Kultiviere die PAUSEN

Kultiviere die PAUSEN

Pausen sind ein wichtiges Werkzeug um insbesondere aufdringliche oder hektische Pferde zu beruhigen. Aber auch ruhige Pferde profitieren davon, wenn man ihnen beibringt, dass nicht das ganze Leben aus Party besteht und man durchaus auch in Anwesenheit von Futter Ruhe bewahren kann. So kommt es gar nicht erst zu übermäßigem Stress. Pausen sind somit Teil der Futtererziehung.

Lerne, den richtigen Moment für eine Pause zu erkennen noch bevor dein Pferd zu hektisch wird und sich nicht mehr konzentrieren kann. Leite die Pause mit einem eindeutigen Signal (“Pause”) ein und verbringe diese zu Beginn an möglichst immer der gleichen Stelle (z. B. die Ecke des Platzes oder der Halle). Kraule dein Pferd an seiner Lieblingsstelle, bis es eine genüssliche Schnute zieht. Anfangs kann es etwas dauern bis dein Pferd sich entspannt und sich nicht mehr für das Futter, welches du bei dir trägst, interessiert. Ein Fellstriegel kann hier helfen das Pferd zu überzeugen, dass es sich auch in Anwesenheit von Futter entspannen kann.

Falls Kraulen nicht hilft, kannst du vorübergehend auch etwas Heu in einer Ecke anbieten, am langen Seil mit dem Pferd laufen oder notfalls den Platz verlassen und außer Reichweite gehen.

In der Pause wird nicht trainiert. Es gibt keine Aussicht auf Belohnung während der Pause. Erst wenn dein Pferd entspannt ist und sich nicht mehr für das Futter interessiert nimmst du das Training wieder auf, indem du mit einem deutlichen Auflösesignal (“Action”) die Pausenarea verlässt. Beginne dann zunächst wieder mit ruhigen Übungen, die dem Pferd bekannt sind.