußlonge mit der richtigen Technik und einer guten Vorbereitung auch ohne Fußlonge erreichen.</p>
<p>Ein Restrisiko kann man natürlich in beiden Fällen – mit und ohne Fußlonge – nicht ausschließen. Genauso wie man generell im Umgang mit Lebewesen nicht ausschließen kann. Eine Berechtigung haben beide Methoden und letztlich muss auch hier jeder für sich und sein Pferd den richtigen Weg selbst finden.</p>
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		<title>Das haarige Dings!</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 11:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Motzwurf]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p> <p>Die Tierhalter unter uns kennen das Problem: das liebliche Viech haart. Wenn man nicht gerade stolzer Besitzer eines Bandwurmpaares ist oder auf 8-Beiner steht, dann haart das Viech. Vorzugsweise im Frühjahr... und dies dann auch gerne ausdauernd.</p> <p>Das beste Pferd von Allen tut dies auch. Mit Begeisterung und Elan. Er hat ja auch sonst nicht viel zu tun <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/motzwurf/20120429/das-haarige-dings">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright  wp-image-1520" style="margin: 0pt 0pt 0pt 10px; border: 0pt none; padding: 0;" title="Motzwurf" src="http://www.motionclick.de/wp-content/uploads/motzwurf_header_021.gif" alt="" width="192" height="192" /></p>
<p>Die Tierhalter unter uns kennen das Problem: das liebliche Viech haart. Wenn man nicht gerade stolzer Besitzer eines Bandwurmpaares ist oder auf 8-Beiner steht, dann haart das Viech. Vorzugsweise im Frühjahr... und dies dann auch gerne ausdauernd.</p>
<p>Das beste Pferd von Allen tut dies auch. Mit Begeisterung und Elan. Er hat ja auch sonst nicht viel zu tun im Frühjahr.</p>
<p>Was das alljährliche Rieseln auslöst, ist unter Biologen umstritten. Während der gemeine Weihnachtsbaum ja quasi nadelnd zur Welt kommt, um uns Deutschen ab Dezember den Wohnzimmerteppich zu versauen, verhält es sich beim Equus da anders. Den dieses nadelt gerne ab März - wenn möglich bis ins späte Frühjahr hinein - je nach Haarreservoir auch gerne mal bis Anfang August. Warum gerade bis Anfang August? Keine Ahnung, wahrscheinlich, weil sie es können...</p>
<p>Auch Darvin hat beschlossen, dass es nun dringend Zeit ist, sich zu entblättern. Und lässt mich nun - wie jedes Frühjahr aufs Neue - rätseln: Ist doch Woll-Mammut in dieses Tier eingekreuzt? Und falls ja - wie viele?!?</p>
<p>Während also am heutigen Tag die Sonne von Pferdehaarwolken verdunkelt wurde und einige besonders irrwitzige Haare ihren Weg bis auf Sohle 7 meiner Lunge gefunden hatten, kam ich nicht umhin, für mich einige Betrachtungen zu diesem im wahrsten Sinne des Wortes haarigen Thema zu führen.</p>
<p>Zwar war die mangelnde Sauerstoffsättigung meines Blutes aufgrund der mit Pferdehaar zugesetzten Bronchien einem logischen Denkprozess eher abträglich, aber die dadurch entstehenden psychedelischen Muster vor meinen Augen waren wirklich schön anzusehen.</p>
<p>Führende Chronobiologen sind der Ansicht, dass die im Frühjahr ansteigende Tageslichtdauer für den Haar-Drang beim Pferd verantwortlich ist. - Eine andere Theorie sieht eher die kletternde Außentemperatur als Auslöser für die graduell fortschreitende Entpelzung.</p>
<p>Ich aber weiß es besser!</p>
<p>Es ist der Fleece-Pulli!</p>
<p>Ja, Ihr habt richtig gelesen. Der Fleece-Pulli ist der Auslöser für den Haarverlust beim Equus vulgaris. Er kommt als einzige Möglichkeit in Betracht. Denn immer, wenn ich einen Fleece-Pulli trage, passiert folgendes:</p>
<p>Am Ende des Putzvorganges besitzt mein Pony kein Haar mehr am Leib, wohingegen mein Fleece-Pulli direkt für die nächste Hengstleistungsprüfung angemeldet werden könnte. Und er würde sie gewinnen, denn haarig genug ist er dafür!<br />
Dies passiert nicht, wenn ich ein Sweat-Shirt trage. Auch Wolle lässt Darvin völlig kalt. Polyester - nix passiert. Seide? Mein Pferd runzelt eine Augenbraue, behält aber ansonsten seinen Pelz für sich. Angoraziege, Mohair und Latex? Darvin gähnt leise vor sich hin und stellt das Fell auf, um seine Plüschigkeit zu betonen.</p>
<p>Doch sobald ich im Fleece-Pulli um die Ecke biege, lockern sich die ersten 3 Trilliarden Haare am Leib meines Pferdes!</p>
<p>Und eine Stunde später ist mein Pferd nackt und ich überlege, ob ich meinen Pulli einfach als Rosshaarmatratze auf eBay verhökern sollte.<br />
Oder noch besser: Ich werde das verfilzte Fleece-Dings via Anzeige mit folgendem Text los:</p>
<p>"Ruhiges, haarmloses Anfängerpony, Größe 48, waschbar bei 30°C, leider noch komplett ungeritten, nicht auf links bügeln, sucht neuen Aufgabenbereich, da es seinen alten Aufgaben entwachsen ist. Trocknerungeeignet. Nur mit gleichen Farben waschen aber ansonsten wirklich verträglich mit Artgenossen. Waschmaschinenhaltung bevorzugt!"</p>
<div class='wp_fbl_bottom' style='text-align:'></div><div class='wb_fb_comment'><br/></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wer oder was ist eigentlich ein Motzwurf?</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 11:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Motzwurf]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Tja, vorstellen soll ich mich. Sagt Sady. Das würde ich natürlich gerne tun, wenn – ja – wenn es nicht mein ewig Co-kommentierendes Frauenhirn gäbe. Dann wäre das hier eventuell der Beginn einer ganz normalen Vorstellung, die allen, die demnächst Spaß mit der neuen Kolumne haben sollen, eine Vorstellung davon vermittelt, wer eigentlich hinter dem Motzwurf und damit auch <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/motzwurf/20120429/wer-oder-was-ist-eigentlich-ein-motzwurf">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, vorstellen soll ich mich. Sagt Sady. Das würde ich natürlich gerne tun, wenn – ja – wenn es nicht mein ewig Co-kommentierendes Frauenhirn gäbe. Dann wäre das hier eventuell der Beginn einer ganz normalen Vorstellung, die allen, die demnächst Spaß mit der neuen Kolumne haben sollen, eine Vorstellung davon vermittelt, wer eigentlich hinter dem Motzwurf und damit auch hinter all dem Geschriebenen steckt.</p>
<p>Schließlich ist es viel netter und kuscheliger, wenn man sich zumindest schon ein wenig kennen gelernt hat, nicht wahr?</p>
<p>Eine Vorstellung, sagt Sady. Oh Mann, das ist gar nicht so einfach, wie man denkt. Fangen wir also am Anfang an, und beantworten erst mal die (eventuell vorhandene) Frage:<br />
„Wer ist der Motzwurf?“</p>
<p>Nun, um genau zu sein (sowohl grammatikalisch als auch vom Genus her) müsste die Frage eigentlich eher lauten: „Wer ist eigentlich DIE Motzwurf?“</p>
<p>Denn das ewig ungefragt quatschende Hirn, dass die Hauptschuld an den Texten, die diese Kolumne demnächst bevölkern dürfen, trägt, ist (Tusch, täteräääh, welch große Überraschung?!) natürlich weiblich. Wie könnte es auch anders sein, denn wäre es männlich, würden hier in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach Textfragmente wie „Hmmm, yepp!“ oder aber „Der Ball ist rund!“ stehen. Das drückt sicherlich vieles, möglicherweise sogar schwer tiefgründiges aus, könnte aber auf Dauer für alle recht unbefriedigend und monoton zu lesen sein. Und eigentlich geht es ja hier um Kurzweil und Opium fürs Pferdevolk und nicht um eine szenische Neuauflage des Dramoletts „Antrittsbesuche bei den Schwiegereltern – Das Schweigen der Lämmer“.</p>
<p>Die Texte in dieser Kolumne sind also Einblicke und Aussichten in den kleinen unheiligen Kosmos des Motzwurfes. Als deutlich übergewichtige Besitzerin eines nicht ganz so deutlich übergewichtigen süddeutschen Kaltblutwallachs, welcher in regelmäßigen Abständen grazile Araber im Offenstall unter sich begräbt, hätte ich schon alleine dadurch genügend Stoff für epische Abenteuer. Doch auch als Ex-Turnier-Trottel, Beinahe-Jagdreiterin, Hausgebrauchs-Fotografin und mehr als unterirdisch unterdurchschnittlich begabte Dressurreiterin schöpfe ich da aus einer schier unendlichen Quelle von Begebenheiten. Ach ja – in der Mittelalter-Szene treibe ich mich übrigens nebenher auch rum, verzeyhet also, holde Leserschaft, wenn sich daher das eyne oder andere Ypsilon in meyne Texte hereynschleycht. Doch sey nun genug gesaget über meyne bescheydene Person.<br />
Nur soviel noch: Der Name „Motzwurf“ basiert auf meinem Avatar-Bild in einigen Foren, das einen moppernden motzenden Maulwurf zeigt. Daraus entstand im Laufe der Zeit der bzw. die Motzwurf.<br />
Sicher auch nicht origineller als Nicknames wie „HornyGirly82“ oder „DerStecher“, aber ich war in Not und der Nick war frei und willig.</p>
<p>An dieser Stelle werfe ich übrigens nun dankend jedwede politische Korrektheit über Bord. Ohne lebt es sich ja auch bedeutend leichter. Das ist wie mit dem Gewissen, das kennt der eine oder andere Totilas-Treiber sicher schon aus eigener Erfahrung. An dieser Stelle also nur noch eine deutliche Warnung, die eigentlich vor jedem meiner Texte stehen sollte:“Korrekt kann ich nicht, außer bei die Grammatik, ey!“ Ich bin weiblich und eine latente prämenstruelle Stutenbissigkeit zeichnet mich aus. Also festschnallen und Augen zu, wir nehmen nun ein wenig an Fahrt auf.</p>
<p>So völlig befreit von moralischer, politischer oder sonst irgendeiner Korrektheit verspreche ich hoch und heilig, dass hier an dieser Stelle zukünftig jeder und alles von mir humoristisch untergraben wird.</p>
<p>Wie z.B. das Thema dicke Pferde. Wobei Kaltblüter (im speziellen Süddeutsche) hiervon selbstverständlich ausgeschlossen sind, letztere sind NIEMALS dick – nur muskulär expandiert am Bauch. Themen wie klassische Reitweisen und solche die es mal werden wollen, werden genauso behandelt wie Pferdeflüsterer mit Level 3 Seilen. Ich schreibe über Boxenhaltung, aber gerne auch über jede andere Art des offenen Strafvollzuges. Es werden Pferderassen wie der Pinarab, Arappaloosas und Toy Horses vorgestellt, aber auch sonstige Arten von schweren Weideunfällen. Eventuell beleuchte ich die Jagdreiterei und die daraus resultierenden tieferen Gründe für dauerhaften Alkoholkonsum im Sattel. Ich werde Freizeitreiterinnen und deren unseligen Hang zum falschen Pferd am falschen Ort mit dem falschen Namen (Hasimausiöhrlipferdiliiihhiiii) thematisieren, genauso wie Eskadron-Jüngerinnen und deren fatalen Hang zur Farbblindheit. Ob die Dressur-Tussi mit den blankpolierten Krampfader-Quetschen oder die überforderte Mitvierzi(e)gerin, deren Pferd Kai-Kevin ein Recht auf jede seiner Unarten hat – in dieser Kolumne findet sich ein bisschen von allem wieder, was die Reiterei zu bieten hat.</p>
<p>Willkommen also in der Welt von „Die Motzwurf“!</p>
<p>Ich hoffe sehr, Ihr habt Spaß mit mir und ich mit Euch! An dieser Stelle noch einmal meinen Dank an Sady, die tollkühn genug war, einen Motzwurf auf ihre Homepage loszulassen. Eine Tatsache, die mich immer übrigens immer noch mit Erstaunen und Dankbarkeit erfüllt.</p>
<p>Herzlichst</p>
<p>Die Motzwurf / Susanne</p>
<div class='wp_fbl_bottom' style='text-align:'></div><div class='wb_fb_comment'><br/></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>In Demut und Ehrfurcht vor dem Pferd</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/umgang-und-verhalten/20120205/in-demut-und-ehrfurcht-vor-dem-pferd</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 14:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Heute wird es erst mal ein wenig emotionaler und nachdenklicher. Weniger ein fachlicher Beitrag als ein Verfassen und Niederschreiben meiner zusammengewürfelten Gedankengänge. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt online stelle, denn das ist natürlich alles höchst subjektiv verfasst und eigentlich verfolge ich mit meinen Beiträgen immer auch ein Ziel … Diesmal ist es vielmehr das <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/umgang-und-verhalten/20120205/in-demut-und-ehrfurcht-vor-dem-pferd">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/p1010231.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1375" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1375__320x240_p1010231.jpg" alt="Tarek und Sady" title="Tarek und Sady" />
</a>
Heute wird es erst mal ein wenig emotionaler und nachdenklicher. Weniger ein fachlicher Beitrag als ein Verfassen und Niederschreiben meiner zusammengewürfelten Gedankengänge. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt online stelle, denn das ist natürlich alles höchst subjektiv verfasst und eigentlich verfolge ich mit meinen Beiträgen immer auch ein Ziel … Diesmal ist es vielmehr das Ziel, meine Gedanken zu Papier zu bringen. Entschlossen habe ich mich dann doch dazu, weil es vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken anregt und in gewisser Weise eine Besinnung auf bestimmte, ethische Werte mit sich bringt. Ein wenig Erdung kann nie schaden!</p>
<p>Viel Inspiration zum Schreiben und Nachdenken erhalte ich in der Diskussion oder in Gesprächen mit anderen Pferdefreunden, aber auch beim bloßen Lesen von z. B. Statusmeldungen und Kommentaren auf Facebook. So war auch heute Facebook die Quelle meiner Inspiration.</p>
<p>Ich habe die letzte Stunde damit verbracht, mir eine Reportage anzusehen. Es ging um Pferde, natürlich. Um Pferde in ihrem natürlichen Lebensraum, um das Herdenverhalten und um die Domestizierung des Pferdes. Und auch um das, was der Mensch im Laufe der Zeit so mit Pferden "angestellt" hat ...</p>
<p>Als Resonanz auf den eingestellten Link schrieb jemand, dass er nach dem Sehen des Films wieder weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist. Diese Aussage richtete sich dabei insbesondere an Leute mit Bezug zu Natural Horsemanship und galt als Fürsprache für diese Trainingsmethode. Auch ich fühle mich durchaus im Bereich Horsemanship angesiedelt, denn natürlich möchte ich mit meinem Pferd so artgerecht wie möglich arbeiten.</p>
<p>Nachdem ich den Film gesehen hatte und auch schon währenddessen, wurde ich jedoch zunehmend betroffener. Auf einmal blieb von der Bedeutung des Wortes "natural" nicht mehr viel übrig und mich erfüllte ein Gefühl von Ehrfurcht und tiefer Demut vor dem Wesen Pferd. Wir nehmen den Pferden nahezu alles, um Ihnen dann ein Stück davon zurück zugeben. Und dann besitzen wir noch die Anmaßung zu sagen, all das wäre natürlich? Es ist klar, dass wir die natürlichen Bedürfnisse der Pferde in der heutigen Zeit und im Rahmen der Domestizierung nur annähernd nachstellen, aber selten vollständig erfüllen können. Doch abgesehen von der Haltung, die wir in der Tat so natürlich wie möglich gestalten können, ist nahezu nichts von dem, was wir tun, natürlich. Das Pferd ist nicht erschaffen worden, um dem Menschen zu dienen, es benötigt auch keine durch uns begründete Daseinsberechtigung.</p>
<p>
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</a>
Wir aber nehmen uns das Recht heraus, uns das Pferd, überspitzt gesagt, zum Untertan zu machen. Dabei finde ich es in letzter Konsequenz auch nicht wichtig, mit welcher Trainingsmethode dieses geschieht. Sicher gibt es hier Wege, die für das Pferd angenehm oder weniger angenehm sind, aber am Ende steht dann doch eine Erwartungshaltung, die wir an das Pferd stellen. Es fühlt sich an, als sei die Erhaltung des Pferdes nur durch den Egoismus des Menschen begründet. Es begann damit, das Pferd als Nutztier zu entdecken. Das Pferd diente einem wirtschaftlichen Zweck, ganz egal ob bei der Arbeit auf dem Feld, im Krieg, auf Reisen oder zum Austragen von Waren und Post. Was wäre der Mensch ohne das Pferd? Und all das wäre gar nicht möglich gewesen, wäre das Pferd nicht so unglaublich tolerant, genügsam und gutmütig wie kaum ein weiteres im Tierreich.</p>
<p>Heute braucht das Pferd keinen Job mehr machen, außer unsere Freizeit mit Freude zu erfüllen. Und auch hier steht zumeist an erster Stelle unsere eigene Erwartungshaltung. Unser eigener Anspruch, wie das Zusammensein mit unserem Pferd zu sein hat. Wir alle zahlen jeden Monat, jeden Tag eine nicht unerhebliche Summe für diesen Spaß und, es ist irgendwie menschlich, dass man dies im wahrsten Sinne des Wortes nicht „umsonst“ macht, sondern auch eine „Gegenleistung“ dafür erwartet. Für mich ist dies ein ständiger Zwiespalt. Um es mit den Worten des jüngst verstorbenen Hans Heinrich Isenbart zu sagen „Aber vergessen Sie die Pferde nicht!"</p>
<p>Manchmal denke ich mir, ob das alles überhaupt sein muss; muss ich reiten? Muss ich Zirkuslektionen oder Horsemanship machen? Muss ich Kutsche fahren? Wie würde es meinem Pferd wohl gehen, ohne all diese Dinge? An solchen Tagen frage ich mich, ob ich ein schlechter Mensch bin, weil hinter meinen Motiven letztlich nun doch materielle Werte stehen. Ich frage mich auch, manchmal schlechten Gewissens, warum ich mich nicht einfach daran erfreuen kann, mit meinem Pferd zu sein, ganz ohne jeglichen Anspruch und dabei meine ich wirklich, ohne jeglichen Anspruch. Auch das Training mit positiver Bestärkung dient trotz aller Freiwilligkeit zumindest teilweise einem Zweck, dem erarbeiten von Abläufen, Signalen oder Lektionen. Und auch wer das Training positiv gestaltet, gestaltet das Training!<br />
Eine wirkliche Lösung habe ich an solchen Tagen für mich nicht. Aber helfen tut mir der Wunsch, dass ich die Arbeit mit meinem Pferd in einer Art gestalten kann, in der schon das Training so von Freude und Spaß erfüllt wird, dass es für beide Seiten ein unterhaltsames Zusammensein ist. Weg von Lektionen zum Selbstzweck, hin zur Ganzheitlichkeit für Körper und Geist – meinem und den des Pferdes. Ich möchte Reiten? Dann muss ich dafür sorgen, dass mein Pferd diesem Anspruch nicht nur körperlich gerecht werden kann, sondern auch hier die Motivation eine übergeordnete Rolle spielt. Unter Berücksichtigung der Biomechanik, soweit man von einem nicht für das Tragen ausgelegten Tier überhaupt von Biomechanik sprechen kann und unter Berücksichtigung natürlicher Lernprinzipien, habe ich eine ganze Menge Möglichkeiten, diesem Anspruch gerecht zu werden.</p>
<p>Dies gilt natürlich stellvertretend auch für alle anderen Beschäftigungen mit dem Pferd. Wir müssen eine gemeinsame Sprache finden und können dem Pferd so eine Sicherheit gewähren, die ihm die Herde in ähnlicher Weise bieten kann. Diese Kommunikation ist frei von Abfolgen und Signalen die fest definiert sind, sie ist etwas sehr individuelles und persönliches zwischen Pferd und Mensch, einzig eine gewisse Zweckmäßigkeit ist von Vorteil. Das natürliche am Natural Horsemanship ist für mich somit nicht etwa die Sprache, die am Ende steht, sondern vor allem der Weg dorthin. Denn dieser begründet sich in respektvoller Art und Weise anhand des natürlichen Lernverhaltens des Pferdes und dem Bestreben nach möglichst freiwilliger Mitarbeit und beiderseitigem Einverständnis.</p>
<p>Dies zu berücksichtigen ist im Eigentlichen nicht schwer, aber schwer ist es, seine eigenen Vorstellungen hinten anzustellen und einfach loszulassen.<br />
Beschämend ist es häufig zu sehen, was der Mensch dem Pferd antut und wie sehr er seine Gutmütigkeit ausnutzt und das Pferd für seine Zwecke benutzt und manchmal nahezu missbraucht. Wie sehr er die natürlichen Grenzen und seine Persönlichkeit missachtet. Aber was erwartet man, wo doch Moral und Wertvorstellung heutzutage kaum noch eine Bedeutung zu haben scheinen und Ethik erst im Duden nachgeschlagen werden muss. Man kann dem Einzelnen wohl kaum einen Vorwurf für die Entwicklung der Gesellschaft machen. Auch Selberdenken muss gelernt werden, wo doch Eigenverantwortung ebenfalls nur noch geringfügig gefragt ist.</p>
<p>Dem Pferd mit Ehrfurcht, Demut und Respekt zu begegnen ist sicherlich nicht der bequemste Weg, denn er verlangt uns eine ganze Menge ab. Früher, als ich noch nicht so viel darüber nachgedacht habe, als ich weniger wusste, war ich oft ähnlich glücklich wie heute. 
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Damals konnte ich aber auch nicht beurteilen, wie es meinem Pferd dabei geht. Heute denke ich mehr nach, manchmal zu viel, und habe auch ein größeres Wissen, aus dem ich schöpfen kann. Ich schätze Momente wie diesen, denn Sie bringen mich zurück auf den Boden der Tatsachen und dazu, manchmal ganz zurück zum Anfang zu gehen und alles in Frage zu stellen – und sei es nur, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass es sich richtig anfühlt, was ich tue. Mein Tun zu beurteilen liegt dabei in letzter Konsequenz nicht bei mir, es ist auch nicht wichtig, was andere über mich denken, der einzige, der sich wirklich ein Urteil über mich und meine Fähigkeiten erlauben kann, ist mein Pferd! Und wenn ich ihm in die Augen sehe, sehe, wie selbstsicher und voller Freude er sich in der Arbeit mit mir gibt, dann glaube ich, seine Antwort zu kennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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Heute wird es erst mal ein wenig emotionaler und nachdenklicher. Weniger ein fachlicher Beitrag als ein Verfassen und Niederschreiben meiner zusammengewürfelten Gedankengänge. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt online [...]</itunes:subtitle>
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Heute wird es erst mal ein wenig emotionaler und nachdenklicher. Weniger ein fachlicher Beitrag als ein Verfassen und Niederschreiben meiner zusammengewürfelten Gedankengänge. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt online stelle, denn das ist natürlich alles höchst subjektiv verfasst und eigentlich verfolge ich mit meinen Beiträgen immer auch ein Ziel … Diesmal ist es vielmehr das Ziel, meine Gedanken zu Papier zu bringen. Entschlossen habe ich mich dann doch dazu, weil es vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken anregt und in gewisser Weise eine Besinnung auf bestimmte, ethische Werte mit sich bringt. Ein wenig Erdung kann nie schaden!
Viel Inspiration zum Schreiben und Nachdenken erhalte ich in der Diskussion oder in Gesprächen mit anderen Pferdefreunden, aber auch beim bloßen Lesen von z. B. Statusmeldungen und Kommentaren auf Facebook. So war auch heute Facebook die Quelle meiner Inspiration.
Ich habe die letzte Stunde damit verbracht, mir eine Reportage anzusehen. Es ging um Pferde, natürlich. Um Pferde in ihrem natürlichen Lebensraum, um das Herdenverhalten und um die Domestizierung des Pferdes. Und auch um das, was der Mensch im Laufe der Zeit so mit Pferden "angestellt" hat ...
Als Resonanz auf den eingestellten Link schrieb jemand, dass er nach dem Sehen des Films wieder weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist. Diese Aussage richtete sich dabei insbesondere an Leute mit Bezug zu Natural Horsemanship und galt als Fürsprache für diese Trainingsmethode. Auch ich fühle mich durchaus im Bereich Horsemanship angesiedelt, denn natürlich möchte ich mit meinem Pferd so artgerecht wie möglich arbeiten.
Nachdem ich den Film gesehen hatte und auch schon währenddessen, wurde ich jedoch zunehmend betroffener. Auf einmal blieb von der Bedeutung des Wortes "natural" nicht mehr viel übrig und mich erfüllte ein Gefühl von Ehrfurcht und tiefer Demut vor dem Wesen Pferd. Wir nehmen den Pferden nahezu alles, um Ihnen dann ein Stück davon zurück zugeben. Und dann besitzen wir noch die Anmaßung zu sagen, all das wäre natürlich? Es ist klar, dass wir die natürlichen Bedürfnisse der Pferde in der heutigen Zeit und im Rahmen der Domestizierung nur annähernd nachstellen, aber selten vollständig erfüllen können. Doch abgesehen von der Haltung, die wir in der Tat so natürlich wie möglich gestalten können, ist nahezu nichts von dem, was wir tun, natürlich. Das Pferd ist nicht erschaffen worden, um dem Menschen zu dienen, es benötigt auch keine durch uns begründete Daseinsberechtigung.


	

Wir aber nehmen uns das Recht heraus, uns das Pferd, überspitzt gesagt, zum Untertan zu machen. Dabei finde ich es in letzter Konsequenz auch nicht wichtig, mit welcher Trainingsmethode dieses geschieht. Sicher gibt es hier Wege, die für das Pferd angenehm oder weniger angenehm sind, aber am Ende steht dann doch eine Erwartungshaltung, die wir an das Pferd stellen. Es fühlt sich an, als sei die Erhaltung des Pferdes nur durch den Egoismus des Menschen begründet. Es begann damit, das Pferd als Nutztier zu entdecken. Das Pferd diente einem wirtschaftlichen Zweck, ganz egal ob bei der Arbeit auf dem Feld, im Krieg, auf Reisen oder zum Austragen von Waren und Post. Was wäre der Mensch ohne das Pferd? Und all das wäre gar nicht möglich gewesen, wäre das Pferd nicht so unglaublich tolerant, genügsam und gutmütig wie kaum ein weiteres im Tierreich.
Heute braucht das Pferd keinen Job mehr machen, außer unsere Freizeit mit Freude zu erfüllen. Und auch hier steht zumeist an erster Stelle unsere eigene Erwartungshaltung. Unser eigener Anspruch, wie das Zusammensein mit unserem Pferd zu sein hat. Wir alle zahlen jeden Monat, jeden Tag eine nicht unerhebliche Summe für diesen Spaß und, es ist irgendwie menschlich, dass man dies im wahrsten Sinne des Wortes nicht „umsonst“ macht, sondern auch eine „Gegenleistung“ dafür erwartet. Für mich ist dies ein ständiger Zwiespalt. Um es mit den Worten des jüngst verstorbenen Hans Heinrich Isenb[...]</itunes:summary>
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		<title>Kritikfähigkeit und Selbstreflexion</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/aktuelles/20120202/kritikfahigkeit-und-selbstreflexion</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 21:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Wer mit seinem Pferd erfolgreich sein möchte (und damit meine ich jetzt nicht in erster Linie auf sportlicher Ebene) und ein harmonisches, partnerschaftliches Miteinander anstrebt, hat sich ein ehrenwertes Ziel gesetzt, welches vor allem die persönliche Weiterentwicklung voraussetzt. Es bedarf nicht nur der richtigen Anwendung von Fachwissen in der Praxis, sondern vor allem auch sozialer Kompetenzen.</p> <p>Wer sich <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/aktuelles/20120202/kritikfahigkeit-und-selbstreflexion">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
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Wer mit seinem Pferd erfolgreich sein möchte (und damit meine ich jetzt nicht in erster Linie auf sportlicher Ebene) und ein harmonisches, partnerschaftliches Miteinander anstrebt, hat sich ein ehrenwertes Ziel gesetzt, welches vor allem die persönliche Weiterentwicklung voraussetzt. Es bedarf nicht nur der richtigen Anwendung von Fachwissen in der Praxis, sondern vor allem auch sozialer Kompetenzen.</p>
<p>Wer sich ernsthaft mit dem Thema Horsemanship auseinandersetzt, wird schnell feststellen, dass er hier mit bloßer Technik nicht sonderlich weit kommt. Auf der Liste der Eigenschaften, die unsere Entwicklung fördern, steht ganz weit oben die Fähigkeit, Kritik anzunehmen und sein Verhalten zu reflektieren. Kritik ist etwas, was uns sehr häufig begegnet, insbesondere wenn wir uns im Umgang mit dem Pferd mit alternativen Trainingsmethoden beschäftigen. Sie begegnet uns entweder in der offenen Konfrontation mit unseren Mitmenschen, oder wir nehmen sie unbewusst wahr, während sie in Gesprächen oder der Gestik anderer untergebracht ist.</p>
<p>Oftmals wird Kritik von uns als negativ empfunden und wir fühlen uns angegriffen. Natürlich stellt Kritik in gewisser Weise das Hinterfragen unseres Tuns dar, aber nicht immer geht es darum, uns auch von der Gegenseite zu überzeugen. Häufig bekundet Kritik auch das Interesse an dem was wir tun und stellt so für uns nicht nur eine Chance zur Selbstreflexion dar, sondern auch eine Möglichkeit, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und unserem Gegenüber zu mehr Verständnis zu verhelfen.</p>
<p>Dies erfordert jedoch, dass wir hiermit sachlich umgehen und nicht persönlich getroffen und in die Ecke gedrängt reagieren. Der Versuch einer Rechtfertigung aus der Verteidigungsposition heraus kommt oft unnötig aggressiv und persönlich an und zeugt von wenig Verständnis für unseren Diskussionspartner. Verständnis und Akzeptanz sind jedoch wichtig, wenn man Informationen auf der sachlichen Ebene austauschen möchte. So führt dies oft bei unserem Gesprächspartner ebenfalls zu Konfrontation und im schlimmsten Falle sogar zu Ablehnung.</p>
<p>
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Wer sich Kritik gegenüber sieht, sollte zunächst einmal Zuhören und sich die Argumente und Bedenken der Gegenseite anhören. Was möchte unser Gegenüber uns damit sagen und welche Erwartungen hat es? Hier sollte man ruhig genauer nachfragen. Das bekundet Interesse an der Auseinandersetzung und bringt einen in eine argumentativ bessere Position. Manchmal hilft es auch zu erfragen, welche Alternative der Fragende anführen würde. Außerdem gewinnen wir so wertvolle Zeit, die uns hilft, über unser Verhalten nachzudenken, bevor wir dann unserem Gesprächspartner Rede und Antwort stehen. Ausreden lassen und vor dem Antworten Durchatmen kann ebenfalls eine große Hilfe sein.</p>
<p>Für uns kann es außerdem wichtig sein, welchen fachlichen Hintergrund der in Frage stellende hat. Eine respektvolle, selbstreflektierte Antwort und eine sachliche Erklärung beeindruckt mehr als eine laute Argumentation! Zu wissen was man warum tut, hilft selbstsicher zu erklären. Auch muss eine subjektive Ansicht nicht zwangsweise eine fachlich objektive Meinung darstellen.</p>
<p>Man muss also nicht alles argumentieren oder rechtfertigen, manchmal ist es auch angebracht zu sagen "Vielen Dank für deine Meinung. Ich werde da mal in Ruhe drüber nachdenken. Vielleicht unterhalten wir uns dann später noch einmal darüber!" Oder in der Art "Vielen Dank für deine Meinung, aber ich teile diese nicht". Hierüber lässt sich deutlich machen, dass man den anderen zwar respektiert (ganz egal, ob man nun dessen Handlungsweise gut findet oder nicht), aber an dieser Stelle anderer Ansicht ist. Das zeugt von Stärke und Selbstbewusstsein und sieht ganz und gar nicht nach "Flucht nach vorn" aus. Die Bildung eines "Stuhlkreises" bringt einen eben nicht immer weiter.</p>
<p>Auch ist der eigene Weg ganz sicher nicht für jeden der richtige. Es ist in Ordnung eine andere Meinung zu haben, solange sie sich gut und richtig anfühlt. Und nur weil es jemand anders macht als man selbst, heißt es nicht, dass dies grundsätzlich auch schlechter sein muss. Selbst wenn es so sein sollte, hilft es in der Regel nicht, dies dem Gegenüber vorzuwerfen. Wer nicht bereit dazu ist, umzudenken und sich auf neue Pfade zu begeben, wird seine Meinung auch nicht ändern, wenn man ihm den Spiegel vorhält.</p>
<p>Vielleicht hätte man aber auch tatsächlich anders reagieren können, vielleicht hat man sogar einen Fehler begangen? Auch diese Möglichkeit sollte man stets in Betracht ziehen. Das ist menschlich und sicher verzeihlich und auch zu seinen Fehlern zu stehen, lässt einen nicht weniger kompetent erscheinen. Im Gegenteil, seine Fehler anzuerkennen hilft zu vermeiden, dass sie wiederholt werden.</p>
<p>
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Wird unser Gegenüber jedoch unsachlich, dann darf dem durchaus auch eine Grenze gesetzt werden. Es hilft hier kurz aber prägnant auf die Regeln des sachlichen Umgangs miteinander hinzuweisen und ansonsten nicht weiter darauf einzugehen. Diese Art von Kritik hat nicht den Sinn, konstruktiv eine Veränderung herbeizuführen, sie bekundet auch kein Interesse, sie dient lediglich dem Zweck den anderen zu treffen. In dieser unschönen Situation war sicher jeder von uns schon einmal und groß ist die Versuchung, sich hier für sein Handeln zu rechtfertigen oder sogar zu entschuldigen. Man tut besser daran, einer solche Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, da der Beweggrund kein ehrenwerter und schon gar keine Grundlage für eine Diskussion ist. Dies ist meiner Meinung nach nur verschenkte Lebenszeit und hilft keinem weiter.</p>
<p>Neben der Diskussion mit Zweiten oder Dritten, hilft es auch, den Dialog im Zwiegespräch mit sich selbst zu suchen. Das eigene Tun ständig zu hinterfragen hilft, Fehlerquellen aufzudecken und die eigene Situation sachlich und vor einem objektiven Hintergrund isoliert zu beurteilen. Je mehr wir wissen, je mehr Erfahrung wir dabei haben, desto objektiver kann die Beurteilung ausfallen. Dies hilft nicht nur bei der fachlichen Weiterentwicklung, es hilft auch, sich Kritik nicht so zu Herzen zu nehmen, sondern darüber nachzudenken.</p>
<p>Mit ist es sehr wichtig, die Weiterentwicklung auf der Persönlichkeitsebene meiner Schüler und die Fähigkeit, Kritik sinnvoll für sich zu nutzen bzw. sein Verhalten selbstkritisch zu hinterfragen, zu fördern und zu schulen. Insbesondere sein eigenes Verhalten isoliert zu betrachten und zu reflektieren erfordert sehr viel Arbeit an sich selbst und auch Zugeständnisse sich selbst gegenüber, sowie eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Mir liegt nicht daran, meine Schüler zu entmündigen indem ich ihnen meinen Weg als einzig wahren erkläre. Vielmehr freut es mich, wenn sie selbständig und "flügge" werden und auch mein Handeln bei Unklarheiten hinterfragen. Es zeigt mir, dass sie mitdenken und sich mit dem Gelernten auseinandersetzen. Und letztlich bin auch ich selbstverständlich nicht ohne Fehler und schon gar nicht allwissend. Wer mit mir arbeiten möchte, sollte nicht Perfektion in jeder Lebenslage erwarten. Auch mir hilft Kritik zur Weiterentwicklung.</p>
<p>Kompetenz und Überzeugung hilft auch bei der Beurteilung anderer Trainer, Lehrer und Mitstreiter, sei es nun in der praktischen Arbeit oder in der Perspektive des stillen Beobachters. Nur so ist es möglich, zu einer eigenen Meinung zu finden und sich sachlich und objektiv, aber voller Überzeugung für den richtigen Weg zu entscheiden. Wer dies umsetzen kann, kann von nahezu jeder Begegnung profitieren, da er in der Lage ist, passendes herauszufiltern und unpassendes auszublenden (Fairness und Verständnis des Trainers vorausgesetzt). Er ist in der Lage aus jedweder Situationen zu lernen.</p>
<p>Natürlich freue ich mich auch über eine gewisse Vorbildfunktion, aber ich möchte ermutigen, nicht einfach nur nachzumachen, sondern vor allem nachzudenken. Inspiration kann so viel mehr in Bewegung setzen als bloßes Nachahmen. Es erreicht nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen. Ich sehe mich viel mehr als lehrenden Wegbegleiter und -bereiter, doch den Weg gehen muss jeder für sich alleine.</p>
<p>Und weil auch ich hin und wieder ein wenig Motivation gebrauchen kann, freue ich mich, wenn ihr meine Artikel fleißig kommentiert und eure Meinung da lasst. Schickt ihn an eure Freunde oder teilt ihn auf Facebook, und Twitter, damit wir gemeinsam noch viel mehr Leute erreichen können. Bis zum nächsten Mal, eure Sady</p>
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Wer mit seinem Pferd erfolgreich sein möchte (und damit meine ich jetzt nicht in erster Linie auf sportlicher Ebene) und ein harmonisches, partnerschaftliches Miteinander anstrebt, hat sich ein ehrenwertes Ziel gesetzt, welches vor allem die persönliche Weiterentwicklung voraussetzt. Es bedarf nicht nur der richtigen Anwendung von Fachwissen in der Praxis, sondern vor allem auch sozialer Kompetenzen.
Wer sich ernsthaft mit dem Thema Horsemanship auseinandersetzt, wird schnell feststellen, dass er hier mit bloßer Technik nicht sonderlich weit kommt. Auf der Liste der Eigenschaften, die unsere Entwicklung fördern, steht ganz weit oben die Fähigkeit, Kritik anzunehmen und sein Verhalten zu reflektieren. Kritik ist etwas, was uns sehr häufig begegnet, insbesondere wenn wir uns im Umgang mit dem Pferd mit alternativen Trainingsmethoden beschäftigen. Sie begegnet uns entweder in der offenen Konfrontation mit unseren Mitmenschen, oder wir nehmen sie unbewusst wahr, während sie in Gesprächen oder der Gestik anderer untergebracht ist.
Oftmals wird Kritik von uns als negativ empfunden und wir fühlen uns angegriffen. Natürlich stellt Kritik in gewisser Weise das Hinterfragen unseres Tuns dar, aber nicht immer geht es darum, uns auch von der Gegenseite zu überzeugen. Häufig bekundet Kritik auch das Interesse an dem was wir tun und stellt so für uns nicht nur eine Chance zur Selbstreflexion dar, sondern auch eine Möglichkeit, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und unserem Gegenüber zu mehr Verständnis zu verhelfen.
Dies erfordert jedoch, dass wir hiermit sachlich umgehen und nicht persönlich getroffen und in die Ecke gedrängt reagieren. Der Versuch einer Rechtfertigung aus der Verteidigungsposition heraus kommt oft unnötig aggressiv und persönlich an und zeugt von wenig Verständnis für unseren Diskussionspartner. Verständnis und Akzeptanz sind jedoch wichtig, wenn man Informationen auf der sachlichen Ebene austauschen möchte. So führt dies oft bei unserem Gesprächspartner ebenfalls zu Konfrontation und im schlimmsten Falle sogar zu Ablehnung.


	

Wer sich Kritik gegenüber sieht, sollte zunächst einmal Zuhören und sich die Argumente und Bedenken der Gegenseite anhören. Was möchte unser Gegenüber uns damit sagen und welche Erwartungen hat es? Hier sollte man ruhig genauer nachfragen. Das bekundet Interesse an der Auseinandersetzung und bringt einen in eine argumentativ bessere Position. Manchmal hilft es auch zu erfragen, welche Alternative der Fragende anführen würde. Außerdem gewinnen wir so wertvolle Zeit, die uns hilft, über unser Verhalten nachzudenken, bevor wir dann unserem Gesprächspartner Rede und Antwort stehen. Ausreden lassen und vor dem Antworten Durchatmen kann ebenfalls eine große Hilfe sein.
Für uns kann es außerdem wichtig sein, welchen fachlichen Hintergrund der in Frage stellende hat. Eine respektvolle, selbstreflektierte Antwort und eine sachliche Erklärung beeindruckt mehr als eine laute Argumentation! Zu wissen was man warum tut, hilft selbstsicher zu erklären. Auch muss eine subjektive Ansicht nicht zwangsweise eine fachlich objektive Meinung darstellen.
Man muss also nicht alles argumentieren oder rechtfertigen, manchmal ist es auch angebracht zu sagen "Vielen Dank für deine Meinung. Ich werde da mal in Ruhe drüber nachdenken. Vielleicht unterhalten wir uns dann später noch einmal darüber!" Oder in der Art "Vielen Dank für deine Meinung, aber ich teile diese nicht". Hierüber lässt sich deutlich machen, dass man den anderen zwar respektiert (ganz egal, ob man nun dessen Handlungsweise gut findet oder nicht), aber an dieser Stelle anderer Ansicht ist. Das zeugt von Stärke und Selbstbewusstsein und sieht ganz und gar nicht nach "Flucht nach vorn" aus. Die Bildung eines "Stuhlkreises" bringt einen eben nicht immer weiter.
Auch ist der eigene Weg ganz sicher nicht für jeden der richtige. Es ist in Ordnung eine andere Meinung zu haben, solange sie sich gut und richtig anfühlt. Und nur weil es jemand anders [...]</itunes:summary>
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		<title>Dominanz und Zirkuslektionen?</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/bodenarbeit/20120131/1391</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 00:11:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zirkuslektionen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Immer wieder wird in Verbindung mit Zirkuslektionen, insbesondere bei den Übungen zu Boden, von Dominanz gesprochen. Die Lektionen würden helfen, die Rangordnung zwischen Mensch und Pferd zu klären bzw. die Rangfolge weiter unterstreichen. Diese These, vor allem auch in Verbindung mit Hilfsmitteln zum Erlernen von Zirkuslektionen wie z. B. der Beinlonge, führt leider regelmäßig zu unschönen Szenarien bei <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/bodenarbeit/20120131/1391">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
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</a>
Immer wieder wird in Verbindung mit Zirkuslektionen, insbesondere bei den Übungen zu Boden, von Dominanz gesprochen. Die Lektionen würden helfen, die Rangordnung zwischen Mensch und Pferd zu klären bzw. die Rangfolge weiter unterstreichen. Diese These, vor allem auch in Verbindung mit Hilfsmitteln zum Erlernen von Zirkuslektionen wie z. B. der Beinlonge, führt leider regelmäßig zu unschönen Szenarien bei der Arbeit. Der Einsatz der Fußlonge kann durchaus Sinn voll sein, wenn diese richtig angewandt wird, das ist also keine Kritik an der Fußlonge an sich. Doch nicht nur körperliche Auseinandersetzungen (und dazu gehört bei den Zirkuslektionen generell auch die Ausübung von Zwang) können hierbei zu einem falschen Verständnis führen. Vor allem das dem Sinn der Zirkuslektionen völlig konträre Gedankengut vermittelt ein ganz falsches Bild von der Zusammenarbeit mit dem Partner Pferd. Der Mißbrauch des Vertrauens durch falsch verstandene Trainingsmethoden führt eher zu einem gestörten Verhältnis zum Menschen, anstatt die Beziehung zu ihm zu vertiefen. So kann selbst diese enge Zusammenarbeit zwei Partner noch weiter auseinanderbringen.</p>
<p>Zirkuslektionen fördern das Verständnis zwischen Pferd und Mensch und richtig angewendet sind sie eine hervorragende Beziehungsarbeit. Sie können sogar Therapie sein, wenn Pferde sich schwer tun, dem Menschen zu vertrauen oder erst wieder lernen müssen, zu lernen. Dies setzt allerdings voraus, dass sich auch der Mensch zunächst von Erfolgswunsch und Zeitdruck verabschiedet und sich für neue Ansätze im Pferdetraining frei macht.</p>
<p>
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Auf Basis des natürlichen Lernverhaltens können mit viel Lob, welches systematisch! eingesetzt wird, und Verständnis für das Verhalten des Pferdes ganz neue Wege gegangen werden. Neben vielen weiteren, positiven Aspekten der Zirkusarbeit fördert diese die Freude am Lernen und Miteinander.</p>
<p>Dominanz und Rangordnungsklärung haben meiner Ansicht nach in der Zirkusarbeit keinen Platz. Einem Pferd über die zirzensische Arbeit seinen Platz an der Seite des Menschen zu erklären, wird nicht zu einer harmonischen Mitarbeit führen. Bei diesen meiner Meinung nach falschen Motiven, werden hier selbst unter "fachkundiger" Leitung nur zweifelhafte Ergebnisse erzielt werden. Aber auch die Arbeit mit Futter kann hier schnell brenzlig werden, wenn das Pferd den Menschen nicht als Partner anerkennt. Die Zirkusklektionen dienen hier dann lediglich dem Selbstzweck, da bei Gegenwehr des Pferdes kaum von einem gymnastischen Teilerfolg gesprochen werden kann; die Muskulatur arbeitet hier oft gegenläufig.</p>
<p>Aus diesem Grund ist eine solide Basis am Boden und die grundsätzliche Klärung von Respekt und Kommunikation vor dem Beginn der zirzensischen Arbeit unverzichtbar. Nur dann können Zirkuslektionen Ihrem eigentlichen Sinn dienlich sein.</p>
<div class='wp_fbl_bottom' style='text-align:'></div><div class='wb_fb_comment'><br/></div>]]></content:encoded>
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		<title>Clickertraining trifft Natural Horsemanship</title>
		<link>http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120123/clickertraining-versus-natural-horsemanship</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 16:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang und Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Auftrensen Shaping Formen]]></category>
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		<category><![CDATA[Positive]]></category>
		<category><![CDATA[Rangordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Strafe]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Ich möchte euch schon mal vorwarnen, heute wird es lang – sehr lang. Lest den Artikel wenn ihr grade Zeit und Lust habt, euch auch mit dem Thema zu beschäftigen. Ich weiß, ich war noch nie ein Kind weniger Worte, aber eine Anschauung, eine Trainingsphilosophie, lässt sich leider nicht in wenigen Sätzen erklären. Sie lässt sich auch selten <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120123/clickertraining-versus-natural-horsemanship">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/06.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1366" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1366__320x240_06.jpg" alt="Tarek und Sady" title="Tarek und Sady" />
</a>
Ich möchte euch schon mal vorwarnen, heute wird es lang – sehr lang. Lest den Artikel wenn ihr grade Zeit und Lust habt, euch auch mit dem Thema zu beschäftigen. Ich weiß, ich war noch nie ein Kind weniger Worte, aber eine Anschauung, eine Trainingsphilosophie, lässt sich leider nicht in wenigen Sätzen erklären. Sie lässt sich auch selten „ausdiskutieren“ und überhaupt nur schwer diskutiere. Manchmal lässt sie sich auch nur sehr schwer erklären, da sie etwas sehr persönliches und individuelles ist, die jeder mit sich selbst vereinbaren muss. Das hat sicher auch damit zutun, dass ich  Ich möchte heute über das Thema Natural Horsemanship und Clickertraining schreiben. Ein Thema, auf das ich oft angesprochen werde, da ich schon seit vielen Jahren, meiner Meinung nach recht erfolgreich, in beiden Lagern unterwegs bin. Ich stehe gewissermaßen schon immer zwischen den Stühlen und das hat es mir nicht immer leicht gemacht, da man sehr schnell in Schubladen gesteckt wird – auch wenn man in keine eindeutige Schublade passt. Oftmals wird dies als unstet aufgefasst und natürlich buße ich oft auf beiden Seiten „Kompetenz“ ein, denn gedanklich sind beide Arbeitsweisen für viele sehr weit entfernt und überhaupt nicht miteinander zu vereinbaren. Dabei finde ich persönlich, dass eine Methode bzw. Arbeitsweise, die einen Anspruch auf alleinige Allgemeingültigkeit erhebt ("Es geht nur so!"), sich in gewisser weise sogar selbst disqualifiziert, weshalb ich mich auch aus Prinzip auf kein System festlegen werde. Während „die Clickerer“ sagen ich zwinge mein Pferd zur Leistung, sagen die Verfechter des Natural Horsemanship oftmals, ich besteche es und beide sagen "Du, du, du, das macht man nicht ..." <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Glücklicherweise versuche ich in erster Linie meinem Pferd die Entscheidung zu überlassen, ob man etwas macht oder besser sein lässt. Ich schreibe also heute mal sehr umfassend meine Gedanken zu diesem Thema auf und freue mich, wenn ihr diesen Text lest und auf euch wirken lasst. Den Anspruch auf Vollständigkeit, Allgemeingültigkeit und Richtigkeit erhebe ich dabei ausdrücklich nicht!</p>
<p>Die Idee des Clickern ist, das Training auf einer freiwilligen Basis zu gestalten, keinerlei Druck anzuwenden und Verhalten möglichst nur auf positiver Bestärkung herauszuformen. Das ist eine tolle Sache, denn schließlich lernen wir alle am besten, wenn wir etwas selbst erarbeiten und für das Ergebnis und die Zwischenergebnisse möglichst viel belohnt werden und zwar mit etwas, was wir wirklich gern tun! Und natürlich arbeiten wir Menschen, weil wir das Geld zum Überleben brauchen. Für uns ist das weitestgehend "natürlich". Es ersetzt im weitesten Sinne unsere Ambitionen, nach etwas essbarem zu suchen, was wir zum Leben benötigen, so ist unsere "Evolution". Haben wir Geld, haben wir oftmals weniger Sorgen, unser Leben zu gestalten. Geld ist in unseren Breitengraden "Komfort". Selbstverständlich freue ich mich auch über nette Worte oder eine nette Geste, aber diese hilft mir letztlich nicht, zu überleben - ohne kann ich aber auch nicht <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Bei Kindern ist es weniger materialistisch, für diese hat Lob in Form von Gesten und verbaler Bestätigung einen viel höheren Stellenwert, sie müssen sich noch nicht ums Überleben sorgen.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/03.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1363" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/cache/1363__320x240_03.jpg" alt="Tarek und Sady" title="Tarek und Sady" />
</a>
Ganz ähnlich ist das bei den Pferden. Die Suche nach Futter ist so ziemlich das natürlichste, was im Leben eines Pferdes passiert. Die meiste Zeit verbringt das Pferd damit, nach Futter zu suchen. Die Belohnung dafür, ist das Finden von Futter. Das ist eine ganz subtile Rechnung. Anders funktionieren Verhaltensmuster nicht, denn so funktioniert Lernen. Es ist eine Konditionierung, genauso wie das junge Pferd Verhaltensweisen und Gesten einzuschätzen lernt durch Erfahrung.</p>
<p>Was liegt also näher als das Pferd mit etwas zu belohnen, was es wirklich braucht - Futter. Futter ist ein primärer Bestärker, da das Pferd nicht lernen muss, dass Futter eine Bestärkung darstellt, eine Belohnung, während Handlob und Stimmlob in der Regel konditioniert wurden, in dem im Moment des Lobens kein Druck ausgeübt wird und das Pferd Ruhe erhält oder ggf. sogar der Druck nachlässt. Futter suchen und Futter finden und damit Bestätigung erhalten erfolgt nun in einem stetigen Wechseln, hier ist der Zeitpunkt der Belohnung nicht wichtig. Möchten wir aber in unserer täglichen Arbeit mit Futter belohnen, dann spielt der Zeitpunkt eine sehr große Rolle. Hier geht es manchmal um Zehntelsekunden. Das Lob muss in genau dem Moment kommen, in dem das Verhalten richtig ist. Nur mit Futter ist uns das nicht möglich, deshalb ist es wichtig, dass wir eine Möglichkeit schaffen, den richtigen Moment zu markieren. Dies können wir mittels des Clickers, oder aber auch mittels eines anderen Markersignals wie Lobwort oder Zungenclick schaffen. Etabliert wird dies, indem wir wiederholt den Clicker als Marker einsetzen in Kombination mit einer leichten Lernaufgabe, wie z. B. dem Berühren eines Gegenstandes. Man nennt das auch den Clicker laden. Im Hundetraining wird das oft über die bloße Wiederholt von Click und Belohnung gemacht, das lehne ich aber ab. Ich möchte nicht nur, dass mein Pferd weiß, dass der Click die Belohnung ankündigt, sondern ich möchte vor allem auch dass das Pferd lernt, dass nur richtiges Verhalten zu Click und Click zu Belohnung führt, keine Belohnung ohne Leistung. Daher ist die Konditionierung für mich eine fortlaufende Erfahrung und die Wirkung verstärkt sich im Laufe des Trainings über einen längeren Zeitraum. Deshalb fangen Pferde, insbesondere welche, die vorher nicht mit Futter gearbeitet worden sind, auch anfangs an zu betteln, bis sie das Prinzip verstanden haben. Dem kann man außerdem entgegenwirken, in dem man gezielt Übungen zur Futterdisziplin (wichtig) mit aufnimmt.</p>
<p>Der Clicker wird mittels klassischer Konditionierung etabliert. Vielleicht kennen einige von euch Iwan Pawlow, der als einer der ersten über Konditionierung schrieb. Mittels klassischer Konditionierung wird ein unbedingtes, also nicht willentlich beeinflussbares Verhalten mit einem Signal verknüpft, so dass das Signal später das Verhalten hervorruft. Pawlow beobachtete dies, als er vor der Fütterung seiner Hunde ein Glockensignal erklingen ließ und später das Signal ausreichte, um den Speichelfluss der Hunde anzuregen. Der Glockenklang weckte eine Erwartungshaltung beim Hund. Bei Pferden kann man das zum Beispiel gleichsetzen mit dem Futterwagen, der morgens hörbar ist, bevor es Futter gibt.</p>
<p>
<a href="http://www.motionclick.de/wp-content/gallery/artikelbilder/02.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic1362" >
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Die Verknüpfung des Clickers mit dem Futter löst also eine Erwartungshaltung beim Pferd aus, führt sogar dazu, dass das Clicken im ersten Moment gleichwertig ist mit der Belohnung, die darauf folgt. Das Pferd fühlt sich in dem Moment bestärkt, in dem der Click (oder Lobwort etc.) ertönt, weil es weiß, dass auf das Clicken eine Belohnung erfolgt.  Wir können uns also ein wenig mehr Zeit lassen, das Pferd zu füttern. Ein großer Vorteil. Ohne eine akustische Ankündigung des Lobes oder einer verbalen Bestätigung müsste das Futter möglichst exakt in dem Moment kommen, wo das Verhalten richtig ist. Die theoretischen 2 bis 3 Sekunden, die das Pferd das Futter noch mit "richtig" in Verbindung bringt funktionieren nur, wenn das Pferd gedanklich noch bei der gleichen Sache ist wie wir. Für den Clicker spricht hier übrigens die absolute Einzigartigkeit dieses Signals, was sich eigentlich immer von anderen akustischen Reizen abhebt, während die Stimme oftmals viel zu unbedacht eingesetzt wird. Es erfordert deutlich mehr Konsequenz und Selbstbeherrschung mit Lobwort zu arbeiten, ist aber dennoch unkomplizierter als mit Clicker.</p>
<p>Im Hundesport wird der Clicker nur hin und wieder geladen und ansonsten die Belohnung durch den Click ersetzt. Ich lehne das ab. Erstens funktioniert dies ohnehin nur eine Weile und zweites, sinkt für das Pferd die Zuverlässigkeit des Clickersignals. Es ist ungefähr so, als würde euer Chef zu euch sagen "Wenn ihr euren Job richtig gut macht, bekommt ihr am Ende des Monats vielleicht! euer Gehalt. Das hört sich von vorneherein schon mal nicht so gut an wie "Mach deinen Job und ich bezahle dir deine Leistung gut!". Wir alle wissen, dass in unserer Gesellschaft die Zahlungsfähigkeit immer weiter eingeschränkt ist. Spätestens, wenn wir unser Gehalt einmal nicht bekommen, obwohl wir uns wirklich so sehr angestrengt haben, sinkt die Motivation. Bei Pferden ist dies genauso. Das zuverlässige Versprechen, dass auf das Click Lob erfolgt, ist maßgeblich für die hochgradige Motivation des Pferdes und auch für die Höflichkeit, also das Nicht-Betteln, verantwortlich.</p>
<p>Ein weiterer Grundgedanke des Clickertrainings ist, die Anforderungen stets so niedrig zu halten, dass das Pferd diese auf jeden Fall erfüllen kann, das finden des "Kleinsten, gemeinsamen Nenners". Berücksichtigt man dies, so kann man wirklich sehr viel mit positiver Verstärkung arbeiten, also wirklich nur Verhalten aufgreifen, die das Pferd anbietet und daraus das richtige, gewünschte Verhalten herausformen - Schritt für Schritt. Für jede Idee in die richtige Richtung wird das Pferd belohnt, so lange, bis das Pferd diese Gedanken weiterverfolgt. Clickt man in hoher Frequenz zuverlässig das richtige Verhalten und zögert den Click dann hinaus, wird das Pferd angeregt, nach einer anderen Lösung zu suchen, so dass man hier in der Regel einen Fortschritt erwarten kann, sofern dieser nicht ohnehin schon vorhanden war. Verhalten, welches auf diese Art und Weise erarbeitet wurde, wird sehr zuverlässig gezeigt bis hin zu einer hundertprozentigen Erfolgsquote, sofern das Tier auch ansonsten ausschließlich positiv bestärkt wird. Auf diese Weise bildet man zum Beispiel "Minensuchratten" aus, da diese leicht genug sind, die Minen aufzuspüren, ohne dass diese auslösen. Würde man ein solches Tier ausbilden über negative Verstärkung oder/und Druck, bestünde immer das Risiko, dass das Tier das Verhalten verweigert oder zumindest zögert. Ein Tier, welches aber gelernt hat, dass das richtige Verhalten belohnt wird, hat keinen Grund, dieses Verhalten zu verweigern, denn nur so erhält es eine für sich erstrebenswerte Belohnung.</p>
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Lernen dient immer der Optimierung des eigenen Zustandes. Ein Pferd tut Dinge immer nur aus zwei Gründen: weil es etwas Positives erwartet oder weil es etwas Negatives vermeiden möchte. In beiden Fällen wird das Pferd für sein Verhalten bestärkt werden. Die Frage, um die sich die Diskussion um Horsemanship oder Clickertraining dreht ist also nur, welche der beiden Varianten ist pferdegerechter bzw. natürlicher - vermeintlich. Im Falle der positiven Bestärkung wird das Pferd belohnt, in dem es etwas für sich erstrebenswerteres (Futter) erhält. Im Falle der negativen Verstärkung lernt das Pferd, in dem es etwas für sich Unangenehmes vermeidet (Diskomfort oder Druck).</p>
<p>Nun ist die Frage für mich, ist das Wegnehmen von aufgebrachtem Druck wirklich eine Belohnung für das Pferd? Ist das Herstellen einer selbstverständlichen Situation (kein Aufkommen von Stress, Ruhe, Komfort, Harmonie) wirklich eine für das Pferd erstrebenswerte Belohnung oder setzen wir das Pferd nicht nur unnötig unter Druck? Denn wir sind uns ja einig, dass wir alle möchten, dass unser Pferd uns gern hat und wir so wenig Druck wie möglich ausüben möchten. Selbstverständlich möchte das Pferd Druck und Stress vermeiden, genau dies tut es in der Herde auch, deshalb funktioniert das Zusammenspiel innerhalb der Herde so gut. In der Herde hat das Pferd jedoch immer auch die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie viel Druck es sich aussetzt, während es in der Arbeit mit uns diese Entscheidung uns überlassen muss. Wir stellen also eine künstliche, von uns geschaffene Situation her und setzten das Pferd einem von uns gemachtem Druck aus um eine richtige Reaktion des Pferdes mit dem Entfernen von Druck zu bestätigen. Dies ist sehr punktgenau, da die Bestätigung durch das Wegnehmen des Druckes in exakt dem Moment erfolgen kann, in dem das Pferd richtig reagiert. Das richtige Verhalten wird auch hier markiert - in diesem Fall durch die Änderung unseres Verhaltens selbst. Das funktioniert prima, denn das Pferd kennt diese Arbeit ohne Frage aus der Herde. Das Grundprinzip des Natural Horsemanship oder der negativen Verstärkung als Teil der operanten Konditionierung.</p>
<p>Der Vorteil der Arbeit mit negativer Bestärkung, dass diese für den Menschen vielfach leichter zu erlernen ist, da sie uns alltäglicher ist, es ist für den Menschen auf jeden Fall - meiner Meinung nach - oft der einfachere Weg, auch, weil er kein so großes Umdenken erfordert. Ich weiß, damit mache ich mir nicht in jedem Fall Freunde und ich möchte, dass dies bitte keiner persönlich nimmt. Es ist völlig in Ordnung eine eigene Ansicht der Dinge zu haben. Der Grundgedanke beider Methoden ist durchaus konträr, aber es gibt Wege, hier parallelen zu schaffen, in der sich beide Arbeitsweisen hervorragend ergänzen. Dieser Weg ist oftmals weder von der einen Partei, noch von der anderen Partei zu verstehen, weil es beiden Seiten schwer fällt, Kompromisse einzugehen. Das ist für mich sehr verständlich, denn in beiden Fällen sind die Motive wirklich ehrenhaft und damit ein Stück weit unanfechtbar. Während Natural Horsemanship für sich beansprucht, das Leben für das Pferd so natürlich wie möglich zu gestalten, lehnt das Clickertraining jegliche Form von Druck ab - einen Mittelweg kann es also nur geben, wenn man die eigene Definition in Frage stellt bzw. diese überdenkt.</p>
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Ich stimme grundsätzlich überein, dass das Pferd lernen muss, mit uns zusammenzuarbeiten, dass wir also um das Herstellen dieser künstlichen Herdenzusammenstellung mit oftmals (von uns) gewünschter, linearer Hierarchie nicht herumkommen. Ich bin auch der Ansicht, dass nicht jedes Verhalten mit positiver Verstärkung erarbeitet werden kann bzw. muss und das es tolerabel ist, ein Pferd mit negativer Verstärkung auszubilden und dabei auch zeitweise ein gewisses Stresslevel bei der Arbeit zu tolerieren. Wichtig ist mir jedoch, den Grundgedanken in der positiven Grundstimmung zu sehen, die wir mit dem Pferd haben. Es muss also eine gewisse Ausgewogenheit bestehen zwischen der Arbeit mit positiver und negativer Bestärkung. Das Pferd sollte immer eine faire Chance haben richtig zu reagieren, bevor wir auch nur daran denken, tatsächlich Druck auszuüben.</p>
<p>Ich kann den Druck sehr niedrig halten und warten, bis das Pferd richtig reagiert um das richtige Verhalten dann zu bestärken. Im übertragenen Sinne kann ich zum Beispiel das Hinterhandweichen erarbeiten, in dem ich einen durchaus unangenehmen, aber nicht schmerzhaften Reiz ausübe und dieses sehr niedrige Niveau aufrecht erhalte, bis das Pferd weicht. Auch das wäre eine negative Verstärkung, da hier (wenig) Druck die Vorstufe von viel Druck ist und ohne Zweifel der Gedanke, Druck auszuüben die Grundidee ist. Arbeite ich mit dem Clicker, kann ich hier ansetzen und in genau dem Moment zusätzlich bestärken, in dem das Pferd richtig reagiert. Ich clicke in dem Moment, in dem das Pferd richtig reagiert und ich den Druck wegnehme und bestärke das Verhalten danach zusätzlich mit Futter. Das macht aus der negativen Bestärkung keine positive Bestärkung, aber mit Sicherheit eine positive Erfahrung für das Pferd. Ganz deutlich muss man hier darauf hinweisen, dass diese Vorgehensweise dem Grundprinzip des Clickertrainings, die Arbeit mit Druck auszuschließen, wiederspricht, weshalb es von einigen Clickerern als Missbrauch des Clickers angesehen wird. Ich möchte auch nicht abstreiten, dass der Clicker damit vielleicht einen anderen Stellenwert in den Augen des Pferdes bekommt, da er nicht mehr ausschließlich positiv konditioniert wird. Meine Erfahrung hat aber gezeigt, dass es dennoch hervorragend funktioniert - allerdings nur, wenn die Grundhaltung ist, sowenig Druck wie möglich auszuüben und dennoch auch Dinge mit positiver Verstärkung zu erarbeiten. Erhöht man den Druck erzeugt dies Stress beim Pferd und es schüttet Adrenalin aus. Diese Ausschüttung von Stress verhindert die Ausschüttung von Dopamin, dem Glückshormon, welches bei der Arbeit mit Clicker und Futter unter anderem einer der Erfolgsgaranten ist. Würde man den Clicker also nur mit negativer Verstärkung nutzen und hierbei hohen Druck ausüben oder sogar Strafen, weil das Pferd die Übrung nicht ausführt, würde man nicht nur den Sinn in Frage stellen, sondern auch nicht von den sehr positiven Eigenschaften und der herausragenden Motivation des Clickertrainings profitieren können. Die Dopaminroduktion wird sozusagen mit der Produktion von Adrenalin überschrieben. Insofern ist dies schon aus wissenschaftlicher Sicht nicht sinnvoll.</p>
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Auch im Natural Horsemanship sollte unser Bestreben darin liegen, dem Pferd "die Regeln" unseres Zusammenseins zu erklären, im Detail sprechen wir hier von der Rangordnung, ich spreche gerne von Autorität. Autorität bedeutet auch Verlässlichkeit, Aufschauen, (freiwilliger) Anschluss, Vertrauen und gegenseitiger Respekt, Akzeptanz - die Synergie einer Herde, unserer Herde. Qualitäten, die die Beziehung auch beiderseits beeinflussen und sowohl seitens des Pferdes, als auch des Menschen, gleichermaßen erstrebenswert sind. Und auch Qualitäten einer guten Führungskraft, keines Herrschers. Wir kennen unsere Welt besser als unsere Pferde und bei entsprechender Beziehung wird das Pferd im Zweifel erst einmal nachfragen, ob alles ok ist oder ob es jetzt Zeit ist zu flüchten. Hier macht es schon Sinn dem Pferd erklären zu können, zu unserer Sicherheit ggf. auch mal mit etwas Nachdruck, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt zum Flüchten ist, sondern dass wir aufpassen können, dass es sich uns anvertrauen kann. Welch Instabilität der Beziehung, die außerhalb der Weide nun einmal vorrangig dadurch bestimmt ist, dass wir den Weg bestimmen, wenn wir in einem solchen Moment sagen "sorry, keine Ahnung ob der Säbelzahntiger da hinten gefährlich ist, was denkst du? Vielleicht solltest du selbst entscheiden, ob du flüchtest oder bei mir bleibst, aber ich komm schon klar ohne dich, also lauf ruhig!"</p>
<p>Meine Erfahrung zeigt, dass dies nicht von heute auf morgen geschieht, sondern eine Entwicklung ist, die vor allem auch damit zu tun hat, wie wir uns selbst entwickeln - dazu zählen vor allem auch unsere Erfahrungen darin, wie wir Pferde lehren und durch die zunehmenden Erfolgserlebnisse souveräner im Umgang werden. Wir konditionieren das Pferd, wir lehren unser Pferd darin, wie es sich mit uns zu verhalten hat und welche Verhaltensweisen gewünscht sind. Angefangen zum Beispiel damit, dass wir dem Pferd die Bedeutung von Halfter, Strick und Geführtwerden erklären - dazu gehört auch unsere Position zum Pferd. Dies alles geschieht anhand von Versuch und Irrtum. Versuch und Irrtum kann man nun sehr weitreichend auslegen und schon wieder könnten wir hier eine Grundsatzdiskussion beginnen. Ich kann dem Pferd erklären, dass ein Verhalten richtig ist in dem ich das richtige Verhalten lobe und es dazu bringe, dieses Verhalten wiederholt zu zeigen. Ich kann aber auch einem Pferd den richtigen Weg erklären, in dem ich Druck ausübe und diesen in dem Moment unterlasse, in dem das Pferd das richtige Verhalten zeigt. Wende ich den Druck zielführend an und hat das Pferd eine entsprechende Ausbildung, wird das Pferd sehr schnell verstehen, was gewünscht ist, so dass es immer weniger Druck braucht, bis es das richtige Verhalten zeigt. Im schlimmsten Fall könnte ich das Pferd sogar Strafen, wenn es sich falsch verhält - dann müsste ich aber darauf hoffen, dass das Pferd das richtige Verhalten selbst errät, denn Strafe erklärt dem Pferd leider nicht, welches Verhalten gewünscht ist (Ich denke nicht, dass diese Methode ernsthaft in Erwägung gezogen wird ...).</p>
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Die Grenzen zwischen positiver und negativer Verstärkung sind so gering, dass sie teilweise verschwimmen. Auch aus einem negativ verstärkten Verhalten kann man ein gewünschtes Verhalten formen. Wenn man dies richtig macht, erhält man im besten Fall ein neutrales Signal, welches vom Pferd nicht (mehr) mit Druck assoziiert wird. Es wird kein Druck benötigt, um das Verhalten abzurufen, es reicht ein Signal zur Ausführung und das richtige Verhalten kann man auch hier wunderbar durch Click und Belohnung bestärken und Erhalten. Was spricht auch dagegen dem Pferd mit bestimmter Höflichkeit zu sagen, bitte Abstand zu halten und hier das richtige Verhalten zu loben? Es ist wie der Unterschied zwischen "Kannst du bitte zur Seite gehen" und "Verschwinde, ich will durch" eine Frage des eigenen Verständnisses von Fairness und Höflichkeit und in gewisser Weise auch Demut und Achtung vor dem Wesen Pferd.</p>
<p>Fairness heißt aber auch, bereit sein, umzudenken und den Blick über den Tellerrand zu wagen. Ich freue mich, dass die Toleranz auf beiden "Lagern" stetig wächst und dazu führt, dass gute Arbeit mit dem Pferd nicht mehr nur durch Definitionen bewertet wird. Einen guten Horseman macht nicht aus, ob er einen Clicker in der Hand hat oder nicht, ob er mit Stick oder Gerte arbeitet, sondern ob er gedanklich in der Lage und so flexibel ist, nicht aufgrund seiner eigenen Ideale zu entscheiden, sondern auf das Pferd zu hören und in Rücksprache mit ihm nach der richtigen Idee zu suchen.</p>
<div class='wp_fbl_bottom' style='text-align:'></div><div class='wb_fb_comment'><br/></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die Entstehung des Clickertrainings</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 21:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sady</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clickertraining]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Den Grundstein der Ausbildung von Tieren über Konditionierung legte 1938 der amerikanische Forscher B.F. Skinner. In der sogenannten Skinner-Box untersuchte er zusammen mit seinen Schülern das Lernverhalten von Tieren. Dies geschah mit Hilfe von Futterautomaten, wie die Tiere auf die regelmäßige Gabe von Futter reagierten. Als eines der Futtermagazine klemmte, stellte man fest, dass die Tiere sich verhielten, als <a href="http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120117/die-entstehung-des-clickertrainings">&#187; Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Grundstein der Ausbildung von Tieren über Konditionierung legte 1938 der amerikanische Forscher B.F. Skinner. In der sogenannten Skinner-Box untersuchte er zusammen mit seinen Schülern das Lernverhalten von Tieren. Dies geschah mit Hilfe von Futterautomaten, wie die Tiere auf die regelmäßige Gabe von Futter reagierten. Als eines der Futtermagazine klemmte, stellte man fest, dass die Tiere sich verhielten, als hätten sie Futter bekommen. Das "Click" des Automaten war klassisch konditioniert worden und zumindest für einige Zeit quasi gleichbedeutend mit der Gabe des Futters.<br />
Die ersten praktischen Anwendungen fanden bereits in den frühen 40er Jahren statt. Einen Beleg dafür liefert zum Beispiel der Film "Patient like the Chipmunks", in dem ein Hund offensichtlich mit einem Clicker trainiert wurde. 1943 gründeten ehemalige Schüler von B.F. Skinner die Firma "Animal Behavior Enterprise", in der Tiere für Film und Fernsehen ausgebildet wurden.</p>
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In den 60er Jahren hielt das Clickertraining Einzug in den Ozeanarien, wobei es in erster Linie um das Training von Delphinen ging. Hier versuchte man diese Tiere zu dressieren und ihnen Kunststücke beizubringen, was anfangs auch über die herkömmlichen Methoden der Zirkustrainer gelang. Allmählich wurde es jedoch anspruchsvoller und schwieriger, die Tiere zu trainieren. Wenn sie genug hatten, schwammen sie einfach weg. Wie also trainiert man Tiere, die sich ganz einfach unserem Einfluss entziehen können? Man versuchte einiges, bis man sich dann auf Verhaltensforschung bezog und begann, die Tiere mittels operanter Konditionierung zu trainieren. Karen Pryor verband die positive Bestärkung mit einem Markersignal (sich beziehend auf die Versuche von B.F. Skinner) und erzielte bahnbrechende Erfolge. Die Tiere lernten ein Signal, welches immer dann ertönte, wenn sie etwas richtig machten und sie darauf hinwies, dass es jetzt eine Belohnung geben würde. Man hatte eine Möglichkeit gefunden, die Tiere über eine Distanz hinweg zu bestärken und schlussendlich zu belohnen, so dass sie ihr Verhalten mit etwas positivem in Verbindung brachten. Sie lernten, das Lernen Spaß macht und hatten so keinen Grund mehr, sich der Einwirkung der Trainer zu entziehen, sie blieben freiwillig.</p>
<p>Zwischen 1950 und 1980 folgten einige Veröffentlichungen zum Thema Tierausbildung, insbesondere auch Hundeausbildung, richtig populär wurde das Clickertraining jedoch erst, als Karen Pryor ihre Erfahrungen mit der operanten Konditionierung (und auch mit dem Clicker) in einem Buch niederschrieb. Ihr Buch "Dont't shoot the dog" wurde ein Bestseller und gilt noch heute als Referenzwerk für das Training von Tieren. Sie trug im Wesentlichen dazu bei, dass das Clickertraining auch bei anderen Tierarten eingesetzt wurde, zuerst bei Hunden und nun in den letzten Jahren, schätzen auch immer mehr Pferdetrainer das Training mit dem Clicker.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weitere Artikel dieser Reihe:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Zwangloses Pferdetraining mit dem Clicker" href="http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120117/zwangloses-pferdetraining-mit-dem-clicker"><strong>Zwangloses Pferdetraining mit dem Clicker - Was ist eigentlich Clickertraining?</strong></a></li>
</ul>
<p><em><strong>Achtung: Dies ist nur ein Teil einer Reihe von Artikeln, nämlich der erste davon <img src='http://www.motionclick.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Der Rest folgt in den nächsten Tagen ...</strong></em></p>
<div class='wp_fbl_bottom' style='text-align:'></div><div class='wb_fb_comment'><br/></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.motionclick.de/motionblog/clickertraining/20120117/die-entstehung-des-clickertrainings/feed</wfw:commentRss>
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